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09.01.2016, 16:07

Bremen: Kurze Zwangspause für den Senkrechtsstarter

Grillitsch lässt sich die Laune nicht verderben

Er ist umgeknickt und fehlte deshalb am Vormittag im Training. Doch schon bei der zweiten Einheit des Tages konnte Florian Grillitsch wieder mitwirken. Der Österreicher, der zu den erfreulichsten Erscheinungen in der Hinserie zählte, lässt sich durch dieses Missgeschick das Lachen und die Laune nicht verderben. Trotz Abstiegsangst und intensiver Vorbereitung müsse ein bisschen Spaß dabei sein.


Aus dem Bremer Trainingslager in Belek berichtet Hans-Günter Klemm

Im Gespräch mit den Medien professionell und geschickt: Werders Florian Grillitsch.
Im Gespräch mit den Medien professionell und geschickt: Werders Florian Grillitsch.
© Getty ImagesZoomansicht

Wie auch Fin Bartels (Rückenprobleme) konnte Florian Grillitsch, den eine Verletzung am rechten Sprunggelenk ereilt hat, nicht am Vormittagstraining teilnehmen - im Gegensatz zu Anthony Ujah (Kniebeschwerden), der bei strahlendem Sonnenschein schon wieder mitwirken durfte. "Ohne Fremdeinwirkung", sei er umgeknickt, berichtete der Österreicher von seinem Missgeschick. Ihm war wichtig, dies zu betonen, damit bloß kein Kollege in den Zusammenhang gebracht wird mit seiner Blessur.

Zu diesem Zeitpunkt ging Grillitsch noch von einer längeren Pause aus. "Ein bisschen schmerzhaft ist es schon", sagte er über die Blessur. Es hänge vom Heilungsverlauf ab, wann er wieder mitmachen könne. Bis dato wolle er sich im Kraftraum und mit individuellen Übungen fithalten, um in diesem Stadium der Vorbereitung nicht zu weit zurückgeworfen zu werden. Doch überraschend konnte Grillitsch schon am Nachmittag wieder mittrainieren. Ansonsten plant der 20-Jährige viel Schlaf in der Mittagspause ein, um gut zu regenerieren. "Unsere Vorbereitung ist schon recht intensiv."

Einen Mannschaftsclown, den gibt es bei uns nicht.

Ernsthaft vor allem, aber auch spaßig, wie der Mittelfeldspieler schildert. "Wir lachen auch viel im Training, das muss einfach dabei sein." Die Nachfrage, wer sich denn in der Abteilung Humor besonders hervortun würde, lässt Grillitsch unbeantwortet. Der Jungprofi kennt das Geschäft und gibt sich im Gespräch mit den Medien schon recht professionell und geschickt. Seine clevere Antwort: "Einen Mannschaftsclown, den gibt es bei uns nicht."

Ähnlich reagiert er, als eine Nachfrage kommt, nachdem er berichtet hatte, dass sie am Abend zuvor im Mannschaftskreis in einer Kleingruppe mal das Smartphone beiseitegelegt hätten und zu den Karten gegriffen hätten. Ob denn ums Geld gespielt worden sei? Grillitsch wittert die Falle, wehrt ganz entschieden ab und formuliert ein deutliches Nein. Er gibt gerade noch mal zum Besten, dass Lukas Fröde das Kartenspiel mitgebracht habe und wer sich als Sieger beim Wettstreit der Zocker behauptet hat: "Lukas Fröde natürlich."

Grillitsch zufrieden mit seiner Entwicklung

Mit seiner persönlichen Leistung und Entwicklung in der Hinrunde ist der Junioren-Nationalspieler recht zufrieden: "Ich hatte viele Einsätze, es ist ganz gut gelaufen." Eine eher noch untertriebene Einschätzung seines Karriereverlaufs, denn Grillitsch ist von allen Talenten aus dem Nachwuchsstall derjenige, der sich auf Dauer durchgesetzt hat und dem man den endgültigen Durchbruch durchaus zutraut.

Solche Fehler, wie beim Ballverlust in Frankfurt, der zu einem folgenschweren Gegentor führte und so die Niederlage eingeleitet hatte, betrachte er als notwendige Erfahrung auf dem Weg zu einem gestandenen Bundesliga-Spieler. "Es gehört dazu, obwohl es nicht passieren sollte", sagt das Bremer Talent, dessen Vertrag sich aufgrund des zehnten Pflichtspiel-Einsatzes in dieser Saison schon automatisch verlängert hat, "selbst Weltklassespielern sind solche Fehler schon unterlaufen." Im Urlaub habe er diesen Lapsus gut verarbeitet. Dem ersten Ärger sei die Erkenntnis gefolgt, sich darüber keinen Kopf zu machen. "Ich glaube, ich habe es ganz gut geschafft."

Auch der auffällige Disput mit Felix Wiedwald ist längst aus der Welt geräumt. Der Keeper war den jungen Kollegen sehr vehement auf dem Feld angegangen und hatte ihn zurechtgewiesen. Inzwischen hat sich der Ältere dafür entschuldigt, wie Grillitsch betont, um dann wieder politisch korrekt fortzufahren: "Nicht so schlimm, ich hatte für seine Reaktion Verständnis. Die Sache ist längst erledigt."

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© Getty Images / imago

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Vorname:Florian
Nachname:Grillitsch
Nation: Österreich
Verein:Werder Bremen
Geboren am:07.08.1995

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Vorname:Viktor
Nachname:Skripnik
Nation: Ukraine
Verein:Werder Bremen