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20.12.2015, 20:02

Der Sportvorstand hat Verständnis für Guardiola

Sammer: "Der Zeitablauf war perfekt"

Seit Mittwoch hielt die Diskussion um Bayern-Trainer Pep Guardiola den Verein und die Medien auf Trab. Am Sonntagmittag herrschte Klarheit: Der Katalane verlängert seinen im Sommer 2016 auslaufenden Vertrag in München nicht, Carlo Ancelotti übernimmt den Rekordmeister, geplanterweise bis 2019. "Selbstverständlich kann ich ihn verstehen, aber das Detail muss er erklären, was er fühlt und empfindet", sagte Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer am Sonntagabend bei "Sky".

Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer
Äußert Verständnis für Guardiola und findet den "Zeitablauf perfekt": Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer.
© imagoZoomansicht

"Wir sind eine vertragliche Konstellation eingegangen, in der wir an einen Punkt gekommen waren, wo wir eine Entscheidung treffen mussten. Nun werden wir alles tun, um die restliche Runde erfolgreich abzuschließen", so Sammer weiter. Sammer bedauert die Entscheidung des Trainers: "Es ist ein herber Verlust. Aber wir dienen dem Verein und müssen dafür sorgen, dass es weiter geht."

Sammer ließ einen möglichen Beweggrund Guardiolas durchblicken, als er auf dessen Erfahrungen beim FC Barcelona in seinem vierten Vertragsjahr anspielte. "Natürlich hatte ich Hoffnung, dass er bleibt. Wir haben immer versucht, ihm das Vertrauen zu signalisieren, dass wir den Weg mit ihm weiter gehen wollen. Aber wir waren auch Realisten. Wir wissen ja auch, was in Barcelona im vierten Jahr passiert ist", so Sammer.

Guardiola hatte sein viertes Jahr in Barcelona des Öfteren als "Fehler" bezeichnet. Für Sammer war hinsichtlich der Bekanntgabe der Entscheidungen rund um die Trainerfrage beim FC Bayern der "Zeitablauf perfekt, denn als Verein brauchst du Planungssicherheit. Wir haben diesen Zeitpunkt gewählt, weil dann etwas Ruhe ist. Danach wieder Fokus auf Balance: Mannschaft, Trainer, Verein."

Ende der Fragezeit - CL-Triumph als Krönung

Fast die gesamte Hinrunde über musste sich Guardiola immer wieder zu seiner Zukunft befragen lassen, am Ende stand die Maßgabe, dass er sich nach dem Spiel in Hannover mit Karl-Heinz Rummenigge besprechen werde, wie es weitergeht. Doch der Katalane hatte sich schon vor dieser Deadline gegen eine Ausdehnung seines Kontraktes beim deutschen Rekordmeister entschieden.

In seinen noch ausstehenden sechs Monaten mit den Münchnern kann Guardiola das schaffen, was bisher nur sein Vorgänger Jupp Heynckes mit den Bayern schaffte: das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions-League-Triumph zu holen. Gerade letzterer wäre für Guardiola nach bisher zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg die Krönung.

Planungssicherheit für den FC Bayern

Unabhängig vom Ausgang der laufenden Spielzeit haben die Bayern schon jetzt Planungssicherheit: Carlo Ancelotti (56), der erfolgreichste Champions-League-Trainer aller Zeiten, erhält einen Vertrag bis 2019. "Ancelotti hatte als Trainer überall Erfolg und hat drei Mal die Champions League gewonnen. Carlo ist ein ruhiger, ausgeglichener Fachmann, der mit Stars umgehen kann und einen variantenreichen Fußball spielen lässt - das haben wir gesucht, das haben wir gefunden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.

Ancelotti war immer unser absoluter Wunschkandidat.Matthias Sammer

Sammer sagte am Sonntagabend noch über Ancelotti, dass "er immer unser absoluter Wunschkandidat und kein anderer hat eine Rolle gespielt." Die Entscheidung, dass Ancelotti neuer Bayern-Trainer werden solle, fiel laut Sammer "relativ spät".

Ancelotti selbst verkündete: "Ich bin sehr geehrt, dass ich von der kommenden Saison an Trainer des großen FC Bayern sein werde." Als er vom Interesse erfahren habe, teilt er auf seiner eigenen Website mit, "kam für mich kein anderer Klub mehr infrage. Ich wünsche dem FC Bayern München und meinem Freund Pep Guardiola alles erdenklich Gute für den Rest dieser Saison."

bst

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 17.12., 13:34 Uhr
Wie aus einem Lächeln ein "Mamma mia" wurde
Der FC Bayern, die Spieler und die Fans haben nun Gewissheit. Trainer Pep Guardiola verlässt die Münchner am Ende dieser Spielzeit. Drei Jahre wird der Katalane dann beim deutschen Rekordmeister gewirkt haben. Ein Double und eine weitere Meisterschaft stehen bislang zu Buche in seiner Titel-Bilanz, das erhoffte Triple kann er wie Vorgänger Heynckes nun nur noch im kommenden Mai holen. Die Entscheidung ist noch nicht offiziell bestätigt, kicker online zeigt die Chronologie eines langen Abschieds.
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17Hannover 9618:2914
 
18TSG Hoffenheim17:2513

weitere Infos zu Guardiola

Vorname:Josep
Nachname:Guardiola
Nation: Spanien
Verein:Manchester City