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11.01.2016, 13:17

Dortmund: Deutsch-Spanier mit guter Portion Selbstironie

Castro: DFB-Comeback nicht zu jedem Preis

Seit Jahren ist Gonzalo Castro einer der überdurchschnittlichen Spieler der Bundesliga. Seit seinem letzten Länderspieleinsatz sind aber inzwischen acht Jahre vergangenen. Trotzdem kommt das Thema immer mal wieder auf, so auch im Trainingslager des BVB in Dubai. Allzu große Hoffnungen auf ein Nationalmannschafts-Comeback macht sich Castro aber offenbar nicht mehr. Und sich auf einen Positionswechsel einzulassen, um seine Chancen im DFB-Team zu erhöhen, schloss Castro nun aus: "Dazu bin ich viel zu stolz."


Aus dem Dortmunder Trainingslager in Dubai berichtet Jan Reinold

Jahrelang überdurchschnittliche Leistungen, bis dato aber erst fünf Länderspiele: Borussia Dortmunds Gonzalo Castro.
Jahrelang überdurchschnittliche Leistungen, bis dato aber erst fünf Länderspiele: Borussia Dortmunds Gonzalo Castro.
© imagoZoomansicht

Im Sommer wechselte der 28-Jährige von Bayer Leverkusen zu Borussia Dortmund, wo er zu Beginn mit einigen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen hatte. Der Tiefpunkt, so sagte er das selber mal, war das Qualifikations-Hinspiel zur Europa League bei Odds BK (4:3 nach 0:3), als er nach einer schwachen ersten Halbzeit als Rechtsverteidiger zur Pause ausgewechselt wurde (kicker-Note 5,5). Diese Erfahrung wird ihn wohl darin bestärkt haben, dass die Position außen in der Viererkette, die er aus früheren Jahren kennt, nicht die richtige für ihn ist.

Als er am Montag im Trainingslager des BVB in Dubai in einer Medienrunde gefragt wurde, ob er seine Nationalmannschaftschancen auf dieser, mit geeigneten Kandidaten unterversorgten Position denn nicht deutlich verbessern könne, antwortete der sonst sehr zurückhaltende Castro mit einer guten Portion Selbstironie: "Das haben wir ja gesehen, was ich als Rechtsverteidiger gebracht habe."

Castro sieht sich als Mittelfeldspieler

Abgesehen von dem Auftritt in Norwegen spricht allerdings einiges dafür, dass der flexibel einsetzbare Profi auch als Außenverteidiger zu gebrauchen ist. Die notwendigen Voraussetzungen bringt er jedenfalls mit. Nur machte er auch am Persischen Golf noch einmal deutlich, dass er sich eben als Mittelfeldspieler sieht. "Wenn der Bundestrainer anrufen sollte, bin ich sehr gerne bereit, wiederzukommen und alles zu geben", versicherte Castro, stellte aber auch klar: "Es entspricht nicht meinem Naturell zu sagen: Hauptsache in die Nationalmannschaft und die Position wechseln. Dazu bin ich viel zu stolz. Wenn der Bundestrainer mich als Rechtsverteidiger einlädt, dann spiele ich es. Aber ich werde nicht von mir aus sagen, dass ich es als Rechtsverteidiger probiere."

"Ich spiele seit ein paar Jahren auf einem hohen Niveau"

Auf fünf Länderspiele bringt es der Deutsch-Spanier bislang. Erst, muss man angesichts seines Talents sagen. Immer wieder wird er auf ein mögliches Comeback im DFB-Team angesprochen, um genau zu sein schon "99 Mal", wie er in Dubai sagte. Ein Grund für die geringe Anzahl an Länderspieleinsätzen sei, dass er "früher Fehler gemacht habe, aber ich spiele seit ein paar Jahren auf einem hohen Niveau". Soll wohl heißen: Eine Einladung hätte er aufgrund seiner konstant guten Leistungen nicht für gänzlich unangebracht gehalten.

"Wenn es kommt, dann kommt's. Wenn nicht, dann lebe ich weiter wie bisher"

Die offene Art und Weise, wie Castro am Montag über das Thema sprach, machte den Eindruck, als hege er, der 2009 mit der U-21-Nationalmannschaft Europameister wurde, aber keine allzu großen Hoffnungen mehr. "Klar ist es ein Ziel (die Nationalmannschaft, Anm. d. Red.). Wenn es kommt, dann kommt's. Und wenn nicht, dann lebe ich weiter wie bisher", sagte Castro.

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Vorname:Gonzalo
Nachname:Castro
Nation: Deutschland
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:11.06.1987

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Vorname:Thomas
Nachname:Tuchel
Nation: Deutschland
Verein:Borussia Dortmund


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