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04.05.2015, 19:15

Bremen: Auf leisen Sohlen Richtung Europa

Skripnik: Wenig Worte, viele Punkte

Gutes tun und kaum darüber sprechen - das ist längst das Markenzeichen von Viktor Skripnik in Bremen. Der Trainer hat den SV Werder mächtig aufpoliert, wie auch die Statistik bestätigt.

"Ehrlich, ich habe mich nur über die drei Punkte gefreut": Werder-Coach Viktor Skripnik nach dem Duell mit Thomas Schaaf (li.).
"Ehrlich, ich habe mich nur über die drei Punkte gefreut": Werder-Coach Viktor Skripnik nach dem Duell mit Thomas Schaaf (li.).
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Glanz und Glamour sind diesem Mann wesensfremd. Klar sei es auch schön gewesen, seinen alten Trainer und jetzigen Kollegen Thomas Schaaf Samstag beim Spiel gegen Frankfurt wiederzutreffen, räumte Viktor Skripnik ein. Aber: "Ehrlich, ich habe mich nur über die drei Punkte gefreut", so der Werder-Coach. "Wir sind froh, dass sie hier bleiben - nicht mehr, nicht weniger."

Wie fast immer still und ohne die ganz großen Ausführungen genoss der 45-Jährige den 1:0-Sieg. Sein Kommentar zum überragenden Kapitän Fritz? "Clemens war echt produktiv." Zur Torgefährlichkeit des scheidenden Davie Selke? "Wir wollen sie noch so viel wie möglich nutzen." Zu seiner Entscheidung, Izet Hajrovic von Beginn an zu bringen? "Ganz einfach. Ich habe gesagt: Wer gut drauf ist, wird spielen. Warum soll ich meine Worte nicht bestätigen?"

Skripnik liegt vor "König" Otto Rehhagel

Gutes tun und kaum darüber sprechen - Viktor Skripnik fährt bestens damit. Dass er den SV Werder seit seiner Amtsübernahme Ende Oktober 2014 mächtig aufpoliert hat, verrät allein schon die Statistik. Mit elf Siegen aus 22 Bundesligaspielen (dazu kommen fünf Unentschieden und sechs Niederlagen) verfügt Skripnik aktuell über eine 50-Prozent-Siegquote, die innerhalb einer Amtszeit in Bremen letztmals vom legendären Kuno Klötzer (20 Siege in 28 Spielen 1980/81) übertroffen wurde. "König" Otto Rehhagel holte in seiner zweiten Zeit an der Weser zwar 241 Siege in 480 Spielen, kommt aber zusammen mit seiner ersten Trainertätigkeit in Bremen 1976 auf insgesamt 245 Siege in 493 Spielen. Thomas Schaaf feierte auf der Bremer Bank in 479 Spielen 223 Erfolge.

Rehhagel und Schaaf haben sich als Meistertrainer im Klub unsterblich gemacht, buchstäblich auf leisen Sohlen steuert Viktor Skripnik nunmehr immerhin auf einen Europa-League-Platz zu. Hochgerechnet auf die Gesamtsaison wäre womöglich sogar die Champions League drin gewesen, wie die Zahlen verraten. Seit er in Bremen am 10. Spieltag die sportliche Verantwortung übernahm, sammelte er 38 Punkte. Nur der FC Bayern (55), Mönchengladbach (47), Wolfsburg (45) und Leverkusen (42) holten in diesem Zeitraum mehr.

Michael Richter

1. Bundesliga, 2014/15, 31. Spieltag
Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 1:0
Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 1:0
Alte Liebe

Frankfurts Trainer Thomas Schaaf gastierte an seiner alten Wirkungsstätte in Bremen.
© Getty Images

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Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München77:1576
 
2VfL Wolfsburg65:3462
 
3Bor. Mönchengladbach47:2360
 
4Bayer 04 Leverkusen59:3258
 
5FC Schalke 0441:3645
 
6FC Augsburg38:4043
 
7Werder Bremen47:5942
 
8TSG Hoffenheim46:4941
 
9Borussia Dortmund41:3840
 
101. FSV Mainz 0543:4337
 
111. FC Köln30:3636
 
12Eintracht Frankfurt51:6036
 
13Hertha BSC35:4834
 
14Hamburger SV21:4731
 
15SC Paderborn 0729:5931
 
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17Hannover 9635:5330
 
18VfB Stuttgart36:5827

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