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10.02.2016, 19:27

Mainz: Schwerer Stand für den Vize-Kapitän

Bungert in der Rolle des Herausforderers

Zwei Siege in Folge, Tabellenplatz sieben - beim 1. FSV Mainz 05 lässt es sich derzeit auch trotz des ausgefallenen Rosenmontagszuges ganz gut aushalten. Aber wie immer in Erfolgsphasen schauen einige Akteure in die Röhre, was eigene Spielanteile angeht. Ein Härtefall: Vize-Kapitän Niko Bungert.

Niko Bungert
Muss sich derzeit mit einer ungünstigen Rolle abfinden: Innenverteidiger Niko Bungert.
© imagoZoomansicht

Erst Ende 2015 verlängerte Bungert seinen Vertrag bei den Rheinhessen vorzeitig bis 2019. Seit 2008 spielt der 29-Jährige schon in Mainz, gehört mit 176 Liga-Spielen (neun Tore, drei Assists) zum festen Inventar. Und auch in der Hinrunde zählte der Innenverteidiger mit 15 Startelfeinsätzen in der Liga zum Stammpersonal (kicker-Notenschnitt: 3,5).

Das neue Jahr hat für Bungert indes alles andere als gut begonnen. Muskuläre Probleme in der Wade behinderten ihn während der Vorbereitung. Am Wochenende feierte er dann endlich sein Pflichtspieldebüt in 2016 - allerdings in der 3. Liga mit der eigenen U 23. "Niko hat die 90 Minuten bei der zweiten Mannschaft super weggesteckt. Sein Tor bringt ihn auch wieder weiter nach vorne", berichtet Profi-Trainer Martin Schmidt von einer aus seiner Sicht erfolgreichen Maßnahme, seinen Abwehrmann in den Rhythmus zu bringen - auch wenn der Mainzer Unterbau trotz Bungerts zwischenzeitlichem 2:2 am Ende noch 2:3 gegen Preußen Münster verlor.

Bungerts Problem: Auf Bell und Balogun ist Verlass

Niko Bungert
Am Wochenende sammelte Niko Bungert in Liga drei mit der Mainzer Reserve Spielpraxis - am Ende stand trotz eigenem Tor ein 2:3 gegen Preußen Münster.
© imagoZoomansicht

"Mit Niko habe ich das Gespräch vor dem Spiel gesucht, ihm die Situation dargelegt. Er ist auch sehr, sehr vernünftig. Er sieht, dass er noch keinen Ernstkampf hatte. Die Trainingsleistungen waren gut, aber was ihm noch fehlte, war der Spielreiz", erläutert Schmidt, der sich derzeit mit Stefan Bell und Leon Balogun auf ein starkes Pärchen in der Innenverteidigung verlassen kann.

Eine kurzfristige, personelle Änderung im Abwehrzentrum scheint daher abwegig. Schmidt: "Dreimal zu Null gespielt, das ist ein Qualitätsmerkmal - das Elfmetergeschenk in Ingolstadt zähle ich nicht. Die beiden machen das wirklich gut. Niko und Hacki (Alexander Hack, Anm. d. Red) sind in der Herausforderer-Rolle, müssen geduldig sein, gute Trainingswochen zeigen und auf ihre Chance warten."

Den undankbaren Status als Nummer 5 der Innenverteidiger hat aktuell Henrique Sereno inne. Möglicherweise schafft es der Portugiese, bislang noch ohne Pflichtspieleinsatz für die 05er, aber irgendwann auf einer anderen Position in die Mainzer Elf. "Er hat ein bisschen die Rolle von Gonzalo Jara als Defensiv-Allrounder übernommen. In der Innenverteidigung sehe ich aber Hacki und Niko noch einen halben Fuß vorne", erklärt Schmidt.

Ganz ans Ende der Innenverteidiger-Nahrungskette ist Bungert also nicht gerutscht. Dennoch ist es spannend zu beobachten, wie der nach Rekonvaleszent Elkin Soto dienstälteste Mainzer Profi mit seiner Reservistenrolle umgeht, sollte sie länger andauern.

Carsten Schröter

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weitere Infos zu Bungert

Vorname:Niko
Nachname:Bungert
Nation: Deutschland
Verein:1. FSV Mainz 05
Geboren am:24.10.1986

weitere Infos zu Schmidt

Vorname:Martin
Nachname:Schmidt
Nation: Schweiz
Verein:1. FSV Mainz 05


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