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16.12.2015, 00:05

Bremen baut Serie aus und glänzt vor allem offensiv

Werder-Wahnsinn macht vor allem Pizarro stolz

Werder Bremen hat im DFB-Pokal ein Ausrufezeichen gesetzt! In einem furiosen und aufgrund der vielen Offensivaktionen an alte SVW-Glanzzeiten erinnernden Spiel in Gladbach setzten sich die Nordlichter mit 4:3 (0:1) durch. Die zuletzt sichtlich hemmende Abstiegsangst aus der Bundesliga war wie weggeblasen. Bemerkenswert: Stürmer Claudio Pizarro spielte nicht nur zum zweiten Mal 90 Minuten durch, sondern glänzte auch mit einem wichtigen Treffer und reichlich guten Aktionen.

Claudio Pizarro
Treffsicher: Claudio Pizarro zeigte mal wieder über 90 Minuten, was Werder an ihm hat.
© picture allianceZoomansicht

Sieben Tore in einem packenden Pokal-Fight wie vor 31 Jahren beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Klubs (damals sogar neun Tore beim 5:4 für Gladbach n.V.) und ein deutliches Lebenszeichen von Werder Bremen: Das alles stand am Dienstagabend nach dem spektakulären 4:3 für die Werderaner in Gladbach fest. Vor 53.106 Zuschauern im Borussia-Park schoss das Sturm-Duo Claudio Pizarro (75.) und Anthony Ujah (78.) in der packenden Schlussphase den insgesamt aufgrund einer tollen Offensivleistung verdienten Sieg heraus. Zuvor hatten der oftmals antreibende Janek Sternberg (52.) und Jannik Vestergaard (58.) die ersten beiden Treffer erzielt. Die Gladbacher Tore verbuchten derweil Lars Stindl (32.) und der eingewechselte Doppelpacker Branimir Hrgota (73. und 90.+3).

Skripnik: "Das ist Wahnsinn für uns"

"Wir sind natürlich überglücklich, so eine gute Mannschaft zu schlagen. Und dann noch auswärts mit vier Toren", sagte Werder-Coach Viktor Skripnik im Anschluss, um erleichtert anzufügen: "Das ist Wahnsinn für uns. Die Mannschaft hat an sich geglaubt, sehr gut und effektiv gespielt. Solche Spiele bringen uns weiter."

Auch Manager Thomas Eichin konnte sich nach zuletzt vier Pflichtspielen ohne Sieg, darunter das heftige 0:6 in Wolfsburg, wieder freuen: "Natürlich bin ich stolz. Das war auch finanziell ein wichtiger Sieg für den Verein. Jetzt hoffe ich in der nächsten Runde auf ein Heimspiel."

27 Auswärtsspiele in Folge

Mit dem spektakulären 4:3, das aufgrund der offensiven Gangart über 90 Minuten an alte Zeiten an der Weser erinnerte, baute Werder Bremen auch eine eindrucksvolle Serie aus: Seit 2003 trafen die Grün-Weißen in jedem ihrer 27 DFB-Pokal-Auswärtsspiele - einmaliger Rekord in diesem Wettbewerb.

SV Werder Bremen
Feierte nach sechs Jahren wieder eine Viertelfinalteilnahme: der SV Werder Bremen.
© Getty ImagesZoomansicht

Und: Nach zuletzt schwachen Jahren im DFB-Pokal (2012, 2013 und 2014 sogar dreimal Erstrunden-Aus) steht der Nordklub nach insgesamt sechs Jahren wieder im Viertelfinale. Damals 2009/10 war für den sechsmaligen Pokalsieger erst im Finale gegen Bayern mit 0:4 Endstation.

"Man hat gesehen, dass wir von der ersten Minute an dran waren", äußerte sich Sternberg auf der Vereinswebsite. "Jeder ist die Wege gegangen, die wehtun, und hat sich für den anderen aufgeopfert. Das war der Schlüssel zum Sieg." Kapitän Clemens Fritz, der nach der Pause nach einem Schlag auf den Oberschenkel ausgewechselt werden musste und von keiner gravierenden Verletzung ausgeht, ergänzte: "Wir haben uns für unseren Mut belohnt."

Pizarro und Ujah auch künftig?

"Die ganze Mannschaft hat zusammengehalten, das macht mich sehr stolz", sagte Torschütze Pizarro - mit seinem zweiten Spiel in dieser Saison über 90 Minuten konnte der Peruaner auch auf sich selbst stolz sein. Der 37-Jährige zeigte viele gute Aktionen und erwies sich durchaus auch für das anstehende Bundesliga-Duell in Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr) als Alternative für eine Doppelspitze mit dem ebenfalls treffsicheren Ujah.

Spielbericht

Das sieht dieser genauso: "Wenn wir beide zusammenspielen und einen guten Tag haben, dann ist es schwer für jeden Gegner. Heute haben wir gegen ein Top-Team gezeigt, dass wir zusammenspielen können. Ich bin sehr glücklich, dass Claudio ein Tor gemacht hat. Er wird uns in der Rückrunde noch oft helfen, wenn er die ganze Vorbereitung absolviert hat."

mag

DFB-Pokal, 2015/16, Achtelfinale
Bor. Mönchengladbach - Werder Bremen 3:4
Bor. Mönchengladbach - Werder Bremen 3:4
Gute Laune

Obwohl Alejandro Galvez zunächst auf der Bank Platz nehmen muss, zeigt er sich vor dem Spiel gut gelaunt.
© imago

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16.12.15
 
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weitere Infos zu Pizarro

Vorname:Claudio
Nachname:Pizarro
Nation: Italien
  Peru
Verein:Werder Bremen
Geboren am:03.10.1978

weitere Infos zu Ujah

Vorname:Anthony
Nachname:Ujah
Nation: Nigeria
Verein:Werder Bremen
Geboren am:14.10.1990

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Vorname:Janek
Nachname:Sternberg
Nation: Deutschland
Verein:Werder Bremen
Geboren am:19.10.1992

weitere Infos zu Fritz

Vorname:Clemens
Nachname:Fritz
Nation: Deutschland
Verein:Werder Bremen
Geboren am:07.12.1980

weitere Infos zu Skripnik

Vorname:Viktor
Nachname:Skripnik
Nation: Ukraine
Verein:Werder Bremen