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14.06.2015, 18:06

Vehemente Kritik an Beiersdorfer

HSV steigt aus dem Koc-Poker aus

Der Hamburger SV hatte sich Süleyman Koc vom Bundesliga-Absteiger SC Paderborn als Dampfmacher für die rechte Seite auserkoren, doch die Verpflichtung des 26-Jährigen erscheint gescheitert. Zudem wurde am Sonntag die Klub-Führung um Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer auf der Mitgliederversammlung vehement kritisiert.

Paderborns Süleyman Koc
Ende des Pokers: Der HSV stellt seine Bemühungen um Paderborns Süleyman Koc ein.
© imagoZoomansicht

Kaum waren die Feierlichkeiten nach dem Klassenerhalt in der Relegation gegen den Karlsruher SC (1:1, 1:2 n.V.) vorbei, saß Hamburgs Trainer Bruno Labbadia mit Koc zusammen, um einen Transfer von Paderborn zum Bundesliga-Dino auszuloten. Aus sportlicher Sicht hatte sich der Coach vor allem mehr Tempo auf dem rechten Streifen versprochen. So weit, so gut.

Die Hamburger hatten Signale erhalten, dass der Transfer kostengünstiger als für die festgeschriebene Ablöse von 2,5 Millionen Euro über die Bühne gehen könnte. Der Deal schien vor seinem Abschluss zu stehen, doch nun ist das Projekt wohl geplatzt. Zu diesen Bedingungen wird der HSV den Spieler nicht holen und steigt aus diesem Poker aus. Dies bestätigte Hamburgs Manager Peter Knäbel am Sonntag gegenüber dem kicker.

Rieckhoff: Breitseite gegen Beiersdorfer

Derweil wurden die Verantwortlichen der Hamburger auf der Mitgliederversammlung am Sonntag massiv in die Kritik genommen. Namentlich von Ernst-Otto Rieckhoff, dem Initiator der vor einem Jahr beschlossenen Ausgliederung der Profi-Abteilung aus dem Gesamtverein. Insbesondere die zurückliegende Transfer- und Finanzpolitik nahm Rieckhoff ins Visier. Sein Fazit: "Es gibt Entscheidungen mit desaströsen Auswirkungen."

Der HSV hatte in der abgeschlossenen Saison rund 35 Millionen Euro für Transfers ausgegeben, dabei aber keine Leistungssteigerung im Vergleich zum Vorjahr erzielt. "Seit vielen Jahren leisten wir uns teure Transfers und leben über unsere Verhältnissen", so Rieckhoffs beißende Kritik.

Der frühere Aufsichtsratsvorsitzende monierte, dass die sportliche Kompetenz, die man sich mit der Installation der neuen Führung versprochen hatte, "bislang komplett in die Hose gegangen" sei.

Der so kritisierte Beiersdorfer gestand den Fehler ein, zu lange an dem Plan einer möglichen Verpflichtung von Trainer Thomas Tuchel festgehalten zu haben. Rieckhoff seinerseits wunderte sich, dass Tuchel damals zum Gespräch zu Kühne in die Schweiz geflogen worden sei. "Wo anders entscheidet ein Minderheitsinvestor über Personalien und wo lassen Präsidium und Aufsichtsrat das zu?", fragte der 64-Jährige. HSV-Investor Kühne hatte 7,5 Prozent der Anteile erworben.

Beiersdorfers ganz andere Rechnung

Neben Beiersdorfers Fehler-Eingeständnis in der Trainerfrage lobte er jedoch den neuen Zusammenhalt im Verein. "Die vergangenen Wochen haben uns eindrucksvoll zusammengeschweißt. Unser Entwicklungsprozess ist noch längst nicht abgeschlossen." Beiersdorfer präsentierte zudem seine ganz eigene Rechnung. Da der HSV acht Zähler mehr als im Vorjahr gesammelt hatte, sei er auf diesem Gebiet mit einer 30-prozentigen Steigerung der beste Bundesligist vor Mönchengladbach (20) und dem VfL Wolfsburg (15). "Wir wirken nicht mehr wie ein angeschlagener Boxer in der Ringecke", betonte der Vereinschef.

Wir wirken nicht mehr wie ein angeschlagener Boxer in der Ringecke.Dietmar Beiersdorfer

Bei der Hauptversammlung am Sonntag waren lediglich 335 Mitglieder zugegen, vor einem Jahr waren bei der Abstimmung über die Ausgliederung des Profifußballs, bei der es keine Briefwahl gab, 8000 Mitglieder anwesend.

Sebastian Wolff/bst

Alle Transfers der Bundesliga
 

7 Leserkommentare

Sonnenloewe
Beitrag melden
15.06.2015 | 11:18

Man kann aber auch zum lachen in den Keller gehen.

Erklärt doch bitte mal, was ihr an der Ironi[...]
rsuntrup
Beitrag melden
15.06.2015 | 09:06

Ironie bzw. Selbstironie

Angesichts der derzeitigen Situation des HSV halte ich dieses von Herrn Beiersdorfer gewählte Stilmittel [...]
hetlu67
Beitrag melden
15.06.2015 | 08:42

wenn man keine Ahnung hat...

Welche Botschaft will Herr Beiersdorfer denn verbreiten? Egal, ob mit oder ohne Schmunzeln.
Allein[...]
mmalone
Beitrag melden
15.06.2015 | 00:01

wenn man keine Ahnung hat.....

Als Vorstand eines mittelständischen Unternehmens mit mehr als 100 Millionen Bilanzsumme und erheblichen [...]
herbertknebel
Beitrag melden
14.06.2015 | 21:44

@Gavin

Doch doch Herr Gavin dieser Satz wurde bereits getoppt bevor er gesagt wurde! Nämlich von Herrn Gardiola [...]

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zum Thema

weitere Infos zu Koc

Vorname:Süleyman
Nachname:Koc
Nation: Deutschland
Verein:SC Paderborn 07
Geboren am:09.06.1989

1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München80:1879
 
2VfL Wolfsburg72:3869
 
3Bor. Mönchengladbach53:2666
 
4Bayer 04 Leverkusen62:3761
 
5FC Augsburg43:4349
 
6FC Schalke 0442:4048
 
7Borussia Dortmund47:4246
 
8TSG Hoffenheim49:5544
 
9Eintracht Frankfurt56:6243
 
10Werder Bremen50:6543
 
111. FSV Mainz 0545:4740
 
121. FC Köln34:4040
 
13Hannover 9640:5637
 
14VfB Stuttgart42:6036
 
15Hertha BSC36:5235
 
16Hamburger SV25:5035
 
17SC Freiburg36:4734
 
18SC Paderborn 0731:6531

weitere Infos zu Labbadia

Vorname:Bruno
Nachname:Labbadia
Nation: Deutschland

Vereinsdaten

Vereinsname:Hamburger SV
Gründungsdatum:29.09.1887
Mitglieder:75.722 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz
Anschrift:Sylvesterallee 7
22525 Hamburg
Telefon: (040) 41551887
Telefax: (040) 41551234
E-Mail: info@hsv.de
Internet:http://www.hsv.de

Vereinsdaten

Vereinsname:SC Paderborn 07
Gründungsdatum:01.06.1985
Mitglieder:10.007 (01.07.2015)
Vereinsfarben:Blau-Schwarz
Anschrift:Paderborner Straße 89
33104 Paderborn
Telefon: (0 52 51) 87 71 90 7
Telefax: (0 52 51) 87 71 99 9
E-Mail: info@scpaderborn07.de
Internet:http://www.scpaderborn07.de