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23.01.2016, 22:25

Mkhitaryan ist der König der Vorlagengeber

Glänzender Gündogan und respektvoller Reus

Der Ertrag war derselbe: Sowohl Bayern München als auch Borussia Dortmund haben mit Siegen zum Auftakt ins Jahr 2016 ihre Positionen als Tabellenerster beziehungsweise erster Verfolger untermauert. Die Umstände waren aber anders: Während der FCB für sein 2:1 in Hamburg keine 1A-Frühform zeigte, präsentierte sich der BVB souverän. Beim verdienten 3:1 in Gladbach konnte auch ein glückloser Pierre-Emerick Aubameyang verkraftet werden, dafür sprangen drei andere Akteure ein. Trainer Thomas Tuchel zeigte sich vor allem von der Reife seines Teams überzeugt.

Borussia Dortmund
Starke Einheit, starke Einzelkönner: Borussia Dortmund um den überragenden Ilkay Gündogan ließen Gladbach kaum eine Chance.
© Getty ImagesZoomansicht

"Wir waren gut und haben den Sieg verdient. Das war eine sehr reife und erwachsene Leistung", führte ein sichtbar zufriedener BVB-Coach Thomas Tuchel vor den Sky-Mikrofonen aus. "Wir haben eine gute Mentalität gezeigt. Der Schlüssel heute waren die Zweikampfquote und die Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte. Da haben wir uns ein gutes Gefühl geholt. Insgesamt standen wir heute sehr gut auf dem Feld."

Tatsächlich lief es in der äußerst unterhaltsamen Partie zwischen den zwei Borussen-Klubs auch genauso: Beide Teams suchten stets ihr Heil in der Offensive, doch die qualitativ höhere und vor allem individuell bessere Spielanlage präsentierten dabei die Westfalen. Kapitän Mats Hummels (75 Prozent Zweikampfquote) und Sokratis (71 Prozent) ließen defensiv kaum etwas anbrennen, davor bauten Julian Weigl, Gonzalo Castro und der äußerst agile und spielwitzige Ilkay Gündogan (85 Prozent Passquote, fast zwölf Kilometer Laufleistung) stets Angriffe auf.

Und die Qualität vorne stimmte einmal: Aubameyang, Marco Reus und Henrikh Mkhitaryan zettelten immer wieder Unruhe im Fohlenstrafraum an. Da machte es auch nichts, dass der in der Bundesliga bislang 18-mal erfolgreiche Gabuner dieses Mal nach einigen vergebenen Hochkarätern leer ausging. Dafür sprangen an diesem Abend im Borussia-Park eben Reus, Mkhitaryan und Gündogan als Torschützen ein. Sie waren es auch, die eine starke BVB-Serie am Laufen hielten: Zum zwölften Mal in Folge blieb Dortmund im ersten Ligaspiel eines Jahres ohne Niederlage (acht Siege).

Durch die Bayern weiß man ja, dass man hier auch mit 0:3 nach Hause geschickt werden kann.Ilkay Gündogan

"Es ist ein tolles Gefühl, auswärts bei einem so starken Gegner die drei Punkte zu holen. Durch die Bayern weiß man ja, dass man hier auch mit 0:3 (Bayern verlor 1:3, Anm. d. Red.) nach Hause geschickt werden kann", äußerte sich Letzterer nach Spielschluss. "Vor allem die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben, das macht Mut für die nächsten Wochen. Wir haben alle eine Top-Leistung abgerufen und können heute sehr stolz sein." Einen Blick Richtung Tabellenführer Bayern München ließ sich Gündogan aber nicht entlocken: "Wir schauen eher nach hinten als nach vorne. Und hoffen, dass wir am Ende Platz zwei behalten."

Respektvoller Reus

Marco Reus
In seiner Brust schlagen zwei Herzen: Marco Reus spielt zwar liebend gerne für Dortmund, er denkt aber auch gerne an die Zeit in Gladbach zurück.
© picture allianceZoomansicht

Dribbelkünstler Reus äußerte sich derweil gegen seinen Ex-Klub Gladbach, bei dem er zwischen 2009 und 2012 aktiv gewesen war, bescheiden und zurückhaltend. Schließlich ist der Respekt vor der Ex verständlicherweise noch enorm groß, was ihm auch beim verhaltenen Torjubel anzusehen war: "Es war ein sehr kompliziertes Spiel. Gladbach hat ungemein offensiv und mit viel Risiko gespielt. Aus meiner Sicht geht das 3:1 in Ordnung. Ich hatte schöne Jahre in Gladbach. Für mich hat das viel mit Respekt zu tun. Es ist ein großer Verein."

Reus sagte aber auch: "Wir waren nicht konsequent genug und hätten schon früher die Tore machen müssen." Er selbst kann mit seiner jüngsten Ausbeute dagegen absolut zufrieden sein: Sein Tor in Gladbach bedeutete bereits Bundesliga-Treffer Nummer neun. Sieben davon erzielte der Nationalspieler in seinen vergangenen acht Partien. Ein starker Wert, den auch Trainer Tuchel stolz macht: "Ich bin sehr glücklich über die Art und Weise, wie Marco aus dem Urlaub zurückgekommen ist. Er fühlt sich sehr frei."

Meisterhafter Vorbereiter Mkhitaryan

Nicht zu vergessen: In die Torschützenliste trug sich beim Erfolg im Rheinland auch Mkhitaryan mit seinem starken Abschluss zum zwischenzeitlichen 2:0 ein. Doch nicht nur das: Der Armenier gab auch die Vorlage zum finalen 3:1, sein bereits 17. Assist in den Pflichtspielen 2015/16 - Topwert unter den Bundesliga-Spielern. Damit hat er in diesem Zeitraum laut Opta auch Granden wie Neymar (14 Vorlagen) und Mesut Özil (16) überholt.

mag

1. Bundesliga, 2015/16, 18. Spieltag
Bor. Mönchengladbach - Borussia Dortmund 1:3
Bor. Mönchengladbach - Borussia Dortmund 1:3
Musik auf den Ohren

Mit Musik bereitet sich Dortmunds Toptorjäger Pierre-Emerick Aubameyang auf das Spiel vor.
© Getty Images

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23.01.16
 
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zum Thema

weitere Infos zu Reus

Vorname:Marco
Nachname:Reus
Nation: Deutschland
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:31.05.1989

weitere Infos zu H. Mkhitaryan

Vorname:Henrikh
Nachname:Mkhitaryan
Nation: Armenien
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:21.01.1989

weitere Infos zu Gündogan

Vorname:Ilkay
Nachname:Gündogan
Nation: Deutschland
Verein:Manchester City
Geboren am:24.10.1990

weitere Infos zu Tuchel

Vorname:Thomas
Nachname:Tuchel
Nation: Deutschland
Verein:Borussia Dortmund