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19.11.2015, 16:30

Bundesligisten reagieren mit neuen Sicherheitsvorkehrungen

Ticker: Marseillaise vor allen Premier-League-Spielen

Nach den Anschlägen von Paris und der Terrorwarnung in Hannover werden die Bundesligisten bei ihren Heimspielen auf die neue Sicherheitslage reagieren. Der FC Bayern etwa kündigte intensivere und umfassende Personenkontrollen an. Der Manager der Augsburger riet den Fans zu einer zeitigen Anreise. Schalke-Boss Tönnies fordert den Einsatz von Körperscannern in Bundesligastadien. Arsenal-Coach Wenger kritisierte unterdessen die Länderspielabsage. Die aktuelle Entwicklung im Ticker...

+++ 16.30 Uhr: Marseillaise vor allen Premier-League-Spielen +++
Vor allen zehn Partien der Premier League am Wochenende soll die französische Nationalhymne gespielt werden. In der Liga stehen 72 französische Profis unter Vertrag. Die Marseillaise wurde als Solidaritäts-Geste bereits vor dem Länderspiel zwischen England und Frankreich am Dienstag von allen Fans und Spielern im Londoner Wembleystadion gesungen.

+++ 16.00 Uhr: Wenger: Deutschland hat bei Absage überreagiert +++
Arsenal-Trainer Arsene Wenger hat Kritik an der Absage des Länderspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover geübt. "Die Gefahr in so einer Situation ist, ein wenig überzureagieren. Und ich glaube, dass das passiert ist", sagte der Franzose bei einer Pressekonferenz am Donnerstag und forderte, das öffentliche Leben trotz der Terroranschläge in Paris mit 129 Toten nicht zu beschränken. "Unser Weg muss sein, unser Leben weiterzuleben und der Situation auf eine positive Weise zu begegnen."

+++ 15.00 Uhr: Sagnol: "Es wird ein langer Prozess" +++

Willy Sagnol
Muss beim Auswärtsspiel am Wochenende wie alle Gästeteams in der Ligue 1 auf die Unterstützung eigener Fans verzichten: Willy Sagnol, Trainer von Girondins Bordeaux.
© Getty Images

Der 14. Spieltag in der französischen Ligue 1 soll trotz der jüngsten Ereignisse planmäßig ablaufen. "Leider haben wir alle diese schrecklichen Gedanken im Hinterkopf, aber das Leben muss weitergehen, und der Fußball ist wie das Leben", sagt der einstige Bayern-Verteidiger Willy Sagnol. Als Trainer von Girondins Bordeaux tritt er am Sonntag in Rennes an, wie alle Gästeteams muss er auf die Unterstützung eigener Fans verzichten, sie dürfen nicht mitreisen. "Alle in Frankreich sind einig, dass wir weiterspielen müssen", sagt Sagnol, "aber wir wissen, dass es ein langer Prozess gegen den Terror wird."

+++ 14.30 Uhr: Derzeit keine Anzeichen für Gefahrenlage beim Top-Spiel +++
Für das Top-Spiel des FC Schalke gegen den FC Bayern am Samstagabend (18.30 Uhr) sind nach aktuellem Stand offenbar keine über das übliche Maß hinausgehenden Sicherheitsmaßnahmen geplant. Wie Schalkes Pressesprecher Thomas Spiegel erklärte, werde man die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Partie in Abstimmung mit den zuständigen Behörden anpassen, falls es Anzeichen für eine Gefahrenlage gebe. "Aber das ist derzeit nicht der Fall", sagte Spiegel am Donnerstag.

+++ 14.00 Uhr: Belgien: Verschärfte Kontrollen, kein Kindertag +++
Wegen der Verbindung der Pariser Attentäter nach Brüssel gilt für alle Groß- und Sportveranstaltungen in Belgien die zweithöchste Terrorwarnstufe. Mehrere Klubs haben deshalb verschärfte Zugangskontrollen angekündigt. Ein Stopp des Spielbetriebs komme aber nicht infrage, erklärte Pierre Francois, Chef des Profiligen-Verbands. "Wir hoffen sogar, dass möglichst viele Fans in die Stadien strömen, um zu zeigen, dass unser tägliches Leben weitergeht." RSC Anderlecht aber hat seinen für Sonntag geplanten Fan-Tag für seine jüngsten Anhänger verschoben.

