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09.02.2016, 00:08

Wolfsburgs Manager nimmt Stellung zur Krise

Allofs: "Ich habe nicht mit Spielerverkäufen gedroht"

"Im Fußball müssen wir uns auch Geduld leisten können", appellierte Klaus Allofs am Montag und war bestrebt, die Richtung vorzugeben, die der kriselnde VfL Wolfsburg einschlagen soll. Der Manager des auf den achten Tabellenplatz abgestürzten Vize-Meisters nahm bei einer Veranstaltung in Hannover Stellung zu "der unangenehmen sportlichen Situation" des Klubs nach sieben Spielen ohne Sieg. Dabei korrigierte Allofs die am Wochenende verbreitete Version, wie er vorzugehen gedenke: "Ich habe nicht mit Spielerverkäufen gedroht."

Klaus Allofs
"Er wird an die 100 Millionen herankommen": Klaus Allofs redete auch über das Gehalt von Ex-Wolf Kevin De Bruyne.
© imagoZoomansicht

"Sport trifft Politik", heißt die Diskussionsreihe, die seit 2009 von der VGH Versicherung und dem Verband Niedersächsischer Sportpresse veranstaltet wird. Das Motto des Abends traf auf die beiden Bereiche zu, dessen Repräsentanten auf dem Podium saßen. "Stürmische Zeiten" erlebt Allofs mit dem VfL ebenso wie sein Gesprächspartner Ola Lies, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Landes Niedersachsen, in der Politik. "Es war klar, dass unser Aufschwung in diesem Tempo nicht weitergehen konnte", betonte Wolfsburgs Manager und erinnerte an die erfolgreichen "Aufräumarbeiten" seit seinem Amtsantritt. Vize-Meister, Pokalsieger, Gewinner des Supercups "in Zeiten, in denen eigentlich den Bayern die Titel vorbehalten sind. Die Luft nach oben wird schließlich immer dünner."

Allofs gab zu, dass jüngst der eine oder andere hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, appellierte indes auch an die Geduld: "Wir müssen ihnen auch Zeit lassen." Mit seinen Aussagen nach der neuerlichen Niederlage auf Schalke fühlte er sich missverstanden. Der VfL-Manager präzisierte: "Ich habe nie mit Verkäufen von Spielern gedroht." Er habe lediglich ausdrücken wollen, dass der Kader weiter selektiert werden und überprüft werden müsse, mit wem der Verein weiterarbeiten könne. "Zukünftig werden uns einige Spieler verlassen. Doch dies ist ein ganz normaler Vorgang."

"An die 100 Millionen" für De Bruyne

Dabei verriet der 59-Jährige interessante Details über den prominenten Spieler, der im Sommer die Niedersachsen verlassen hat und nicht zu halten gewesen sei: Kevin de Bruyne, für 75 Millionen Euro an Manchester City verkauft, habe ein voluminöses Angebot der Engländer auf die Insel gelockt. "Er wird an die 100 Millionen herankommen", sagte Allofs und umriss so die unglaublichen Dimensionen, die der Transfer des Belgiers erreicht hat, der einen über sechs Jahre dotierten Kontrakt bei dem englischen Klub unterzeichnet hat.

Gesprächsthema neben der allgemeinen Entwicklung auf dem Transfermarkt durch die englischen Aktivitäten sowie den Vorstoß aus China war auch der VW-Skandal und die Folgen für die Tochter VfL. Minister Lies, Mitglied im Aufsichtsrat von VW, der seine tiefe Enttäuschung über die sportliche Entwicklung des von ihm als "Bayern-Jäger Nummer eins" angesehenen Klubs zum Ausdruck gab, betonte, dass der Konzern sein Engagement bei dem Tochterunternehmen fortsetzen müsse: "Der VfL ist schließlich ein erfolgreiches Unternehmen und ein großer Imageträger." Die Botschaft des Politikers: Die finanzielle Unterstützung solle beibehalten werden.

RB Leipzig "eine gute Sache für die Region und den deutschen Fußball"

"Der Norden leidet", sagte Allofs bei der Talkrunde in Hannover. Dem Rivalen 96 wünscht er den Klassenverbleib, "nicht nur weil Thomas Schaaf jetzt Trainer ist". Den sich abzeichnenden Aufstieg von RB Leipzig bezeichnete er als "eine gute Sache für die Region und den deutschen Fußball". Zur augenblicklichen Lage in Wolfsburg und dem Ausblick auf die Champions League gab er diesen Kommentar ab: "Wir haben mit Gent einen Gegner, der am machbarsten ist. Sollten wir ins Viertelfinale einziehen, so wäre dies außergewöhnlich."

Und am Ende erlaubte sich der Macher des Werksklubs einen Ausflug in eine andere Sportart, die momentan en vogue ist. Allofs schwärmte von den Handball-Europameistern und dem von ihnen vorbildlich verkörperten Teamgedanken: "Das kann auch für uns ein schönes Beispiel geben. Diese Kraft, die eine Mannschaft entwickeln kann. Es zeigt, wie man als Team besser funktionieren kann."

Hans-Günter Klemm

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weitere Infos zu De Bruyne

Vorname:Kevin
Nachname:De Bruyne
Nation: Belgien
Verein:Manchester City
Geboren am:28.06.1991

1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München50:953
 
2Borussia Dortmund52:2445
 
3Hertha BSC29:2135
 
4FC Schalke 0429:2633
 
5Bayer 04 Leverkusen29:2132
 
6Bor. Mönchengladbach40:3532
 
71. FSV Mainz 0525:2430
 
8VfL Wolfsburg29:2827
 
91. FC Köln21:2626
 
10FC Ingolstadt 0414:2126
 
11SV Darmstadt 9821:2924
 
12VfB Stuttgart31:4124
 
13Hamburger SV22:2823
 
14FC Augsburg22:2821
 
15Eintracht Frankfurt26:3421
 
16Werder Bremen24:4119
 
17TSG Hoffenheim18:3014
 
18Hannover 9619:3514