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18.11.2015, 23:10

Vor zehn Jahren am Mainzer Bruchweg

Noveskis kurioser Dreierpack

Es war eine der spektakulärsten Partien der damals noch jungen Bundesliga-Geschichte des 1. FSV Mainz 05. Und sie ist untrennbar mit dem Mann verbunden, den die Rheinhessen zum Abschluss der Vorsaison mit großen Emotionen verabschiedet haben. Nikolce Noveski traf beim Hinrunden-2:2 2005/06 gegen Eintracht Frankfurt zuerst ins eigene Tor. Doppelt, wohlgemerkt. Und dann zum Anschluss. Ein ganz besonderes Spiel des großen Schweigers.

Nikolce Noveski
Erst zwei Eigentore, dann die Aufholjagd eingeläutet: Der frühere Mainzer Nikolce Noveski.
© imagoZoomansicht

Und wie immer in seiner Karriere übte er sich auch nach dem denkwürdigen Remis, das sich an diesem Donnerstag zum zehnten Mal jährt, eher in Bescheidenheit denn in bedeutungsschwangeren Worten: "Es tut mir leid."

Ein Satz so einfach und bodenständig wie der heute 36-Jährige selbst, auf dem Feld stets ein Musterbeispiel für Verlässlichkeit. Doch an jenem 19. November 2005 erlebte Noveski wahrlich eine "besondere" Anfangsphase. Erst fälschte er eine Ecke von Francisco Copado ins eigene Tor ab (3.). Dann, gerade 180 Sekunden nach dem ersten Missgeschick, lenkte er einen Schuss von Patrick Ochs an Torwart Dimo Wache vorbei zum 0:2 (6.).

Die 20.300 Zuschauer am Bruchweg mochten ihren eigenen Augen nicht trauen, zumal die Mainzer den Rest des ersten Durchgangs in einer Art Schockstarre verbrachten. "Die Mannschaft war verunsichert und fand so überhaupt nicht ins Spiel", gab sich der Mazedonier hinterher die Hauptschuld am FSV-Totalversagen in den ersten 45 Minuten.

Erst Trainer Jürgen Klopp riss die Nullfünfer aus ihrer Lethargie. "Es war schon sehr laut in der Kabine", gab Petr Ruman unverhohlen zu. Es folgte der große Auftritt der Bank von Bitola, wie die Mainzer Fans den Ehrenspielführer frei nach seinem Geburtsort nennen: Erst traf der Innenverteidiger den Pfosten, dann per Kopf zum Anschluss (70.).

Nikolce hat immer denselben Gemütszustand - den haut so etwas nicht um.Manuel Friedrich

Dass Ruman in der 90. Minute das 2:2 besorgte, wird selbst dem so ruhigen Noveski, mit sechs Treffern gemeinsam mit Manni Kaltz Eigentor-Rekordschütze der Bundesliga, einen Gänsehaut-Moment beschert haben. Auch wenn Nebenmann Manuel Friedrich zum Eigentordoppelpack Noveskis bemerkte: "Nikolce hat immer denselben Gemütszustand - den haut so etwas nicht um."

Benni Hofmann

 
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Vereinsdaten

Vereinsname:1. FSV Mainz 05
Gründungsdatum:16.03.1905
Mitglieder:13.500 (01.07.2017)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:Isaac-Fulda-Allee 5
55124 Mainz
Telefon: (0 61 31) 37 55 00
Telefax: (0 61 31) 37 55 033
E-Mail: info@mainz05.de
Internet:http://www.mainz05.de


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