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01.12.2015, 11:42

Wer entscheidet: Aktueller oder neuer Vorstand?

TV-Geld: Klubs entscheiden nicht über die Verteilung

Die Vertreter der 36 Profiklubs werden auf der Mitgliederversammlung des Ligaverbandes am Mittwoch in Frankfurt am Main keine Entscheidung über die künftige Verteilung der Fernsehgelder treffen können. Diese Entscheidung obliegt laut Satzung allein dem Ligavorstand um Präsident Dr. Reinhard Rauball, der sich ein Meinungsbild verschaffen wird.

Dr. Reinhard Rauball
Eindringlicher Appell zur Beendigung des Streits um das TV-Geld: Dr. Reinhard Rauball.
© imagoZoomansicht

Die Klubs werden mit Sicherheit auch heftig darüber diskutieren, ob der Verteilungsschlüssel für den neuen TV-Vertrag, der ab der Saison 2017/18 zur Geltung kommt, vor oder nach Vertragsabschluss erfolgen soll. Voraussichtlich im Januar wird die DFL die Ausschreibung starten, spätestens im Mai 2016 soll der neue Vertrag geschlossen werden.

Eine Kernfrage beschäftigt viele Klubvertreter: Soll der amtierende Ligavorstand den Verteilungsschlüssel festlegen oder der im August 2016 zu wählende neue Vorstand. Bevor der FC St. Pauli mit Schreiben vom 10. November seinen seit Tagen heftig diskutierten Antrag auf Ausschluss der von Investoren mehrheitsbestimmten Klubs von der Verteilung der TV-Honorare stellte, hatte der Zweitligist bereits einen anderen Antrag an den Ligavorstand gerichtet. Darin forderten die Hamburger, dass erst der neue Ligavorstand die Entscheidung über die Verteilung der Gelder treffen soll.

Dieser Antrag wurde vom aktuellen Vorstand mit Präsident Rauball (Borussia Dortmund) und seinen Kollegen Peter Peters (Schalke 04), Harald Strutz (Mainz 05), Klaus Filbry (Werder Bremen), Helmut Hack (Greuther Fürth), Karl Hopfner (Bayern München) und DFL-Boss Christian Seifert abgewiesen. Der vor zwei Wochen in den Vorstand berufene Stefan Kuntz (1. FC Kaiserslautern) gehörte bei dieser Entscheidung dem Gremium noch nicht an.

Berechtigt heißt es im Ligavorstand, dass mit dem Vorhaben der Hamburger schon heute ein Wahlkampf eröffnet worden wäre für die Vorstandswahlen in knapp einem Jahr. Deren Ausgang wäre dann gegebenenfalls allein von dem Thema der Vergabe der Fernsehgelder abhängig gewesen.

Streit um TV-Geld irritiert aktuelle und potenzielle neue Partner

Ligapräsident Rauball und DFL-Geschäftsführer Seifert werden am Mittwoch einen eindringlichen Appell an die Profiklubs richten, den öffentlichen Streit um die Gelder zu beenden. In den vergangenen Tagen haben sich die aktuellen Partner der DFL ebenso wie Interessenten für den Erwerb der Rechte ab Sommer 2017 sehr irritiert gezeigt über den Krach um die Kohle. Zumal noch niemand weiß, in welcher Größenordnung der neue TV-Vertrag ausfallen wird. Mit großem Interesse verfolgt man auch beim Bundeskartellamt die Auseinandersetzung der Klubs und Kapitalgesellschaften.

Die offensichtliche Geldgier könnte für die Klubs in den bevorstehenden Verhandlungen mit den interessierten Medienunternehmen zu einem Eigentor werden. Nicht zuletzt deshalb, weil sich die aktuellen Partner der Liga in dieser Diskussion beschädigt fühlen.

Rainer Franzke

 

10 Leserkommentare

Juno2015
Beitrag melden
03.12.2015 | 17:20

Die Ausführungen von Ossisailor gehen in die richtige Richtung. Die Verteilung der TV Gelder sollte [...]
GasthausZumDeutschen
Beitrag melden
02.12.2015 | 08:40

@Fussballbeobachter

Das sind ja schöne Argumente die Sie da aufgelistet haben. Und alle treffen auf Darmstadt 98 NICHT zu! [...]
Fussballbeobachter
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02.12.2015 | 01:08

Traditionsclubs

Richtig, Kickers Offenbach ist ein Traditionsclub.

Darmstadt übrigens auch.

Wie misst m[...]
Sonnenloewe
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01.12.2015 | 23:02

man stelle sich mal vor:

da steigen zwei Vereine in die Bundesliga auf
Beide kommen aus Stä[...]
Ossisailor
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01.12.2015 | 17:18

Wer bekommt wieveil TV-Geld?

Damit auch hier jeder weiß, um welche Summen es geht: Hier mal die Verteilung der TV-Gelder für die [...]

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