Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
15.02.2015, 13:46

Pyrotechnik und Platzsturm

Kölner Chaoten sorgen für Ärger beim rheinischen Derby

Die Ansetzung des 82. rheinischen Derbys in der Bundesliga zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln (1:0) ausgerechnet am Karnevals-Wochenende stieß im Vorfeld der Partie auf Kritik. Im Nachhinein sehen sich die Skeptiker bestätigt, denn Teile der Kölner Fans fielen negativ aus der Rolle.

Kölner Chaoten
Schlimme Szenen: Hooligans des 1. FC Köln stürmen nach der Niederlage in Mönchengladbach den Platz.
© Getty ImagesZoomansicht

Bereits vor der Partie und in der zweiten Hälfte wurden im Fanblock der Geißböcke Pyrotechnik abgebrannt. Der Anpfiff der Partie durch Schiedsrichter Deniz Aytekin erfolgte mit einer Verzögerung, da durch die Rauchentwicklung die Sicht eingeschränkt war. Im zweiten Abschnitt musste Aytekin die Partie sogar für rund eine Minute unterbrechen, weil Kölner Chaoten erneut Bengalische Feuer abbrannten und Böller zündeten.

Die Vorkommnisse riefen sogar Jörg Schmadtke auf den Plan. Der Sportliche Leiter der Kölner begab sich zum Fanblock um die vermeintlichen Übeltäter - aller Voraussicht nach Mitglieder der Kölner Ultras - zu beschwichtigen.

Nach dem Abpfiff der Partie stürmten schließlich rund 30 mit weißen Overalls verkleidete Personen aus dem Kölner Fanblock in den Innenraum des Borussia-Parks, die noch anwesenden Spieler und Offizielle wurden aber nicht bedroht. Es kam zu Rangeleien und Handgreiflichkeiten mit der Polizei und den Ordnungskräften, mindestens zwei Randalierer wurden noch auf dem Feld festgenommen. Die Polizei brachte die Situation aber zügig unter Kontrolle.

Jörg Schmadtke
Der Beschwichtigungsversuch von Kölns Sportlichen Leiter Jörg Schmadtke schlug fehl.
© imago

"Was soll ich dazu sagen? Jeder, der Fußball liebt, kann mit so etwas nichts anfangen. Das kann man logischerweise nicht gutheißen", sagte Kölns Trainer Peter Stöger: "Das ist bitter. Mindestens so bitter wie die 0:1-Niederlage." Auch sein Gladbacher Amtskollege Lucien Favre sagte: "So etwas gehört nicht zum Fußball."

Noch am Abend verurteilte der 1. FC Köln die Vorkommnisse auf seiner Vereinswebsite und distanzierte sich "ohne Wenn und Aber" von den Verursachern. Die Vorfälle seien ein "schwerer Rückschlag, der den Klub enttäuscht und ärgert", hieß es weiter.

Der FC kündigte zudem die Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden an. Der Klub wolle "alles ihm Mögliche tun, um Täter zu ermitteln und konsequent zu sanktionieren" und behalte sich "weitere, harte Schritte" gegen die beteiligten Gruppierungen vor. "Wer von sich behauptet, Fan des 1. FC Köln zu sein, und sich so verhält, hat grundlegende Regeln des Fußballs nicht verstanden und ist unerwünscht."

Dem Verein droht nun eine empfindliche Strafe durch den DFB. Denn bereits in den vergangenen Monaten sind Teile der Kölner Anhänger negativ aufgefallen. Dass es entsprechende Ermittlungen geben werde, bestätigte der Verband am Sonntag. Im ersten Schritt würden beide Vereine Anfang der Woche angeschrieben und zu Stellungnahmen aufgefordert.

jer

15.02.15
 
Seite versenden
zum Thema

1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München53:952
 
2VfL Wolfsburg46:2344
 
3Bor. Mönchengladbach28:1736
 
4FC Schalke 0431:2334
 
5FC Augsburg30:2734
 
6Bayer 04 Leverkusen34:2732
 
7TSG Hoffenheim33:3429
 
8Werder Bremen35:4329
 
9Eintracht Frankfurt39:4128
 
10Hannover 9624:3225
 
111. FC Köln19:2424
 
12SC Paderborn 0723:3523
 
13Hamburger SV14:3023
 
141. FSV Mainz 0527:3022
 
15Borussia Dortmund25:2922
 
16SC Freiburg23:3021
 
17Hertha BSC26:4021
 
18VfB Stuttgart21:3718