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11.12.2015, 00:31

Augsburg darf auf einen Kracher hoffen

Der FCA reist weiter durch Europa

Das Abenteuer Europa geht weiter! Nach dem sensationellen 3:1 im Gruppen-Endspiel bei Partizan Belgrad steht der FC Augsburg in der Zwischenrunde der Europa League. Der Held des Abends war erneut Raul Bobadilla, der das Augsburger Wunder mit seinem späten Treffer perfekt machte. Nun darf der FCA auf einen echten Kracher hoffen.

Markus Weinzierl freut sich mit Daniel Baier und Co-Trainer Wolfgang Beller über den Einzug in die Zwischenrunde.
Markus Weinzierl freut sich mit Daniel Baier und Co-Trainer Wolfgang Beller über den Einzug in die Zwischenrunde.
© imagoZoomansicht

"Wir sind überglücklich", sagte FCA-Trainer Markus Weinzierl nach dem Krimi im Hexenkessel von Belgrad. "Es hat uns keiner zugetraut, dass wir hier 3:1 gewinnen - außer wir selbst. Kompliment an meine Mannschaft, sie hat sich für den großen Aufwand belohnt. Sie hat ihr Ding durchgezogen und im richtigen Moment die Tore gemacht."

Auch Bobadilla sprühte am Sky-Mikrofon vor Freude: "Es ist einfach überragend, was wir heute geschafft haben, mit diesem Willen, mit dieser Leidenschaft. Wir haben daran geglaubt. Das ist einfach geil."

Es gehe "um den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte", hatte Weinzierl vor der Partie betont. Den machte sein Team am Mittwoch perfekt. Weil es sich weder durch den frühen Rückstand noch durch die Verletzung von Jan-Ingwer Callsen-Bracker den Glauben ans Weiterkommen nehmen ließ. Weil es in einem packenden Spiel bis zum Schluss aufopferungsvoll kämpfte. Weil es effizient war und aus fünf Chancen drei Tore machte.

Der eingewechselte Jeong-Ho Hong traf bei seinem Comeback nach Verletzungspause per Kopf und stabilisierte anschließend mit einer starken Leistung die Defensive. Paul Verhagh erzielte, glänzend eingesetzt von Daniel Baier, die Führung. Der fulminante Schlusspunkt war wieder einmal dem Mann vorbehalten, der bei den Augsburger Europapokalabenden so oft im Mittelpunkt steht. Raul Bobadilla drückte den Ball in der 89. Minute per Kopf über die Linie, es war sein sechster Treffer im laufenden Wettbewerb.

Das Last-Minute-Tor zum 3:1 ließ die FCA-Verantwortlichen am Spielfeldrand im Kreis hüpfen. Bobadilla riss sich das Trikot vom Körper, das T-Shirt darunter zeigte ein Foto seines kürzlich geborenen Sohnes. Die fällige Gelbe Karte verzieh Weinzierl seinem Goalgetter sofort: "Wenn er das Tor macht, darf er jubeln. Das werden wir verkraften", meinte der Trainer. Für Bobadilla ist es die zweite Verwarnung im Europapokal, erst bei einer dritten müsste er ein Spiel aussetzen.

Doch damit beschäftigte sich an diesem Abend in Belgrad niemand. Der Jubel über das Weiterkommen überstrahlte alles. "Es ist sensationell, dass wir das geschafft haben", meinte Kapitän Verhaegh. "Das dürfen wir kurz genießen." Schon am Sonntag holt den FCA aber der Abstiegskampf in der Liga wieder ein, dann ist Schalke 04 in der Augsburger Arena zu Gast.

Einen Tag später findet in Nyon die Auslosung zur Zwischenrunde der Europa League statt. Als Gruppenzweiter trifft Augsburg entweder auf einen der zwölf Gruppensieger aus der Europa League oder auf einen der vier besten Drittplatzierten aus der Champions League. Möglich sind Duelle mit Manchester United, dem FC Liverpool, dem FC Porto oder dem SSC Neapel. Der FCA darf also auf einen echten Kracher hoffen.

David Bernreuther

Europa League, 2015/16, Gruppenphase, 6. Spieltag
Partizan Belgrad - FC Augsburg 1:3
Partizan Belgrad - FC Augsburg 1:3
Frühes Tor

Partizan freut sich über das 1:0.
© Getty Images

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