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21.03.2015, 21:55

Kommentar zum 26. Spieltag

Schalke: Die Chance des Scheiterns

"Gescheitert, aber gewachsen", so titelte der kicker am Donnerstag nach Bayer Leverkusens Champions-League-Aus bei Atletico Madrid. Den Beweis für diese These trat die Werkself umgehend an, mit einem verdienten 1:0-Sieg im Bundesliga-Topspiel bei Schalke 04. Ein Erfolg, der die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt zum Gewinner des Spieltags macht und einen Meilenstein markiert auf dem Weg zur erneuten Qualifikation für die Königsklasse.

Gingen gegen Leverkusen als Verlierer vom Platz: Schalkes Akteure.
Gingen gegen Leverkusen als Verlierer vom Platz: Schalkes Akteure.
© imago

Wie souverän Bayer den Nackenschlag vom vergangenen Dienstag weggesteckt hat, zeugt von enormer mentaler, taktischer und auch fußballerischer Reife. Von der Champions League wird sich Schalke, zuletzt dreimal in Serie im Kreis der europäischen Elite vertreten, nach Lage der Dinge dagegen wohl verabschieden müssen. Selbst bei einer Gladbacher Niederlage am Sonntag in München haben die Königsblauen sogar auf Rang vier bereits fünf Punkte Rückstand, zugleich von acht ausstehenden Partien noch fünf Auftritte in fremden Stadien vor der Brust.

Bis auf weiteres bleibt da nur das Prinzip Hoffnung - auf einen eigenen Aufschwung, vielleicht beflügelt durch diverse Rückkehrer. Und auf den Einbruch mindestens eines der Rivalen Gladbach und Bayer. Realistisch erscheint dieses Szenario bei objektiver Betrachtung nicht. Mit 15 bis 20 Millionen Euro weniger müsste Schalke in der Europa League planen. Ein herber Schlag ins Kontor! Vielleicht aber auch eine Chance, den Kader zukunftsträchtig umzugestalten durch die Verpflichtung aktuell noch wenig prominenter, aber dafür entwicklungsfähiger Spieler. Und durch den Verzicht auf waghalsige Investitionen in vordergründig große Namen. Die zuletzt von Schalkes Verantwortlichen häufig betonte These, dass höchste sportliche Qualität sich allein auf maximalen wirtschaftlichen Einsatz gründen lässt, mag oft genug zutreffen. Doch zeigt gerade die Aktualität, dass ein hoher Etat eben nicht immer für entsprechende Klasse bürgt.

kicker-Redakteur Thiemo Müller
kicker-Redakteur Thiemo Müller
© kicker

Aus künftig wohl weniger Mitteln das Maximale herauszuholen, wäre die beste Gelegenheit, den Nachweis klugen und effizienten Managements zu erbringen. Das könnte beispielsweise bedeuten, dass Schalke nicht mehr darauf erpicht ist, Profis von Renommiervereinen wie AC Milan oder Real Madrid zu verpflichten. Sondern Spieler, die sich so entwickeln, dass sie von Schalke aus zu Europas absoluten Top-Adressen wechseln - gewinnbringend für alle Beteiligten. So gesehen könnte auch für Schalke ein Scheitern in der laufenden Saison zu mittelfristigem Wachstum führen.

Thiemo Müller

 

9 Leserkommentare

Ethiopian
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31.03.2015 | 16:58

Hallo Herr Müller

Man muss schon ein ausgemachter Schalke Fan mit stark getönter Brille sein, um ein Scheitern der Schalker [...]
fandessvwilhelmshaven
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23.03.2015 | 13:40

@Xela92d

Gleiche Frage wie Sonnenloewe an SupNub: Welche Alternative schlägst du vor?
Assauer? Müller? Die[...]
Xela92d
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23.03.2015 | 11:58

Heldt ist das Problem

Horst Heldt wird Schalke genauso zurücklassen wie er den VfB zurückgelassen hat nach der Meisterschaft. [...]
Sonnenloewe
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23.03.2015 | 10:21

@ SupNub

???
Zitat1: "Zum einen stelle ich hier niemanden an den Pranger, und es ist schon überhaupt nicht [...]
SupNub
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22.03.2015 | 22:13

@ Sonnenlöwe
Zum einen stelle ich hier niemanden an den Pranger, und es ist schon überhaupt nicht [...]

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1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München70:1364
 
2VfL Wolfsburg57:2954
 
3Bor. Mönchengladbach37:2047
 
4Bayer 04 Leverkusen45:2945
 
5FC Schalke 0437:3139
 
6FC Augsburg33:3438
 
7TSG Hoffenheim40:3837
 
8Eintracht Frankfurt49:5234
 
9Werder Bremen41:5434
 
10Borussia Dortmund34:3333
 
111. FSV Mainz 0535:3630
 
121. FC Köln26:3230
 
13Hertha BSC31:4429
 
14Hannover 9629:4227
 
15SC Freiburg26:3625
 
16Hamburger SV16:3725
 
17SC Paderborn 0723:5024
 
18VfB Stuttgart27:4623