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11.02.2016, 13:40

Bremen: "Volle Kanne" gegen Hoffenheim

Skripnik über Nagelsmann: "Ich weiß, was er plant"

Ärger über das Pokal-Los, aber Zuversicht für die Aufgabe in der Bundesliga: Bremen startet optimistisch in die schicksalhaften Wochen im Abstiegskampf und hofft auf einen Dreier im Duell mit Hoffenheim. Dabei spielt die jüngste Entwicklung auf dem Trainerstuhl beim Rivalen, so jedenfalls Trainer Viktor Skripnik, Werder in die Karten.

Viktor Skripnik
Der Hoffenheimer Trainerwechsel könnte ein Vorteil für Werder Bremen sein: Viktor Skripnik.
© imagoZoomansicht

"Bis gestern war ich großer Handball-Fan", sagte Thomas Eichin. Bis zu dem Moment, als Andreas Wolff, der Held der deutschen Handball-Nationalmannschaft, seine Pranken bei der Auslosung zum DFB-Pokal einsetzte und sich aus Bremer Sicht gehörig vergriff. Seine Finger bescherten Werder im Halbfinale das schwerste Los überhaupt: Bayern und dann noch in München. "Eine Mammutaufgabe", so nennt es der Manager. Sechs Varianten seien im Topf gewesen, Volksheld Wolff habe ihnen die schwierigste präsentiert. Viktor Skripnik fügte sich derweil in sein Schicksal. Die Auslosung habe ihn nicht sonderlich überrascht, meinte der Trainer. "Wir hatten bisher kein Glück."

Soweit der Rückblick auf den Pokal, der Blick an der Weser richtet sich nach vorn. Pokal ist Kür, Bundesliga ist Pflicht für den Abstiegskandidaten. Ein Dreier sei ein Muss, sagte Trainer Skripnik am Donnerstag vor dem Beginn der schicksalshaften Wochen im Februar. "Volle Kanne", so lautet nach Eichin das Rezept, wie der Rivale aus dem Tabellenkeller bezwungen werden soll. Endlich soll ein Heimsieg her, es wäre der zweite in dieser Saison, in der das Weserstadion, einst eine uneinnehmbare Festung, zu einem Selbstbedienungsladen für die Konkurrenz geworden ist. Nur ein Sieg und zwei Remis, ganze fünf Zähler zuhause - Werder muss zur alten Heimstärke zurückfinden, soll der Klassenverbleib gelingen.

Junuzovic und Ujah wohl wieder in der Startelf

Der Coach setzt dabei auf die Tugenden, die seine Schützlinge im Pokal, zuletzt eindrucksvoll in Leverkusen, gezeigt haben. Explizit nannte er drei Fähigkeiten, die Voraussetzung seien, um auch Hoffenheim zu schlagen: "Mut, Zweikampfstärke und Leidenschaft." So wie Werder in 2016 gegen vier Top-Teams aufgetreten sei, soll es auch gegen den Tabellenvorletzten funktionieren, den die Norddeutschen im Erfolgsfall noch tiefer in die Gefahrenzone schicken würden.

Beim Personal hat Skripnik die große Auswahl. Allgemein wird damit gerechnet, dass die zuletzt geschonten Zlatko Junuzovic und Anthony Ujah wieder in der Startelf stehen. Mit Problemen an der Schulter sei nicht zu spaßen, gab der Ukrainer zwar zu bedenken, teilte aber gleichzeitig mit, dass Junuzovic am Mittwoch wieder trainiert habe.

Erst 191 Gäste-Tickets verkauft

Während der Pressekonferenz zeichnete sich die neue Entwicklung in Hoffenheim ab, wonach Julian Nagelsmann, eigentlich erst ab Sommer als Stevens-Nachfolger vorgesehen, schon in Bremen die Mannschaft betreuen wird. Skripnik mit dieser Sache konfrontiert, meinte dazu: "Ich kenne ihn gut und weiß, was er auf dem Platz sehen will und taktisch plant." Dies könne, so der Chefcoach des Nord-Klubs weiter, durchaus "ein Vorteil für uns" sein. Der Trainerwechsel kommt dem 46-Jährigen somit ganz recht.

In Hoffenheim ist der Glaube an die Wende offenbar ohnehin nicht mehr sehr groß: Nur 191 Gäste-Tickets sind bislang für Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) verkauft.

Hans-Günter Klemm

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Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München50:953
 
2Borussia Dortmund52:2445
 
3Hertha BSC29:2135
 
4FC Schalke 0429:2633
 
5Bayer 04 Leverkusen29:2132
 
6Bor. Mönchengladbach40:3532
 
71. FSV Mainz 0525:2430
 
8VfL Wolfsburg29:2827
 
91. FC Köln21:2626
 
10FC Ingolstadt 0414:2126
 
11SV Darmstadt 9821:2924
 
12VfB Stuttgart31:4124
 
13Hamburger SV22:2823
 
14FC Augsburg22:2821
 
15Eintracht Frankfurt26:3421
 
16Werder Bremen24:4119
 
17TSG Hoffenheim18:3014
 
18Hannover 9619:3514