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11.08.2015, 09:40

Torlinientechnik vor Bundesligadebüt

Hawk-Eye: Eigenanfertigung in Darmstadt

Die Bundesliga startet mit einer revolutionären Reform in ihre 53. Saison. Die britische Torlinientechnik Hawk-Eye kommt zum Einsatz. Die Unklarheit "Tor oder kein Tor" soll dadurch der Vergangenheit angehören. Ein wegweisender Schritt für den Fair-Play-Gedanken im Millionengeschäft Fußball - wobei Darmstadt mit kleineren Problemen zu kämpfen hatte.

Signal auf der Uhr
Fair-Play-Gedanke: "Goal" oder "No Goal" dient den Schiedsrichtern nun als Hilfe.
© imagoZoomansicht

Die Diskussionen über "Tor oder kein Tor" sollen ab dem ersten Bundesligaspieltag der Vergangenheit angehören. In der Beletage des deutschen Fußballs werden den Schiedsrichtern ab dem 14. August künftig bei strittigen Entscheidungen auf der Torlinie die Infos "Goal" oder "No Goal" mittels einer Armbanduhr signalisiert. 15:3 Stimmen besiegelten im "zweiten Wahlgang" am 4. Dezember 2014 die Einführung, nachdem die Vertreter der beiden höchsten deutschen Spielklassen das Hawk-Eye im Frühjahr 2014 noch abgelehnt hatten.

Fandel von Hawk-Eye überzeugt

Für den Chef der Schiedsrichterkommission, Herbert Fandel, "gibt es nichts besseres". Der Fußball bleibt in seiner Grundtugend erhalten, der Spielfluss wird nicht gestört. "Das Spiel darf nicht unterbrochen werden", brachte auch Mainz-Manager Christian Heidel im November eine Woche vor der Abstimmung zur Geltung. Er sagte auch: "Ich möchte nicht wegen so etwas absteigen." Und mit "so etwas" meint Heidel eine vermeidbare Fehlentscheidung auf der Torlinie, die schwerwiegende Folgen - sportlich wie finanziell - für einen Verein mit sich bringen würde.

Der Preis? "Exzellent. Unter 8000 Euro pro Bundesliga-Partie."Ex-DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig

Dem schließt sich Hoffenheims Direktor Profifußball Alexander Rosen an, der mit seinem Verein im Oktober 2013 durch das Phantomtor von Leverkusens Kießling beim 1:2 die Diskussion um die Torlinientechnik erst so richtig angeheizt hatte und bei der Premiere von Hawk-Eye jetzt mit der TSG am 1. Spieltag kurioserweise auf Bayer trifft. Rosen bezeichnet die Torlinientechnik als eine "richtige und überfällige Entscheidung". Für "unter 8000 Euro pro Bundesliga-Partie", wie Ex-DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig betonte, liegt auch der Preis im fairen und für alle 18 Klubs umsetzbaren Bereich.

Extra-Masten in Darmstadt

zusätzliche Masten in Darmstadt
Hilfsmittel am Böllenfalltor: In Darmstadt mussten spezielle Masten zur Installation des Hawk-Eyes angebracht werden.
© imagoZoomansicht

Angebracht werden insgesamt 14 Kameras: sechs auf dem Dach der Haupttribüne, vier auf der Gegengeraden und je zwei hinter den Toren. Was bei 17 Stadien problemlos ablief, zwang den SV Darmstadt 98 zu Sondermaßnahmen. Das Böllenfalltor ist nicht wie die restlichen 17 Spielstätten durchgehend überdacht. Um die vorgeschriebenen Kameras zu installieren, "mussten hinter den Toren und auf der Gegentribüne eigens angefertigte Masten verankert werden", erklärt Tom Lucka, Darmstadts Medienverantwortlicher. Auch das ist mittlerweile geschehen.

Erfahrung: mehr als 750 Spiele

Was in England in den vergangenen beiden Saisons bei mehr als 750 Spielen erfolgreich praktiziert wurde, wird nun auch in Deutschland etabliert. Premiere feierte die Torlinientechnik bereits am 30. Mai 2015 beim DFB-Pokalfinale in Berlin zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg (1:3). Weil alle vier Tore klar sichtbar waren, blieb es beim passiven Einsatz. Das wird sich an den kommenden 34 Spieltagen ändern - Diskussionen über Schiedsrichter werden dann zumindest in dieser Sache aber verstummen.

gho

KICKER SONDERHEFT BUNDESLIGA 2015/16
 
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Merck-Stadion am Böllenfalltor

Stadionkapazität: 17.400

Vereinsdaten

Vereinsname:SV Darmstadt 98
Gründungsdatum:22.05.1898
Mitglieder:8.000 (01.07.2017)
Vereinsfarben:Blau-Weiß
Anschrift:Nieder-Ramstädter Straße 170
64285 Darmstadt
Telefon: (0 61 51) 66 66 98
Telefax: (0 61 51) 66 66 99
E-Mail: info@sv98.de
Internet:http://www.sv98.de/


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