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18.10.2015, 19:22

Bayern siegt weiter - Schalke gewinnt Topspiel

VfB und 96 jubeln über irreguläre 1:0-Siege

Köln kassierte am Sonntagnachmittag eine bittere 0:1-Pleite gegen Hannover, Schlusslicht Stuttgart feierte gegen Ingolstadt den ersten Heimsieg - dank eines Abseitstores. Am Samstag feierte der FC Bayern bei Bremen seinen neunten Sieg (Bundesliga-Startrekord). Das Topspiel zwischen Schalke und Hertha endete 2:1. Einen hart erkämpften 4:2-Erfolg fuhr Wolfsburg dank Dreierpacker Kruse ein. Darmstadt überraschte das kriselnde Augsburg. Am Abend hatte Frankfurt gegen Gladbach keine Chance.

96 siegt zum zweiten Mal in Serie - Irreguläres Tor durch Andreasen

Hannovers Andreasen netzt ein - allerdings mit dem rechten Arm.
Hannovers Andreasen netzt ein - allerdings mit dem rechten Arm.
© Getty ImagesZoomansicht

Der 1. FC Köln kassierte am Sonntagnachmittag eine ganz bittere 0:1-Niederlage gegen Hannover 96. Die Niedersachsen jubelten durch ein irreguläres Tor von Andreasen, der den Ball nach einer Ecke mit dem aktiv ausgefahrenen rechten Unterarm über die Linie bugsierte. Bis zu diesem Gegentor in der 38. Minute agierte der Geißbock-Klub klar feldüberlegen. Mit einigen flott vorgetragenen Angriffen drängte die Stöger-Elf auf die Führung, doch entweder stand 96-Torwart Zieler richtig oder die letzte Entschlossenheit fehlte bei Modeste & Co. Im zweiten Durchgang gestaltete die Frontzeck das Geschehen ausgeglichen, der FC versuchte Druck aufzubauen, die Hannoveraner lauerten auf Konter. Nach knapp einer Stunde brachte Stöger mit Zoller und Jojic frische Kräfte. Die Aktionen der Hausherren wurden damit wieder etwas zielstrebiger, Zieler parierte Modestes Kopfball und Jojics Freistoß. Ruppiger wurde die Partie im letzten Drittel ebenfalls, Modeste, Schulz und Zieler gerieten einige Mal aneinander. Hosiner hatte kurz nach seiner Einwechslung die große Ausgleichschance, doch wieder war Zieler zur Stelle. Letztlich war es der 96-Keeper, der den zweiten Dreier in Folge für die 96er sicherte.

Didavis Abseitstor sorgt für Zornigers ersten Heimsieg

Didavi streichelt den Ball aus dem Abseits ins Ingolstädter Tor.
Didavi streichelt den Ball aus dem Abseits ins Ingolstädter Tor.
© Getty Images

Im zweiten Sonntagsspiel gewann der VfB Stuttgart gegen FC Ingolstadt mit 1:0 dank eines Abseitstores von Didavi. Schon früh hatte der Aufsteiger aus Oberbayern in Front gehen können, als VfB-Kapitän Harnik Hübner im Strafraum umtrat, doch Leckie scheiterte mit dem fälligen Strafstoß an Stuttgarts Torwart Tyton. Für die Schwaben hatten in einem weitestgehend ereignislosen ersten Abschnitt Werner und Didavi den Torschrei auf den Lippen - beide Male stand ihnen FCI-Keeper Özcan im Weg. Im zweiten Durchgang brachte Ingolstadts Coach Ralph Hasenhüttl Hartmann, doch besonders viel tat sich zunächst nicht in den beiden Torräumen. Stuttgarts Techniker Maxim schlenzte den Ball weit drüber, das war es an Chancen bis zur 59. Minute. Dann aber kurvte VfB-Abwehrmann Klein nach innen und zog mit links ab, der im Abseits stehende Didavi streifte den Ball noch minimal am Fünfer - Özcan war geschlagen. Nach dem Gegentor öffnete Ingolstadt postwendend das Visier, doch Groß und Hartmann scheiterten zweimal an Tyton. Unter dem Strich blieb es bei der bitteren, ersten Auswärtspleite des FCI. Der VfB dagegen feiert den ersten Heimsieg unter Trainer Zorniger.