+++ 12.40 Uhr: Schalke-Boss Tönnies fordert Körperscanner +++

Clemens Tönnies
Für Körperscanner in Bundesligastadien: Clemens Tönnies, Aufsichtsratschef von Schalke 04.
© Getty Images

Aufsichtsratschef Clemens Tönnies von Schalke 04 hat sich für den Einsatz von Körperscannern bei den Einlasskontrollen in Stadien ausgesprochen. "Die Einlasskontrollen an den Stadien müssen weiter intensiviert, mit Durchgangs-Scannern optimiert werden", sagte er der "Bild"-Zeitung.

+++ 12.00 Uhr: Erhöhte Polizeipräsenz in der Premier League +++
Auch die Premier League wird mit deutlich erhöhter Polizeipräsenz und strengeren Sicherheitskontrollen auf die Geschehnisse reagieren. Die Fans müssen sich am Wochenende auf eine Vielzahl an Taschen-Durchsuchungen vor den Stadien einstellen. Derzeit gilt in Großbritannien die zweithöchste Gefahrenstufe. Nach Informationen der Boulevardzeitung "The Sun" planen einige Klubs, die französische Profis unter Vertrag haben, vor dem Anpfiff die Marseillaise abzuspielen.

+++ 11.28 Uhr: FCA-Manager rät zu zeitiger Anreise +++
Stefan Reuter, Manager des FC Augsburg, hat den Fans in der Bundesliga zu einer zeitigen Anreise bei den nächsten Partien geraten: "Ich glaube, dass die Zuschauer einen Tick früher zum Spiel kommen müssen, weil es sicher verschärfte Sicherheitskontrollen geben wird und die gewissenhaft durchgeführt werden. Da muss man sich drauf einstellen." Er erinnerte sich auch an die Terroranschläge vom 11. September 2001: "Ich habe das damals selbst als Spieler erlebt, als es den Angriff auf das World Trader Center gab. Wir hatten mit Borussia Dortmund in Kiew ein Spiel am Abend. Am nächsten Tag sind dann die Spiele abgesagt worden. Da hast du natürlich ein ganz komisches Gefühl und hoffst, dass du sicher und gut nach Hause kommst."

+++ 11.00 Uhr: FCB kündigt intensivere Personenkontrollen an +++

Allianz Arena
Beim nächsten Heimspiel der Münchner am Dienstag in der Champions League gegen Olympiakos Piräus wird es zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen geben.
© picture alliance

Der FC Bayern München wird bei seinen Heimspielen auf die neue Sicherheitslage reagieren. In Abstimmung mit der Polizei wird es in der Allianz Arena zusätzliche und veränderte Sicherheitsvorkehrungen geben. "Ich kann bestätigen, dass es künftig intensivere und umfassende Personenkontrollen geben wird", erklärte Jan-Christian Dreesen, der als stellvertretender Vorstandsvorsitzender des deutschen Rekordmeisters für das Thema Sicherheit zuständig ist. "Unsere Fans und alle Zuschauer bitten wir um Verständnis dafür, dass es am Einlass zu Verzögerungen kommen kann", erklärte Dreesen.

+++ 10.30 Uhr: DFB-Interimschef Koch: Sicherheit hat Priorität +++
DFB-Interimspräsident Rainer Koch will die Bundesliga-Spiele nicht um jeden Preis austragen lassen. Sicherheit habe "oberste Priorität", eine Partie werde nur dann angesetzt, wenn alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten würden, sagte Koch am Donnerstag dem Radiosender Bayern 2.

+++ 10.08 Uhr: Kölns Keeper Horn: "Wollen auf jeden Fall spielen" +++
Die Terroranschläge von Paris und die Länderspielabsage von Hannover lassen auch die Profis des FC Köln nicht kalt. "Da macht man sich schon Gedanken", gewährt Torhüter Timo Horn einen Einblick in seine Gefühlswelt. Dennoch oder gerade deswegen plädiert er dafür, sich nicht der Aggression der Attentäter zu beugen. "Wir wollen auf jeden Fall spielen", sagt der 22-Jährige.

cfl/dpa/rei/kw

 
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