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05.04.2015, 19:20

Bayer zerlegt HSV - Bayern jubeln dank Lewandowski - Gladbacher Rausch

Herthas großer Schritt - Schalkes Rückstand wächst

Augsburg trennte sich am Sonntag im Duell um Europa gegen Schalke torlos. Hertha besiegte zum Abschluss die taumelnden Paderborner. Gladbach gewann hochverdient bei der TSG Hoffenheim. Leverkusen zeigte sich gegen den HSV in Spiellaune und verdarb Knäbels Trainereinstand gehörig. Die Wolfsburger rangen mutige Stuttgarter nieder, Freiburg feierte einen wichtigen Heimsieg gegen Köln. Den prestigeträchtigen Klassiker gewann der FC Bayern in Dortmund.

Leerlauf nach der frohen Videobotschaft

Augsburgs Klavan bedrängt Schalkes Huntelaar.
Augsburgs Klavan bedrängt Schalkes Huntelaar.
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Im Spiel um Europa zwischen dem FC Augsburg und dem FC Schalke 04 gab es am Sonntagnachmittag unmittelbar vor dem Anpfiff eine für die FCA-Anhänger freudige Videobotschaft, in der der Präsident Klaus Hofmann die vorzeitigen Vertragsverlängerungen von Cheftrainer Markus Weinzierl und Manager Stefan Reuter verkündete. Nach dem Anpfiff blieb dann für beide Fanlager Erfreuliches aus. Die Fuggerstädter und die Knappen beharkten sich intensiv, worunter das spielerische Element litt. Beide Teams zeigten viel Leidenschaft und Willen, doch in vorderster Front fehlte die Präzision. Ein Schuss von Bobadilla rauschte im ersten Abschnitt am Pfosten vorbei, in Hälfte zwei stand der Schalker Huntelaar alleine vor Keeper Hitz, doch der Schweizer parierte den unplatzierten Schuss des Niederländers. In der Tabelle konnten die Königsblauen mit der Nullnummer immerhin den Angriff der Augsburger abwehren, doch wuchs der Rückstand auf die anvisierten CL-Plätze um zwei Zähler.

Stocker und Schulz: Ihre Premierentore reichen

Herthas Torschütze zum 1:0: Stocker, Haraguchi kommt zum Gratulieren herbei.
Herthas Torschütze zum 1:0: Stocker, Haraguchi kommt zum Gratulieren herbei.
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Im letzten Spiel des 27. Spieltags setzte sich Hertha BSC gegen Paderborn mit 2:0 durch und macht einen großen Schritt aus dem Keller. Den Führungstreffer für die Mannschaft von Pal Dardai erzielte Stocker im Anschluss an einen Freistoß von Plattenhardt, der von der Latte zum Schweizer zurücksprang. Den Sack zu machte der eingewechselte Schulz, der SC-Keeper Kruse überraschte. Für das Berliner Duo waren es jeweils die ersten Saisontore. Die Ostwestfalen dagegen warten nunmehr seit sechs Partien auf einen Treffer. Die Berliner agierten wie die Paderborner zunächst auch ohne jeglichen Zug zum Tor. Erst als die Hauptstädter in Front lagen, erwachte das Spiel, doch den postwendenden Ausgleich verhinderte Berlins Keeper Kraft, als Lakic ihm den Ball an den Kopf schoss. Auch in der Schlussphase, als der SCP mit drei Stürmern angriff, blieb der Breitenreiter-Elf ein Tor und damit auch ein Punkt verwehrt.

