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11.01.2016, 11:16

Darmstadts Präsident über die Hinrunde, Transfers und Projekte

Fritsch: "Am Ende stechen die Bienen"

Am Samstagabend reiste eine größere Funktionärs-Delegation des SV Darmstadt 98 ins Trainingslager der Mannschaft von Dirk Schuster nach. Auch Präsident Rüdiger Fritsch möchte sich ein Bild vor Ort machen. Den Journalisten stand er dabei auch Rede und Antwort, sprach über seine persönliche Hinrundenbilanz, emotionale Momente, die aktuelle Transferperiode und den Status bei den beiden Projekten "Neues Stadion" und "Ausgliederung der Fußball-Abteilung". Rüdiger Fritsch über...


Aus Darmstadts Trainingslager in Lara/Türkei berichtet Carsten Schröter

Darmstadt-Präsident Rüdiger Fritsch
Blickt zuversichtlich Richtung Rückrunde: Darmstadt-Präsident Rüdiger Fritsch.
© imagoZoomansicht

...seine Bilanz des ersten Bundesliga-Halbjahres nach über 33 Jahren: "Die kann ja nur positiv ausfallen. Den Tabellenstand und die absolvierten Spiele hat glaube ich jeder, der uns verfolgt hat, im Kopf. Dementsprechend kann man nur sagen, dass wir das erste halbe Jahr, das wir als Lottogewinn eingestuft haben, trotzdem mit der notwendigen Ernsthaftigkeit angegangen sind und uns fast optimal geschlagen haben."

...den emotionalsten Moment in der Hinrunde: "Aufgrund unseres Werdegangs fällt es da schwer, einzelne Momente herauszupicken. Jedes Mal, etwa auswärts in Dortmund, ist es eine ganz tolle Geschichte in der Bundesliga zu spielen. Da muss man sich immer wieder zwicken, dass wir als Darmstadt 98 da präsent sind. Die Siege sind immer schönste Erlebnisse, aber auch die Unentschieden auf Schalke und in Dortmund, die uns keiner zugetraut hat. Und den Derbysieg wollen wir nicht ganz vergessen bei emotionalen Momenten."

...die Einordnung in der Liga, nachdem man jedem Klub mindestens einmal begegnet ist: "Es bleibt dabei, dass ich alle bildlichen Vergleiche heranziehen kann, von kleinster Trompete im Orchester und Hollandrad auf der Tour de France. An den Möglichkeiten hat sich ja in dem halben Jahr nichts geändert. Wir wollen uns mit unseren Mitteln nur so gut wie möglich verkaufen, und das hat meines Erachtens bestens funktioniert. Ansonsten haben wir festgestellt, dass wir uns bei dem einen oder anderen Verein durchaus was abgucken können, was Infrastruktur und Gesamtgebilde angeht."

...über mögliche Sorgen aufgrund des Aufrüstens der Konkurrenz: "Das betrachten wir nicht als Sorge. Jeder Verein hat seine eigene sportliche und wirtschaftliche Philosophie. Wenn ein Klub unbegrenzte Kapitalmöglichkeiten hat, ist das natürlich was anderes, als wenn man auf den Euro schauen muss. Wir müssen Letzteres tun, dementsprechend interessiert uns nicht, was andere Vereine machen. Das haben wir die letzten Jahre ja schon so gemacht und trotzdem einen relativ großen Erfolg erzielt. Daher gibt es bei uns keine Überlegungen, die Strategie zu ändern."

...den aktuellen Stand in Sachen eigene Neuzugänge: "Wir halten die Augen offen. Die Haupttransferzeit im Sommer hat gezeigt, dass am Ende die Bienen stechen, die kleinen Bienen erst recht. Und dazu gehören wir. Das Transferfenster wird bis zum 31. Januar von uns beäugt und dann werden wir sehen, was sich ergibt. Bei uns gibt's jetzt keinen wilden Aktionismus."

...die angestrebte Ausgliederung der Fußball-Abteilung aus dem Gesamtverein: "Kurzfristig ist das nicht wichtig, aber langfristig. Wir sind ja erst seit eineinhalb Jahren im Profibereich 1. und 2. Liga. Dadurch sind wir in finanzielle Sphären vorgedrungen, die wir vor ein paar Jahren noch gar nicht für möglich gehalten haben. Wir wollen nicht, dass das wirtschaftliche Risiko auf den ganzen Verein übertragen werden kann. Daher macht es Sinn, das in einer Gesellschaftsform zu ordnen, ohne den Gesamtverein in irgendeiner Art und Weise zu belasten. Es hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, mit vielen Mitgliedern und Fans, weil wir versuchen, das in größtem Einvernehmen auf den Weg zu bringen."

...das geplante neue Stadion: "Im Moment passiert für die Öffentlichkeit nicht so viel. Weil man immer erst, wenn die Bagger rollen, davon ausgeht, dass ein Bauprojekt in Angriff genommen wird. Dem ist aber nicht so, weil rein juristische und verkehrstechnische Dinge erledigt werden müssen, der Bebauungsplan, das Bauleitverfahren und die europaweite Ausschreibung müssen aufgestellt werden. Das ist alles im Gange. Bekanntermaßen sind wir als Hauptmieter nicht der Bauherr und daher auch nicht im Driver-Seat, wie der Hesse sagt (grinst), sondern wir können das Thema nur bestmöglich begleiten und forcieren. Selbstverständlich gehen wir davon aus, dass die Formalitäten so schnell wie möglich umgesetzt werden und es etwa im Herbst/Frühjahr 2016/17 dann auch losgeht."

Tabellenrechner 1.Bundesliga
 
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weitere Infos zu Schuster

Vorname:Dirk
Nachname:Schuster
Nation: Deutschland
Verein:FC Augsburg

Vereinsdaten

Vereinsname:SV Darmstadt 98
Gründungsdatum:22.05.1898
Mitglieder:7.600 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Blau-Weiß
Anschrift:Nieder-Ramstädter Straße 170
64285 Darmstadt
Telefon: (0 61 51) 66 66 98
Telefax: (0 61 51) 66 66 99
E-Mail: info@sv98.de
Internet:http://www.sv98.de/


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