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22.01.2016, 12:50

Wolfsburg: "Viele werden für uns zu teuer"

Allofs und die Lehren aus dem Klose-Transfer

Zwölf Millionen Euro spült der Transfer von Timm Klose nach Norwich in die Kasse des VfL Wolfsburg, der damit seine positive Transferbilanz in dieser Saison vorerst weiter ausbaut. Manager Klaus Allofs freut sich über mehr Handlungsspielraum, sieht die aktuelle Entwicklung auf dem Spielermarkt aber durchaus auch kritisch.

"Da wo ein Vorteil ist, ist auch ein Nachteil": Wolfsburgs Manager Klaus Allofs über die Transferpolitik der Premier League.
"Da wo ein Vorteil ist, ist auch ein Nachteil": Wolfsburgs Manager Klaus Allofs über die Transferpolitik der Premier League.
© imagoZoomansicht

Keine Frage, dieser Wechsel sorgte in der vergangenen Woche für Aufsehen. Timm Klose verabschiedete sich vom VfL Wolfsburg und schloss sich Norwich City an - als Ablöse zahlten die Engländer stolze zwölf Millionen Euro. Bei aller Qualität des Schweizer Innenverteidigers: Kritiker sehen in der Investitionsfreudigkeit der mit den Fernseh-Milliarden üppig ausgestatten Premier League seit längerer Zeit eine Bedrohung für die Bundesliga - und fühlen sich im aktuellen Fall bestätigt.

Fluch oder Segen? Das Geld für Klose kommt den Wolfsburgern nicht ungelegen. Die eigene diesjährige Transferbilanz wird zunächst weiter verbessert, was bezüglich der Gesamtstimmung in Zeiten der schweren Krise beim Klubeigner Volkswagen ein positives Signal ist. Und: Es erhöht den Handlungsspielraum für den VfL, der nach der Verletzung von Top-Scorer Bas Dost möglichst noch in diesem Januar einen Champions-League-tauglichen Stürmer, aber auch einen Ersatz für Verteidiger Klose finden will.

"Da wo ein Vorteil ist, ist auch ein Nachteil"

Doch Klaus Allofs sieht die vom englischen Geld verursachte Veränderung des Spielermarkts durchaus auch kritisch. "Da wo ein Vorteil ist, ist auch ein Nachteil", so der Manager. "Es bedeutet, dass viele Spieler für uns zu teuer werden und weniger Spieler den Weg in die Bundesliga gehen werden." Auf der anderen Seite werde es jedoch immer wieder die Möglichkeit geben, von den neuen Verhältnissen zu profitieren, glaubt Allofs. Es werde so sein, "dass man Spieler gefühlt für eine Ablösesumme abgeben kann, die in der Bundesliga nicht zu realisieren ist". Das könne man im Fall Klose ganz klar sagen, räumt Allofs ehrlich ein. In der Tat wäre wohl jeder deutsche Klub unverzüglich ausgestiegen bei einem Ringen um den 27-Jährigen, dessen realer Marktwert etwa ein Viertel der nun erzielten Ablöse beträgt. Norwich, Aufsteiger und aktuell Tabellen-16. in England, zahlte problemlos.

"Schlechter ist es, wenn man verkaufen muss"

Ebenso sicher ist sich Allofs aber, den Verlust Kloses sportlich auffangen zu können, was eine Grundvoraussetzung dafür war, dem Wechsel überhaupt zuzustimmen. "Glücklich ist derjenige, der dann handeln und sagen kann: Es gibt ein Angebot, mit dem wir uns auseinandersetzen und selbst eine Entscheidung treffen können", erklärt der Wolfsburger Macher. "Schlechter ist es, wenn man verkaufen muss oder sportlich keine Ersatzlösung hat."

Michael Richter

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13FC Augsburg21:2620
 
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weitere Infos zu Hecking

Vorname:Dieter
Nachname:Hecking
Nation: Deutschland
Verein:VfL Wolfsburg