Lewandowski trifft bei Thiagos Comeback

Torschütze Lewandowski freut sich still, Müller schreit die Freude über das 1:0 heraus.
Torschütze Lewandowski freut sich still, Müller schreit die Freude über das 1:0 heraus.
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Der FC Bayern ist nach der 0:2-Heimpleite gegen Gladbach vor der Länderspielpause am Samstagabend wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Die Münchner siegten im prestigeträchtigen Klassiker bei Borussia Dortmund mit 1:0 - den siegbringenden Treffer markierte der Ex-Dortmunder Lewandowski. Bei seiner Liga-Rückkehr an die alte Wirkungsstätte nickte der Pole einen Abpraller ein, jubelte aber aus Respekt vor seinem Ex-Verein nicht. Im ersten Abschnitt, der von einigen härteren Zweikämpfen geprägt war, blieben Torchancen Mangelware, vor allem der bisweilen gefällig kombinierende BVB kam in der gefährlichen Zone nicht zum Abschluss. Das lag auch daran, dass FCB-Coach Pep Guardiola im Mittelfeld mit Alonso, Lahm und Schweinsteiger drei Stabilitätsfaktoren einbaute. Im zweiten Durchgang waren die Borussen sichtlich bemüht, energischer in den Strafraum der Bayern einzudringen, doch dieser schien bis zu Reus' Riesenchance wie abgeriegelt. Dann aber tauchte der BVB-Offensivmann plötzlich vor Neuer auf, hämmerte den Ball aber auch wegen eines Platzfehlers nur ans Außennetz. Ansonsten kontrollierten die Münchner das Spiel weiterhin relativ gelassen, Mitte des zweiten Abschnitts feierte Thiago sein Comeback nach einem Jahr Zwangspause (zuletzt 29. März 2014 gegen Hoffenheim) und der Spanier erhöhte die Ballsicherheit beim Rekordmeister noch einmal. So konnte die Guardiola-Elf unter der Strich den knappen Vorsprung mühelos und dank Neuers Glanzparade bei einem Reus-Freistoß ins Ziel bringen.

Nach Schipplocks Tor dreht die Borussia auf

Gladbachs Kruse und Raffael trafen beim Sieg in Sinsheim.
Gladbachs Kruse und Raffael trafen beim Sieg in Sinsheim.
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Borussia Mönchengladbach hat am Samstagnachmittag den Schwung aus dem 2:0 beim FC Bayern mit über die Länderspielpause genommen und bei der TSG Hoffenheim nachgelegt. Die Favre-Elf gewann bei den Kraichgauern mit 4:1. Die Elf von Coach Markus Gisdol ging zunächst durch ein perfekt herausgespieltes Tor von Schipplock in Front, doch dann drehten die Fohlen auf: Kruse verwandelte einen Elfmeter zum Ausgleich, Herrmann und Raffael drehten den Spieß noch in der ersten Hälfte um. In den ersten fünf Minuten nach der Pause versuchten die Hoffenheimer das Ruder nochmal herumzureißen, aber gegen die Offensivklasse der Borussen war kein Kraut gewachsen - Herrmann schnürte einen Doppelpack und besorgte den hochverdienten 4:1-Endstand.

Chaos-Truppe HSV - Kießling und Castro schenken Knäbel doppelt ein

Leverkusen als Gladbachs direkter Konkurrent um Platz drei hatte den Hamburger SV zu Gast, bei dem Peter Knäbel sein Debüt als Trainer feierte. Doch schon früh blieb dem ehemaligen Sportdirektor die Luft weg, denn die Hamburger Defensivriege stand völlig offen und kassierte nach einem 40-Meter-Solo von Bellarabi das 0:1 durch Castro. Die Rheinländer waren in den ersten 45 Minuten die klar bessere Mannschaft und legten folgerichtig durch Kießlings ersten Heimtreffer in dieser Runde noch vor dem Seitenwechsel zum 2:0 nach. Der HSV dagegen verzeichnete bis dahin keine nennenswerte Offensivaktion. Zu Beginn von Hälfte zwei kam der HSV etwas mutiger aus der Kabine, doch in der Defensive blieben die Hanseaten eine Chaostruppe: Bender spazierte durch die Gästeabwehr und dann staubte Kießling mit seinem zweiten Treffer zum vorentscheidenden 3:0 ab. Der HSV löste sich immer weiter in seine Einzelteile auf und musste auch noch Castros Doppelpack zum 4:0 für die Schmidt-Elf hinnehmen.

