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07.07.2015, 15:49

Hamburg: Zukunft von Behrami weiter offen

Platzhirsch Spahic: "Ich will meinen Job machen"

Der gewünschte neue Leader, Emir Spahic, gab seine ersten Statements als HSV-Profi vor dem Signina-Hotel in Flims, als der alte Anführer im roten Ferrari in die Tiefgarage des Mannschaftsquartiers fuhr. Oder ist Valon Behrami gar der ehemalige Anführer? Ein Abschied wird sowohl vom Spieler als auch vom Klub angestrebt, scheint aber zumindest nicht unmittelbar bevorzustehen.


Aus dem Hamburger Trainingslager in Flims berichtet Sebastian Wolff

Will die Chance beim HSV nutzen: Routinier Emir Spahic.
Will die Chance beim HSV nutzen: Routinier Emir Spahic stand in Flims Rede und Antwort.
© kickerZoomansicht

Dietmar Beiersdorfer lässt deshalb ein paar Hintertürchen auf, ohne ein Bekenntnis zum Schweizer abzugeben. "Nach der ersten Halbserie haben uns viele um ihn beneidet", sagt der Klubboss, "aber ich gebe auch zu, dass es Auseinandersetzungen und Schwierigkeiten gab. Dennoch sind wir froh, dass er hier ist und das Training wieder aufnimmt." Wie lange er bleibt, lässt Beiersdorfer offen. "Es gibt die eine oder andere Anfrage, aber ich habe nicht den Eindruck, dass sich ganz kurzfristig etwas ergibt."

Die Rolle des Platzhirsches soll von nun an in jedem Fall Spahic ausfüllen. Und der ist bereit dazu. "Der HSV ist für mich die Chance, zu beweisen, dass ich immer noch auf hohem Niveau spielen kann. Und für uns gemeinsam ist es die Chance zu beweisen, dass dieser Klub besser ist als in den letzten zwei Jahren." Der 34-jährige Bosnier strebt nach den Turbulenzen um seinen Rauswurf in Leverkusen wieder Normalität an. "Ich will meinen Job machen." Und den versteht er so: "Ich soll Stabilität in die Mannschaft bringen und ich denke, dass ich das kann."

Exakt mit diesem Auftrag wurde vor einem Jahr Behrami verpflichtet. Der große Unterschied: Der Mittelfeldmann kam für mehr als fünf Millionen Euro Ablöse und mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet. Das Risiko bei Spahic ist finanziell überschaubar - er ist ablösefrei und zunächst nur für eine Spielzeit gebunden. Gefahren wittern Skeptiker eher in der Vergangenheit des Bosniers. Dass der HSV dieser trotzt, ist einerseits ein Indiz für die Sehnsucht nach einer Führungsfigur und die akuten Probleme. Andererseits ist es aber auch ein Zeichen, dass die Transferpolitik nicht von Polemik bestimmt wird, sondern von sportlicher Notwendigkeit.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 07.07., 17:57 Uhr
Spahic: Ein geläutertes Schnäppchen?
Der Hamburger SV hat den Bosnier Emir Spahic verpflichtet - sportlich eine absolute Verstärkung für die zuletzt immer wieder sehr wackelige Defensive des Bundesliga-Dinosauriers. Allerdings muss der Routinier mit dem Ruf leben, dass er bei seinem Ex-Klub Bayer Leverkusen wegen einer Handgreiflichkeit gegen einen Ordner fristlos entlassen und für drei Monate gesperrt wurde. Nun will er in Hamburg "einfach wieder seinen Job machen". Wenn er denn darf. Gegen Spahic läuft noch ein Verfahren wegen Körperverletzung und somit droht dem bald 35-Jährigen möglicherweise eine Gefängnisstrafe.
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zum Thema

weitere Infos zu Spahic

Vorname:Emir
Nachname:Spahic
Nation: Bosnien-Herzegowina
Verein:Hamburger SV
Geboren am:18.08.1980

weitere Infos zu Behrami

Vorname:Valon
Nachname:Behrami
Nation: Schweiz
Verein:Udinese Calcio
Geboren am:19.04.1985


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