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12.01.2016, 09:50

Bremen: Abwehrchef sieht gute Fortschritte im Trainingslager

Vestergaards Medienkritik: Alles zu negativ

Mit dem Stand der Vorbereitung und den Leistungen in den Tests zeigt sich Jannik Vestergaard zufrieden. "Gute Schritte in die richtige Richtung" sieht der Däne nach sechs Tagen im Trainingslager in der Türkei. "Es ist natürlich noch Luft nach oben, doch es sieht ganz gut aus." Der Abwehrchef bei Werder Bremen kann die teilweise geübte Kritik nicht nachvollziehen und formulierte in der Presserunde seine grundsätzliche Einschätzung, was die Beurteilung in Öffentlichkeit und Medien betrifft: "In Deutschland gibt es die Tendenz, alles zu negativ zu sehen."


Aus dem Bremer Trainingslager in Belek berichtet Hans-Günter Klemm

Jannik Vestergaard
War mit dem torlosen Testspiel zur Überraschung der Journalisten zufrieden: Jannik Vestergaard.

Mit der Bewertung des torlosen Unentschiedens gegen Sivasspor im zweiten Test war Vestergaard gar nicht einverstanden. Die kritischen Anmerkungen konnte der Innenverteidiger nicht nachvollziehen. Also zählte der Skandinavier die Pluspunkte auf, die ihm aufgefallen waren: "Wir haben ein stabiles Spiel gezeigt und hinten kaum etwas zu gelassen. Wir waren die dominantere Elf, hatten deutlich mehr Ballbesitz und einige Chancen." Sein Fazit fiel somit überaus positiv aus: "Ich fand es gut, es war ein guter Schritt in die richtige Richtung."

Als sich von den Reportern in der Medienrunde dezenter Widerspruch erhob, setzte Vestergaard zu grundsätzlichen Überlegungen an. "Wenn jemand etwas Negatives sehen möchte", meinte der 23-Jährige, "dann findet er immer etwas." In Deutschland, so seine Medienkritik, sehe er allgemein diesen Trend zur Schwarz-Weiß-Malerei. Dies beziehe sich auch auf die Medien, die schon extrem urteilten und berichteten: "Entweder ist alles toll oder alles Mist. Es wird dazu tendiert, das Negative zu sehen und zunächst mal die Probleme anzusprechen."

Vestergaard wünscht den Deutschen mehr Gelassenheit und Lockerheit

In Dänemark, setzt der Sohn einer deutschen Mutter und eines dänischen Vaters fort, sei dies anders. Dort werde zunächst mal anerkennend davon gesprochen, wenn jemand etwas Gutes macht. Vestergaard, der nach eigenem Bekunden keine Zeitung liest und beim TV-Studium von Fußballspielen den Ton ausschaltet, betont, dass er die Berichterstattung keineswegs als unfair empfindet: "Ich respektiere die Kritik. Bei nur 15 Punkten zur Halbzeit können wir uns nicht beschweren." Doch insgesamt wünscht er den Deutschen mehr Gelassenheit und Lockerheit.

Eine solche Haltung verkörpert er, nicht nur in diesen Tagen in Belek. So wertet es der hochaufgeschossene Defensivspezialist als Fortschritt, dass sowohl gegen Adana Demirspor als auch gegen Sivasspor die Null stand: "Zweimal zu null, egal gegen welchen Gegner, das ist gut. Zumal wir wenig zugelassen haben."

Auch die Erprobung des Spielsystems sieht Vestergaard positiv. Viktor Skripnik installierte wieder die Mittelfeld-Raute, ließ indes auch im 4-4-2 operieren. Vestergaard findet beide Grundordnungen gut, unterstützt die Idee des Trainers, in den wichtigen Heimspielen gegen die unmittelbaren Konkurrenten auf die traditionelle Werder-Taktik zurückgreifen zu wollen: "Die Raute ist die offensivere Variante. Es macht durchaus Sinn."

Dass er sich als einer der Führungsspieler sieht und sich nicht davor scheut, Verantwortung zu übernehmen, beweist der Nationalspieler auch bei einem anderen Thema: Wer soll zukünftig die Elfmeter schießen? In der Bundesliga hatte zuletzt Anthony Ujah verschossen, in Belek bei der zweiten Partie war Clemens Fritz vom Punkt gescheitert. Auch Vestergaard zählt zum Kreis der Kandidaten, die als Schützen vorgesehen sind. "Ich wäre bereit", sagt er, "wenn ich ran muss."

Doch sich selbst siedelt er in der Hierarchie ein wenig weiter hinten an. Sein Favorit für die "Elfer": Claudio Pizarro. "Wenn Pizza auf dem Feld ist, schießt er."

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© Getty Images

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weitere Infos zu Vestergaard

Vorname:Jannik
Nachname:Vestergaard
Nation: Dänemark
Verein:Bor. Mönchengladbach
Geboren am:03.08.1992

Vereinsdaten

Vereinsname:Werder Bremen
Gründungsdatum:04.02.1899
Mitglieder:36.500 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Grün-Weiß
Anschrift:Franz-Böhmert-Straße 1c
28205 Bremen
Telefon: (04 21) 43 45 90
Telefax: (04 21) 49 35 55
E-Mail: info@werder.de
Internet:http://www.werder.de