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26.11.2015, 13:18

Darmstadt: Woher der Lilien-Coach Peter Stöger kennt

Schusters Erinnerungen an turbulente Zeiten in Köln

Die Partie gegen den 1. FC Köln am Freitagabend weckt bei Dirk Schuster nicht nur sportlichen Ehrgeiz, sondern auch Erinnerungen an eine wenig ruhmreiche Zeit in seiner Spielerkarriere. Von 1997 bis 1999 schnürte der eisenharte Verteidiger für die Rheinländer die Fußballschuhe. Die Turbulenzen rund um den FC in dieser Zeit empfindet er rückblickend allerdings durchaus als wertvolle Erfahrung.

Dirk Schuster
Hat eine gemeinsame Vergangenheit mit Peter Stöger beim VfB Admira Wacker Mödling: Lilien-Trainer Dirk Schuster.
© Getty ImagesZoomansicht

Als Schuster auf der obligatorischen Spieltagspressekonferenz am Mittwochnachmittag die sportlichen Stärken des 1. FC Köln erklärte, dauerte es nicht lange, bis er auf den wohl wichtigsten Erfolgsfaktor zu sprechen kam: die Ruhe im Verein. FC-Trainer Peter Stöger und Sportdirektor Jörg Schmadtke haben das geschafft, woran etliche ihrer Vorgänger scheiterten: Den Verein ungeachtet des in Köln naturgemäß hektischen Umfelds in ruhiges Fahrwasser zu führen. Diese Leistung nötigt Schuster "viel mehr Respekt" ab, als der jüngste Auswärtssieg in Leverkusen.

Ruhe und Gelassenheit beim "Effzeh"? "Das war nicht immer so", weiß Schuster. Der 47-Jährige erlebte 1997 gewissermaßen einen Kulturschock, als er vom Karlsruher SC zum 1. FC Köln wechselte.

Vom beschaulichen Baden in die große Stadt Köln

"Es waren zwei lehrreiche Jahre. Im beschaulichen Baden konnte man in Ruhe arbeiten, von außen wurde kein großer Druck aufgebaut und es wurde nicht so viel über die Mannschaft geschrieben. Dann in die große Medienstadt Köln zu kommen, wo es vier, fünf große Tageszeitungen gibt, die Tag für Tag einen anderen Aufmacher brauchten und brachten, damit umzugehen, das war am Anfang nicht ganz einfach für mich und eine Umstellung", erinnert sich der Fußballlehrer. 33 Spiele absolvierte er 1997/98, doch den ersten Abstieg in der Vereinsgeschichte konnte er nicht verhindern.

Im Jahr darauf verpasste der FC den Wiederaufstieg, Schuster wechselte anschließend zu Antalyaspor. "Sportlich sind das leider weniger gute Erinnerungen. Auch die Trainer haben sich damals die Klinke in die Hand gegeben, Peter Neururer, Lorenz-Günther Köstner, Bernd Schuster, Ewald Lienen. Trotzdem habe ich sehr viel mitgenommen und noch den einen oder anderen Freund in Köln, mit dem ich regelmäßig telefoniere", erzählt der Coach.

Dirk Schuster
Lautstarke Anweisungen gab Dirk Schuster schon als Spieler beim 1. FC Köln.
© imago

Schmäh, Zielstrebigkeit, Akribie - Schuster beschreibt Stöger

Mit Stöger trifft er am Freitag übrigens auf einen alten Bekannten. Im Jahr 2000 spielten beide zusammen in Österreich für den VfB Admira Wacker Mödling. "Ich hatte das große Glück, ihn kennenlernen zu dürfen. So wie er da als Fußballer aufgetreten ist, mit seinem gewissen Schmäh und mit sehr viel Zielstrebigkeit und Akribie, so ist er jetzt auch als Trainer", sagt Schuster. Auf die Frage, wie lange beide zusammenspielten, fängt nicht nur der Lilien-Coach laut an zu lachen: "Das waren nur fünf oder sechs Wochen. Meine Zeit bei der Admira war nicht so lang. Aber Peter hat auf mich einen bleibenden Eindruck hinterlassen."

Julian Franzke

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26.11.15
 
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weitere Infos zu Schuster

Vorname:Dirk
Nachname:Schuster
Nation: Deutschland
Verein:SV Darmstadt 98

weitere Infos zu Stöger

Vorname:Peter
Nachname:Stöger
Nation: Österreich
Verein:1. FC Köln