Müller: Mit dem neunten Tor zum neunten Sieg - Rekord!

Müller lässt Wiedwald keine Chance.
Müller lässt Wiedwald keine Chance.
© Getty ImagesZoomansicht

Der FC Bayern zieht an der Spitze der Bundesliga seine einsamen Kreise. Die Münchner gewannen am Samstag auch das neunte Ligaspiel in Serie (Bundesliga-Startrekord), diesmal 1:0 beim SV Werder. Im ersten Abschnitt stemmte sich die Skripnik-Elf gegen die individuell klar besser besetzten Bayern mit viel Engagement, doch in einer Szene entwischte der Bremer Hintermannschaft Müller doch. Mit seinem neunten Saisontor brachte der Nationalspieler die Guardiola-Elf auf die Siegerstraße. Der verletzungsbedingt beeinträchtigte Rekordmeister verwaltete nach dem Tor den Vorsprung gegen in der Offensive zu harmlose Hanseaten. Im zweiten Abschnitt setzte sich der Ballbesitzfußball der Bayern (1. Halbzeit 82 Prozent) nahtlos fort. Werder stand hinten drin, unfähig ein Konterspiel aufzuziehen, und die Münchner investierten nicht mehr, als nötig. Ujah hatte gegen Neuer eine Möglichkeit, aber der Nationalkeeper war auf dem Posten, auf der Gegenseite hatte Wiedwald Glück, dass seine Aktion gegen Lewandowski nicht mit Elfmeter geahndet wurde. In der packenden Schlussphase verzeichneten auch die Norddeutschen ihre Offensivaktionen, doch zu einem Zähler reichte es trotz Pizarros Einwechslung nicht.

Ibisevic fliegt - Kalou schockt, Meyer schlägt zurück

Im Duell des Tabellendritten Schalke gegen den Vierten Hertha BSC war alles ausgeglichen, bis in der 18. Minute Ibisevic den Schalker Max umtrat und glatt Rot dafür sah. Neun Minuten später gingen die Königsblauen durch Kapitän Höwedes in Führung, als der Abwehrspieler eine Geis-Ecke wuchtig einnickte. Mit der Führung im Rücken erspielte sich die Breitenreiter-Elf ein klares Übergewicht und verdiente sich die Pausenführung eindeutig. Im zweiten Abschnitt änderte sich wenig. In Unterzahl konnten die Berliner die Schalker kaum einmal in Bedrängnis bringen, die Knappen indes versuchten ruhig auf den zweiten Treffer zu spielen. Hertha-Keeper Jarstein hatte bei zwei Slapstick-Einlagen Glück, doch aus dem Nichts hatte dann plötzlich Weiser die Ausgleichschance, aber der Berliner traf nur den Außenpfosten. Offensichtlich hatte die Dardai-Elf nun gespürt, dass auch in Unterzahl etwas gehen könnte. Weiser flankte auf Kalou und dieser nickte zum 1:1 ein. Schalke versuchte nochmal alles, aber die Berliner Mauer hielt lange dicht. Zudem hatten die Schalker bei einigen Vorstößen in der Endphase Glück, dass das Spiel nicht noch endgültig kippte. In der Nachspielzeit dribbelte Sané in den Strafraum und bediente Meyer, der den vielumjubelten 2:1-Siegtreffer erzielte.

