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08.05.2015, 18:22

Frankfurt: Kapitän spricht aus "gegebenem Anlass"

Trapps seltsame Erklärung

Seltsames Schauspiel bei Eintracht Frankfurt. Zu Beginn der Pressekonferenz am Freitag vor dem Heimspiel am Samstag gegen die TSG Hoffenheim (15.30 Uhr LIVE! bei kicker.de) richtete überraschend Kapitän Kevin Trapp wegen zuletzt kritischer Berichterstattung über das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer Thomas Schaaf einen Appell an die Medien. Zu Rückfragen stand er jedoch nicht zur Verfügung. Schaaf wollte sich zu dieser Thematik ebenfalls nicht äußern.

Gab eine Erklärung der Mannschaft ab, beantwortete aber keine weiteren Fragen: Kevin Trapp.
Gab eine Erklärung der Mannschaft ab, beantwortete aber keine weiteren Fragen: Kevin Trapp.
© imagoZoomansicht

Es mutete schon kurios an, was sich am Freitagmittag im Pressekonferenzraum der Frankfurter Commerzbank-Arena abspielte. Als Gesprächspartner für die Journalisten war neben Trainer Schaaf ursprünglich Linksverteidiger Bastian Oczipka angekündigt worden. Der tauchte jedoch nicht auf. Stattdessen nahm Trapp auf dem Podium Platz und gab "aus aktuellem Anlass" eine Erklärung "im Namen der Mannschaft" ab. Diese habe sich am Donnerstag aufgrund der kritischen Berichterstattung mehrerer Medien über das gestörte Verhältnis zwischen Spielern und Trainer Schaaf zusammengesetzt und über viele Dinge gesprochen.

Trapp: "Negative Presse hilft keinem"

In seinem rund achtminütigen Monolog versuchte der Torwart und Kapitän die Medien ins Boot zu holen: "Negative Presse über uns oder den Trainer hilft keinem." Das Team wolle in den verbleibenden drei Wochen "alles dafür tun, um die Saison erfolgreich zu Ende zu spielen". Ansonsten versuchte Trapp die unzufriedenstellende Situation der Eintracht zu erläutern, die mit nur 13 Punkten in der Rückrunde auf Platz 12 der Tabelle abgerutscht ist. Der Keeper führte unter anderem die Integration vieler neuer Spieler, die großen Verletzungssorgen über die gesamte Saison und die Umstellung auf das neue Trainerteam an.

Die zahlreichen Ausfälle sollten einerseits kein Alibi sein, dürften aber auch nicht außer Acht gelassen werden. "Auf Dauer können wir die fehlende Qualität nicht auffangen", sagte Trapp. Darauf, wie es wirklich um das Verhältnis der Mannschaft zu Trainer Schaaf bestellt ist, ging Trapp jedoch nicht explizit ein. Überdies bat er um Verständnis, dass er über seine Erklärung hinaus nicht für Nachfragen zur Verfügung stehe. Dennoch blieb er die gesamte Pressekonferenz über auf dem Podium neben Schaaf sitzen.

Schaaf kommentiert Kritik an seinem Führungsstil nicht

Äußerte sich nicht zum seinem Verhältnis zum Team: Trainer Thomas Schaaf.
Äußerte sich nicht zum seinem Verhältnis zum Team: Trainer Thomas Schaaf.
© imago

Seit Wochen sind im Umfeld der Eintracht immer mal wieder Stimmen von einigen Spielern zu vernehmen, die sich hinter vorgehaltener Hand über Schaafs aus deren Sicht unzureichende Kommunikation sowie seinen Führungsstil beklagen. Dieser wollte zu seinem Verhältnis zur Mannschaft aber ebenfalls nichts sagen: "Ich werde mich dazu nicht äußern."

Stattdessen gab der Eintracht-Coach vor der Partie gegen Hoffenheim Auskunft über einige Personalien. Bei Rechtsaußen Stefan Aigner, der zuletzt wegen Muskel- und Adduktorenbeschwerden zwei Spieler in Folge fehlte, sehe es gut aus. "Ich bin guter Hoffnung, dass er uns am Samstag zur Verfügung steht", so Schaaf. Auch beim angeschlagenen Nelson Valdez rechnet der 54-Jährige nicht mit einem Ausfall. Ähnliches gilt für Marc Stendera, der im Training leicht umgeknickt war. Hinter dem Einsatz von Alexander Madlung steht hingegen ein Fragezeichen. Erst am Spieltag wird entschieden, ob der Innenverteidiger, den muskuläre Probleme plagen, spielfähig ist. Am Abend lieferten die Frankfurter nach, dass bei Innenverteidiger Bamba Anderson erfolgreich eine Arthroskopie wegen Knorpel- und Meniskusschaden vorgenommen wurde. Er wird voraussichtlich sechs Monate pausieren.

Schaaf betonte am Ende der ungewöhnlichen Pressekonferenz, dass man "sich intensiv in der Arbeit befindet, um die Dinge besser zu machen und bessere Ergebnisse zu liefern". Gegen Hoffenheim sind Schaaf, Trapp und Co. gefordert, ihren bemerkenswerten öffentlichen Bekundungen und Absichtserklärungen Taten folgen zu lassen.

Carsten Schröter

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5 Leserkommentare

Christoph0111
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10.05.2015 | 15:05

cameosis - Verständnisprobleme

sorry ich verstehe jetzt nicht wie Du darauf kommst, dass ich mich auf eine PK beim FSV beziehe ??? [...]
cameosis
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09.05.2015 | 17:31

Verständnisprobleme

@ christoph, es geht nicht um die pk von (fsv) frankfurt, sondern von der eintracht, bitte erst lesen [...]
Christoph0111
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09.05.2015 | 16:29

Sinn einer PK ohne Fragen stellen !?

Ist genauso dämlich von Frankfurt, wie von Bayern München neulich bei Müller-Wolfarth, keine Fragen [...]
driaw
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09.05.2015 | 10:18

Kommt mir auch so vor, als ist man hier in erster Linie beleidigt, dass keine Fragen gestellt werden [...]
cameosis
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08.05.2015 | 20:30

Das einzig Seltsame ist

Herr Schröters Artikel. Die Erklärungen Trapps und Schaafs sind absolut nachvollziehbar und zu beherzigen.

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zum Thema

weitere Infos zu Trapp

Vorname:Kevin
Nachname:Trapp
Nation: Deutschland
Verein:Paris St. Germain
Geboren am:08.07.1990

weitere Infos zu Schaaf

Vorname:Thomas
Nachname:Schaaf
Nation: Deutschland


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