Rodriguez bestraft mutigen VfB doppelt - Erstes Tor für Schürrle

Die Wolfsburger stehen relativ sicher auf Platz zwei, doch dass das Heimspiel gegen die akut abstiegsbedrohten Stuttgarter ein Spaziergang werden würde, glaubte beim VfL niemand. So entwickelte sich dann auch ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Schwaben durch Kostic zunächst die Riesenchance zur Führung hatten, ehe sie ein bitteres Elfmetertor durch Rodriguez schlucken mussten. Aber die Stevens-Elf wollte sich durch den Rückstand nicht zu sehr schocken lassen und glich völlig verdient durch Harnik zum 1:1-Halbzeitstand aus. In der zweiten Hälfte blieben die Stuttgarter auf Augenhöhe mit den Wölfen, aber bei einem Rodriguez-Freistoß, der ohne Berührung ins Netz rutschte, kassierte der VfB den entscheidenden Nackenschlag und musste sich durch Joker Schürrles erstes Tor mit 1:3 geschlagen geben.

Dank Ya Konan: Hannover holt ein 0:2 in Frankfurt auf

Hannover 96 hatte sich das Motto "Verlieren verboten" auf die Fahne geschrieben vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt, doch obwohl die Niedersachsen spielerisch überlegen waren, mussten sie mit einem 0:1 in die Halbzeit gehen - bei einem Standard blieb der Eintracht-Verteidiger Madlung völlig unbeachtet und markierte per Kopf das Tor für die Hessen. Die 96er zeigten viele gute Ansätze, aber in vorderster Front fehlte zunächst die Präzision. Zudem leistete sich 96-Routinier Schulz bei einem Rückpass einen fatalen Aussetzer, den Seferovic und letztlich Aigner zum 2:0 ausnutzten. Trotz des Rückstands zeigte sich Hannover aber weiterhin sehr engagiert und belohnte sich durch Marcelos "Rücken-Tor" zum 1:2-Anschlusstreffer. Nun wollte 96 mehr und kam durch Ya Konan noch zum verdienten 2:2-Ausgleich.

Nullnummer an der Weser

Werder Bremen mühte sich im ersten Abschnitt gegen kratzige Mainzer vergeblich um Torchancen. Selke, der im Spiel eins nach der Bekanntgabe seines Wechsels zu RB Leipzig normal empfangen wurde, hatte genauso wenig eine Chance wie di Santo. Die Schmidt-Elf war sogar einen Tick näher dran am ersten Treffer, doch Malli scheiterte. In der zweiten Hälfte lief das Spiel des FSV weiterhin flüssiger, so dass Werder-Coach den angeschlagenen Junuzovic brachte. Daraufhin wurde das Spiel der Norddeutschen zwar etwas strukturierter und auch ansehnlicher, doch letztlich blieb es beim 0:0.

Frantz-Tor sichert dem SC den verdienten Dreier

Im Keller empfing der SC Freiburg den in dieser Runde bisher auswärtsstarken 1. FC Köln und fuhr gegen den Geißbock-Klub einen wichtigen Dreier ein - das Siegtor in einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel erzielte Frantz mit einem platzierten Kopfball. Im zweiten Durchgang wollte die Streich-Elf mit dem zweiten Treffer den Sack zumachen und investierte viel. Belohnt wurde dieser Aufwand zwar nicht, doch auch so reichte es zum 1:0 gegen harmlose Kölner.

bst

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2014/15, 27. Spieltag
1. Bundesliga, 2014/15, 27. Spieltag
Wichtiges Heimspiel

Hertha-Coach Pal Dardai konnte mit einem Dreier gegen Kellerkind Paderborn einen gewaltigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.
© Getty Images

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1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München71:1367
 
2VfL Wolfsburg60:3057
 
3Bor. Mönchengladbach41:2150
 
4Bayer 04 Leverkusen49:2948
 
5FC Schalke 0437:3140
 
6FC Augsburg33:3439
 
7TSG Hoffenheim41:4237
 
8Eintracht Frankfurt51:5435
 
9Werder Bremen41:5435
 
10Borussia Dortmund34:3433
 
11Hertha BSC33:4432
 
121. FSV Mainz 0535:3631
 
131. FC Köln26:3330
 
14SC Freiburg27:3628
 
15Hannover 9631:4428
 
16Hamburger SV16:4125
 
17SC Paderborn 0723:5224
 
18VfB Stuttgart28:4923