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17.12.2015, 16:28

Hertha: Coach spricht von "perfekter erster Halbzeit"

Dardai: Gelöst, fokussiert und eine Ansage für Brooks

Erst drehte er am Donnerstagmittag nach der Rückkehr aus Nürnberg mit seinen Co-Trainern Rainer Widmayer und Admir Hamzagic im Nieselregen von Berlin auf dem Schenkendorffplatz seine Runden, später lief Pal Dardai allein weiter. Immer weiter, nicht nachlassen: Das galt nicht nur für die Laufeinheit vom Donnerstag, sondern ist gleichsam Herthas Credo in diesem atemberaubend erfolgreichen Herbst.

Herthas Trainer Pal Dardai.
Auslaufen mit bester Laune: Herthas Trainer Pal Dardai.
© imagoZoomansicht

"Wir sind sehr zufrieden, aber wir müssen die Konzentration hochhalten", forderte Dardai am Tag nach dem souveränen 2:0-Sieg bei Zweitligist 1. FC Nürnberg, der Hertha erstmals seit vier Jahren das Viertelfinal-Ticket im DFB-Pokal bescherte.

Mit dem Viertelfinal-Kontrahenten Heidenheim beschäftigte sich in Berlin am Donnerstag nahezu niemand, im Fokus stand Sonntags-Gegner 1. FSV Mainz. "Ich spüre, dass es ein wenig Müdigkeit gibt, aber wir müssen es mental nochmal hinkriegen für das letzte Spiel. Wir wollen gegen Mainz nochmal die Reserven rausholen", kündigte Dardai an. "Diese drei Punkte wollen wir unbedingt, das wäre ein Riesen-Bonus für die Rückrunde."

Herthas Trainer lobte am Tag nach dem Pokalspiel, dem ersten Sieg in Nürnberg seit März 2003, neben der fußballerischen Entwicklung auch die Mentalität seines Teams: "Die Jungs sind nach dem Spiel sehr professionell umgegangen mit dem Sieg. Sie halten sehr gut zusammen. Der Blick im Flughafen war für uns Trainer sehr schön: Die Spieler haben alle zusammengesessen - wie eine U-15-Mannschaft. Der Teamgeist ist hervorragend, die Führungsspieler machen einen guten Job."

Einer der Führungsspieler, Kapitän Fabian Lustenberger, nannte den "von A bis Z souveränen Auftritt" in Nürnberg zu Recht "eines unseres besten Spiele". Der Schweizer, der wie die Kollegen nach dem Spiel blaue T-Shirts mit dem Aufdruck "Schon Weihnachten und wir noch im Pokal!" trug, analysierte: "Wir haben den Gegner dominiert, kaum etwas zugelassen und die Tore eiskalt gemacht. Das Spiel steht stellvertretend für die gesamte Hinrunde. Wir sind eine gute Mannschaft, haben Selbstvertrauen und spielen guten Fußball."

In der Tat: Dem mit vielen Emotionen und großer Intensität vollbrachten Sieg gegen Leverkusen (2:1) ließ Hertha in der Liga in Darmstadt (4:0) und im Pokal in Nürnberg (2:0) zwei beeindruckend reife, kontrollierte Auftritte folgen. "Die erste Halbzeit in Nürnberg war perfekt", lobte Dardai am Donnerstag. "Wir haben den Gegner nicht in die Zweikämpfe gelassen, so eine gute Ballzirkulation hatten wir. Tempo rausgenommen, vertikale Pässe, dann wieder Situationen vorbereitet: Das sah nach richtig gutem Fußball aus."

Wenn er diese Spannung hat, ist er ein Diamant. Den alten John akzeptiere ich nicht mehr.Pal Dardai über John Anthony Brooks

Hertha wird mit den Erfolgen im Rücken auf dem Platz immer selbstsicherer. "Einen gesunden Mix aus Qualität und Selbstvertrauen" bescheinigt Innenverteidiger Sebastian Langkamp dem Team. Langkamps Nebenmann John Anthony Brooks, der zuletzt bereits in der Bundesliga gegen Leverkusen einen Eckball eingeköpft hatte, traf nun fast in Kopie auch im Pokal. "Er hat jetzt die Spannung, die er für sein Spiel braucht", so Dardai. "Wenn er diese Spannung hat, ist er ein Diamant. Den alten John akzeptiere ich nicht mehr. Er darf nie zufrieden sein. Er muss immer wieder beißen und die Spannung hochhalten."

Erst Defensive, dann Fitness, dann Offensive - und jetzt guter Fußball

Das gilt im Besonderen für Brooks, aber es ist in diesen Wochen längst die Devise der ganzen Mannschaft: nicht nachlassen, dranbleiben. "Wir haben uns step by step entwickelt", sagt Dardai, der die Mannschaft Anfang Februar auf Platz 17 übernommen hatte und nun auf Platz drei in die Winterpause führen will. "Wir haben letzte Saison angefangen mit der Defensive, dann kam die Fitness, dann kam der Ballbesitz und die Offensive. Jetzt haben wir einen schönen, riesigen Korb, wo alles drin ist. Die Mannschaft weiß, was sie gegen den Ball machen muss und was sie mit Ball machen muss. Es ist für uns jetzt einfacher, aber wir dürfen nicht zufrieden sein."

Er predigt es der Mannschaft jeden Tag. Er hält die Spannung und die Gier hoch - und dosiert die Belastung. Der Laufeinheit am Donnerstag, bei der Keeper Rune Jarstein (Rückenprobleme) fehlte, folgt am Freitag die Video-Analyse des nächsten Gegners Mainz. Am Sonntag dann will Hertha den Schlusspunkt unter eine schon jetzt imposante Hinrunde setzen.

Steffen Rohr

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weitere Infos zu Brooks

Vorname:John Anthony
Nachname:Brooks
Nation: Deutschland
  USA
Verein:Hertha BSC
Geboren am:28.01.1993

1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München46:846
 
2Borussia Dortmund47:2338
 
3Hertha BSC26:1832
 
4Bor. Mönchengladbach34:3029
 
5Bayer 04 Leverkusen25:2027
 
6FC Schalke 0423:2327
 
7VfL Wolfsburg26:2126
 
81. FSV Mainz 0523:2324
 
91. FC Köln18:2124
 
10Hamburger SV19:2322
 
11FC Ingolstadt 0411:1820
 
12FC Augsburg21:2619
 
13SV Darmstadt 9817:2618
 
14Eintracht Frankfurt21:2817
 
15VfB Stuttgart22:3715
 
16Werder Bremen17:3215
 
17Hannover 9618:2914
 
18TSG Hoffenheim17:2513

weitere Infos zu Dardai

Vorname:Pal
Nachname:Dardai
Nation: Ungarn
Verein:Hertha BSC


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