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29.12.2015, 19:09

Aufsichtsrat in Sorge um Werder, aber auch voller Vertrauen

UN-Berater Lemke stützt Skripnik

Willi Lemke bleibt ein weiteres Jahr Sport-Sonderberater des UN-Generalsekretärs Ban Ki-Moon. Der frühere Manager bei Werder Bremen wird noch bis Ende 2016 dieses Amt ausüben. Im Gespräch mit dem kicker bestätigte der 69-Jährige, dass dies seine letzte Amtszeit sein wird.

Willi Lemke
Hält Coach Viktor Skripnik für den richtigen Mann: Werder-Aufsichtsrat Willi Lemke.
© imagoZoomansicht

Lemke, der die Feiertage und den Jahreswechsel in seiner Heimat verlebt, sorgt sich um den Bundesligisten. Doch der Werder-Aufsichtsrat sieht auch zuversichtlich der Rückserie in der Bundesliga entgegen und betont: "Ich habe volles Vertrauen in alle handelnden Personen."

Im Sommer wird bei den Vereinten Nationen ein neuer Generalsekretär gewählt. Dies bedeutet für Willi Lemke, dass er gegen Ende des Jahres seine Funktion als Sonderberater bei der UNO für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden abgeben wird. "Ich darf Ban Ki-Moon noch ein weiteres Jahr in allen sportrelevanten Fragen zur Seite stehen", sagt der Bremer SPD-Politiker, der seit April 2008 in New York und Genf dieses Amt ausübt. Lemke betrachtet diese lange Amtsperiode als ein Privileg: "Solche Aufgaben werden normalerweise nur fünf Jahre ausgeübt."

"Alle, die wir an verantwortlicher Stelle arbeiten bei diesem Klub, sorgen sich um Werder."Willi Lemke

Weihnachten verbrachte der von 1981 bis 1999 als Manager bei Werder tätige Funktionär an der Weser. Dass ihn die momentane Situation bei seinem Verein schon beschäftige, gibt "Werder-Willi" zu. "Alle, die wir an verantwortlicher Stelle arbeiten bei diesem Klub", so das Mitglied des Aufsichtsrats, "sorgen sich um Werder."

Doch Lemke, der vor gut einem Jahr den Vorsitz im Aufsichtsgremium an den Ex-Profi Marco Bode abgegeben hat, sprach den im operativen Geschäft tätigen Personen, der sportlichen Leitung samt dem Trainerteam sowie seinem Nachfolger Bode eindeutig das Vertrauen aus: "Die handelnden Personen brauchen unsere Unterstützung. Auch wenn die Tabellenlage etwas angespannt ist, hilft es nun nicht, in Aufregung zu verfallen. Gemeinsam können wir es schaffen."

"Viktor ist der richtige Mann"

Bei einem Vergleich zur ähnlichen Lage vor einem Jahr sieht der UN-Berater einen wesentlichen Unterschied: "Damals durften wir uns in der Winterpause über einen Aufschwung freuen, den der Trainerwechsel ausgelöst hatte." Dieser Effekt ist diesmal nicht zu verzeichnen. Doch Lemke bleibt Optimist und stützt weiterhin Trainer Viktor Skripnik, als dessen Unterstützer und Befürworter er gilt. Der zuletzt nicht ganz unumstrittene Cheftrainers genießt sein uneingeschränktes Vertrauen: "Viktor ist der richtige Mann. Er kennt Werder ganz genau - wie damals auch Thomas Schaaf."

Besonders imponiert Lemke, dass Skripnik die jungen Spieler kennt und fördert: "Zwischen der U 23 und der Profimannschaft besteht nun eine enge Kooperation, die optimal ist. Wie einst, als Thomas Schaaf als Cheftrainer anfing." Wenn sein Amt bei der UNO endet, wird sich der umtriebige und rüstige Lemke noch nicht in den Ruhestand verabschieden. "Ich werde weiter als Berater tätig sein", kündigt er an, dass er noch nicht in Rente gehen werde, "sofern es meine Gesundheit zulässt."

Hans-Günter Klemm

 
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weitere Infos zu Skripnik

Vorname:Viktor
Nachname:Skripnik
Nation: Ukraine
Verein:Werder Bremen