Adler rettet das Hamburger Remis

In Hamburg begann der HSV gegen Bayer Leverkusen zunächst engagierter und zielstrebiger, aber nur Hunt hatte mit einem Rechtsschuss eine Chance für die Labbadia-Elf. Die Werkself übernahm immer mehr das Kommando, doch im Tor der Hausherren rechtfertigte Adler das in ihn gesetzte Vertrauen. Der Keeper, der hauchdünn den Vorzug vor Drobny erhalten hatte, rettete gegen Brand, Toprak und vor allem Papadopoulos mit Klasse-Paraden das 0:0 zur Pause. Mit Wiederbeginn fanden die Hanseaten besser in die Partie und hatten durch Hunt eine gute Gelegenheit. Das Spiel war nun ausgeglichen, wobei es vor allem eine umkämpfte Angelegenheit war, in der beide Mannschaften nicht zurücksteckten.

VfL-Blitzstart und TSG-Aufholjagd - Matchwinner Kruse

Auf Kruse ist Verlass: Dreierpack gegen Hoffenheim.
Auf Kruse ist Verlass: Dreierpack gegen Hoffenheim.
© Getty Images

Den flottesten Start am Samstagnachmittag legten die Wolfsburger aufs Parkett. Schon nach 43 Sekunden netzte Kruse auf Zuspiel von Draxler eiskalt ein, allerdings stand der Ex-Schalker beim weiten Pass von Dante im Abseits. Dennoch zeigte sich Hoffenheim gehörig geschockt und kassierte kurz darauf das nächste Gegentor. Wieder war es Draxler, der mit einer butterweichen Flanke Dost fand, und der Niederländer köpfte zum 2:0 ein. Die Kraichgauer blieben klar unterlegen und hätten bei einer konsequenteren Chancenverwertung der Hecking-Elf noch weitere Gegentreffer hinnehmen können, doch stattdessen schafften sie durch Toljan den Anschlusstreffer zum 2:1-Halbzeitstand. Die Gisdol-Elf war nun besser in der Partie, allerdings war ihr wesentliches Merkmal die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Mit der insgesamt dritten Chance machte Schmid kurz nach dem Wechsel den 2:2-Ausgleich. Das Spiel war plötzlich wieder völlig offen - und Wolfsburg gefordert. Unverständlicherweise bot die TSG den Wölfen in der Defensive zu viel Raum an, so dass Kruse mit seinem zweiten und dritten Treffer zum 4:2-Endstand der Matchwinner des VfL wurde.

2:0 in Augsburg: Darmstädter Effizienz bei Ecken

Die Darmstädter wollten beim FC Augsburg die Heimniederlage vor der Länderspielpause gegen Mainz wieder wettmachen und schafften dies dank ihrer Effizienz bei Standards. Zweimal brachte Rausch Eckbälle gefährlich vor das Gehäuse der Fuggerstädter, zweimal klingelte es: Erst nickte Stürmer Wagner zur Führung ein, dann legte Mittelfeldmann Niemeyer aus dem Gewühl heraus zum 2:0 nach. Die Augsburger dagegen vergaben ihre Chancen und mussten sich nach 45 Minuten ein gellendes Pfeifkonzert ihrer Fans anhören. FCA-Trainer Markus Weinzierl brachte zum Start des zweiten Abschnitts Bobadilla und mit ihm kam etwas mehr Zug ins Offensivspiel der Hausherren. Allerdings hielten die Lilien knallhart dagegen und knickten nicht ein. Die Folge: Augsburg rannte an, fand aber kaum eine Lücke, so dass eine weitere bittere Niederlage für den Europa-League-Teilnehmer zu Buche stand.

