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13.10.2015, 13:04

Wolfsburg: Pläne für millionenschweres Projekt vorerst gestoppt

VfL legt Nachwuchs-Leistungszentrum auf Eis

Nun ist auch der VfL Wolfsburg erstmals von der Krise des Mutterkonzerns VW betroffen. Der ursprünglich geplante Neubau des Nachwuchsleitungszentrums wird vorerst auf Eis gelegt. Trotz des frischen 80-Millionen-Euro-Deals mit Nike, von dem der kicker exklusiv berichtete, wurde das 30 bis 40 Millionen Euro teure Projekt vorerst gestoppt.

Spürt die ersten Auswirkungen des VW-Skandals: VfL Wolfsburgs Manager Klaus Allofs.
Spürt die ersten Auswirkungen des VW-Skandals: VfL Wolfsburgs Manager Klaus Allofs.
© imagoZoomansicht

Wie stark werden die Auswirkungen des VW-Skandals für den VfL Wolfsburg sein? Genau wird man das erst nach den anstehenden Prüfungen im Konzern sagen können. Nun gibt es aber bereits den ersten Einschnitt. Der DFB-Pokalsieger hat die Planungen für den 30 bis 40 Millionen Euro teuren Neubau des Nachwuchsleistungszentrums vorerst gestoppt. "Ich denke, es ist in der aktuellen Situation nachvollziehbar, dass Projekte dieser Größenordnung erst einmal zurückgestellt werden", sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs. "Auch in Zukunft wollen wir in sportlich wie wirtschaftlich sinnvolle Projekte investieren. Die Intensivierung und Optimierung unserer Nachwuchsförderung besitzt in diesem Zusammenhang eine zentrale Bedeutung."

"Wir waren noch lange nicht soweit, dass man hätte sagen können, das Projekt wird umgesetzt. Aber natürlich ist das derzeit nicht der Moment zu investieren. Da muss man Vernunft walten lassen", erläuterte Allofs zudem die Entscheidung, die die VfL-Geschäftsführung gemeinsam mit dem Aufsichtsrat des Klubs getroffen hatte. In dem Kontrollgremium sitzen auch hochrangige Manager des VW-Konzerns.

Der neue VW-Chef Matthias Müller hatte zuvor angekündigt, angesichts der drohenden Milliardenstrafen in der Abgas-Affäre alle Investitionen des Unternehmens auf den Prüfstand stellen zu wollen. "Was nicht zwingend nötig ist, wird gestrichen oder geschoben", hatte Müller gesagt und dabei auch den Fußball nicht ausgenommen: "Wir drehen jeden Stein um und werden uns auch das ansehen."

Eine kleine Beruhigungspille hatte es vergangene Woche vom VfL-Aufsichtsratsvorsitzenden und VW-Vorstand Dr. Francisco Javier Garcia Sanz gegeben. "Der VfL Wolfsburg ist bekanntlich eine 100-prozentige Tochter unseres Unternehmens. Somit trägt die Volkswagen AG als Mutter auch eine besondere Verantwortung für den Verein, der für uns eine Leuchtturmfunktion einnimmt: Der VfL leistet als unser Botschafter im Fußballsport einen wichtigen Beitrag zum Image des Unternehmens und zur Steigerung der Attraktivität unseres Heimatstandortes Wolfsburg", ließ Garcia verlauten: "Dieses strategische Engagement wird immer angemessene Unterstützung erfahren, auch wenn Volkswagen intensiv alle Ausgaben und deren Nutzen prüft."

VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs hatte zuletzt gesagt: "Es ist doch klar, dass angesichts der aktuellen Situation auf Sinnhaftigkeit der Investitionen geschaut wird, ob Aufwand und Ertrag stimmen." Das Nachwuchsleistungszentrum, nicht eben ein Schnäppchen, ist nun vorerst auf Eis gelegt. Obwohl der VfL jüngst eine neue Geldquelle aufgetan hat. Laut kicker-Informationen ist sich der VfL Wolfsburg mit Nike auf einen Deal über zehn Jahre einig geworden. Der Sportartikelhersteller zahlt rund acht Millionen Euro pro Jahr, dies wären bei einer Vertragslaufzeit von zehn Jahren 80 Millionen Euro.

mas/dpa

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Vereinsdaten

Vereinsname:VfL Wolfsburg
Gründungsdatum:12.09.1945
Mitglieder:21.500 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Grün-Weiß
Anschrift:In den Allerwiesen 1
38446 Wolfsburg
Telefon: (0 53 61) 89 03 0
Telefax: (0 53 61) 89 03 15 0
E-Mail: fussball@vfl-wolfsburg.de
Internet:http://www.vfl-wolfsburg.de