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07.02.2016, 10:35

Mainzer Vorfreude auf Rosenmontag

Clemens will "die Sau rauslassen"

20 Spiele, 30 Punkte - beim 1. FSV Mainz 05 läuft es. Auch, weil sich die Rheinhessen zum laufstärksten Bundesligateam aufgeschwungen haben. Am Montag dürfen sie die Beine mal schonen. Denn dann steigen die Schützlinge von Trainer Martin Schmidt zwei Tage nach dem 1:0-Sieg gegen Hannover 96 (Tor: Jairo) beim Rosenmontagszug auf Wagen Nummer 111 und lassen sich durch die Stadt kutschieren. Vorlagengeber Christian Clemens will "die Sau rauslassen". Als gebürtiger und karnevalsgestählter Kölner ist er geradezu prädestiniert, auch an Fastnacht vorwegzumarschieren.

Christian Clemens
Vorlagengeber zum einzigen Tor: Christian Clemens (re.) hinterließ geknickte 96er.
© imagoZoomansicht

So tat es der 24-Jährige auch in Hannover. Clemens sprühte vor Spielfreude - aber eben auch vor Kampfeswillen. Für Trainer Martin Schmidt der zentrale Bestandteil des zweiten Rückrundensieges, der Mainz 05 auf Rang sieben katapultiert hat: "Wir hatten uns vorgenommen, kernig drin zu sein, in die Zweikämpfe zu gehen, gut umzuschalten. Das ist uns gut gelungen." Ein bisschen aber ärgerte sich der Schweizer, dass seine Schützlinge das 2:0 trotz zahlreicher Gelegenheiten liegen ließen: "Wenn wir das zweite Tor gemacht hätten, hätten wir einen anderen Nachmittag verleben können." So blieb es ein Tanz auf des Messers Schneide bis zum Abpfiff, wobei die Gäste kaum Torchancen zuließen.

Das lag auch an einem Heimkehrer: Leon Balogun, der im April 2009 für Hannover sein Bundesliga-Debüt feierte, agierte an der Seite von Stefan Bell einmal mehr stark. Obgleich der Deutsch-Nigerianer keine engen Bindungen mehr zu den 96ern hat, sei es doch ein "besonderes Spiel für ihn gewesen. Seit ich weg bin, habe ich jetzt zum ersten Mal hier gespielt." Er tat das umsichtig und aggressiv - vor allem Letzteres schätzt Schmidt an ihm. So hat sich Balogun in der Hierarchie der Innenverteidiger an Niko Bungert und Alexander Hack vorbeigekämpft.

96 mit der Zweikampfstärke demoralisiert

Der große Trumpf dieser Mannschaft von Mainz 05 scheint ihre Neigung zum Understatement. "Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und eine weniger gute zweite", findet Balogun. Ein wenig habe man den Kopf verloren - eigentlich stimmt das so nicht. Mainz 05 hatte Hannover im Griff. "Am Ende haben wir die Kontrolle verloren", erklärt Clemens, schiebt aber hinterher: "Als Hannover fünf Stürmer auf dem Platz hatte."

Dass es gegen eine Brechstange der physisch doch starken Niedersachsen nochmal eng wird, dafür muss man sich nicht schämen. "Wir haben es geschafft, Hannover vom Tor wegzuhalten und sie mit unserer Zweikampfstärke demoralisiert", erläutert Julian Baumgartlinger. Dafür dürfen sich der Kapitän und seine Mitstreiter nun auf dem Zug feiern lassen. Am Rosenmontag. In Mainz am Rhein.

Benni Hofmann

1. Bundesliga, 2015/16, 20. Spieltag
Hannover 96 - 1. FSV Mainz 05 0:1
Hannover 96 - 1. FSV Mainz 05 0:1
Wohin geht die Reise?

Hannover 96 fand auch nach der Winterpause noch nicht in die Spur und steht als Tabellenletzter mit demn Rücken zur Wand. Wohin geht die Reise der Roten, fragen sich auch die Fans.
© imago

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