Schuberts vierter Sieg in Folge - Doppelpack Raffael und Hahn

Gladbach jubelt über den klaren Sieg in Frankfurt.
Gladbach jubelt über den klaren Sieg in Frankfurt.
© Getty Images

Im Samstagabendspiel musste sich Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach deutlich mit 1:5 geschlagen geben. Die Hessen hatten mit Stenderas Freistoß den ersten Schuss aufs Tor zu verzeichnen - Rückkehrer Sommer fasste im VfL-Tor kurz nach -, doch zielstrebiger zeigten sich die Fohlen. Ein starker Angriff über Traoré und Stindl konnte Eintracht-Keeper Hradecky noch unterbinden, doch beim Abstauber von Raffael war er machtlos. In der Folge verpasste es die Schubert-Elf, nachzulegen. Und so kamen die Frankfurter durch einen Elfmeter von Meier zurück, den Dominguez mit einem schlampigen Rückpass zu Sommer eingeleitet hatte. Mit Wiederbeginn machte die Borussia klar, dass ihr ein Punkt zu wenig war. Die Gäste drückten mächtig aufs Tempo und erspielten sich zahlreiche Chancen. Stindl traf zunächst nur die Latte, dann machte Dahoud mit einem abgefälschten Schuss das 2:1 für die Gladbacher, ehe Stindl den Ball am fast leeren Tor vorbeischob. Dennoch lief es jetzt bei der Borussia wie geschmiert - Raffael legte alleine auf Hradecky zustürmend den Ball zum 3:1 ins Netz. Joker Hahn setzte mit dem 4:1 vom Elfmeterpunkt und dem 5:1 aus kurzer Distanz die Schlusspunkte. Der vierte Sieg im vierten Liga-Spiel für VfL-Coach Schubert war perfekt.

Reus trifft und scheitert - Mkhitaryan macht den Sack zu

Traf aus dem Spiel heraus, aber nicht vom punkt: BVB-Torschütze Reus.
Traf aus dem Spiel heraus, aber nicht vom punkt: BVB-Torschütze Reus.
© Getty ImagesZoomansicht

Borussia Dortmund ist nach der 1:5-Klatsche vor der Länderspielpause beim FC Bayern am Freitagabend mit einem Sieg beim 1. FSV Mainz in die zweite Hälfte der Hinrunde gestartet. Die Borussen gewannen bei der Rückkehr des früheren 05-Trainers Thomas Tuchel mit 2:0 - Wegbereiter war BVB-Offensivmann Reus, auch wenn er früh in der ersten Hälfte einen Elfmeter verschoss. Die Rheinhessen hatten in Person von Muto die erste Gelegenheit des Spiels, kälter zeigte sich auf der Gegenseite jedoch Reus, der ein Zuspiel von Abameyang mit links vollstreckte. Ab Mitte der ersten Halbzeit agierte die Tuchel-Elf dann zu passiv, so dass die Mainzer ein wenig aufkamen, doch echte Möglichkeiten zum 1:1 hatte nur Jairo per Freistoß, den Bürki abwehrte. Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, zeigte Schiedsrichter Tobias Stieler aus Hamburg auf den Elfmeterpunkt - und das zu Unrecht: Im Zweikampf Bungert gegen Aubameyang traf der Mainzer eindeutig den Ball, zudem passierte die Aktion knapp außerhalb des Strafraums. Reus trat an und "sorgte für Gerechtigkeit" - seinen schwach geschossen Elfmeter parierte Karius, der nun schon den siebten von insgesamt 14 Strafstößen gegen ihn entschärfte. Mainz schöpfte aus diesem Fehlschuss neue Hoffnung und erarbeitete sich ein Übergewicht - Muto scheiterte am herausstürzenden BVB-Keeper Bürki. Allerdings zeigten sich die Borussen nachlässig bei ihren wenigen Gegenangriffen, so verpassten zunächst Kagawa und Aubameyang das mögliche zweite Tor für die Gäste. Dadurch blieb das Spiel bis zum Schluss spannend, ehe Mkhitaryan kam und das entscheidende wie verdiente 2:0 nachlegte.

bst

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2015/16, 9. Spieltag
1. Bundesliga, 2015/16, 9. Spieltag
Parierender Pole

Leckie will Tyton verladen und schiebt den Ball in die Mitte - doch Pole pariert mit dem Fuß.
© Getty Images

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