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08.02.2015, 19:22

Hertha und HSV leben

Vierter Erfolg für Werder - Erste Siege für FCB und BVB

Das Team der Stunde in der Bundesliga ist nach dem 20. Spieltag Werder Bremen. Die Mannschaft von Viktor Skripnik fuhr am Sonntag gegen Bayer Leverkusen den vierten Sieg in Serie ein. Dagegen musste sich Augsburg gegen Frankfurt mit einem Remis begnügen und verpasst Rang drei, den sich Schalke schnappt. Derweil feierte der FC Bayern in Stuttgart seinen ersten Sieg in der Rückrunde. Wolfsburg sah ein starkes Debüt von Schürrle. Im Keller gab es teils starke Lebenszeichen von Dortmund, Hertha BSC und dem HSV. Die Rote Laterne hängt beim VfB.

Werder hat einen Lauf

Zlatzko Junuzovic
Viertes Freistoßtor der Saison: Zlatzko Junuzovic.
© picture allianceZoomansicht

Keine Frage, Werder Bremen ist mit vier Siegen in Serie die Mannschaft der Stunde. Am Sonntag musste Bayer Leverkusen dran glauben. Dabei ließ sich das Team auch nicht vom kurzfristigen Ausfall von di Santo verunsichern. Leverkusen agierte zunächst wie gewohnt, spielte aggressiv und presste, doch den ersten Wirkungstreffer setzte eben Werder. Mit zwei, drei direkten Zuspielen auf Höhe der Mittelinie nahmen die Hausherren Schwung auf. Bartels und Selke vollendeten den schönen Angriff zur frühen Führung für Bremen. Die Gäste waren zwar keineswegs chancenlos, aber Werder setzte die Akzente. Freistoßkünstler Junuzovic erhöhte mit einem Zauberball aus rund 18 Metern auf 2:0. Für den Österreicher der vierte Freistoßtreffer in dieser Saison. Doch Leverkusen kam kurz vor dem Wechsel durch ein Abstaubertor von Calhanoglu wieder auf 1:2 ran. Der Torschütze blieb in der Kabine und mit Son kam mehr Schwung. Der Druck auf die Hausherren nahm deutlich zu und Kießling scheiterte nur am Pfosten. Der Ärger bei Roger Schmidt stieg und er wurde vom Schiedsrichter wegen Meckerns auf die Tribüne geschickt. Dort sah er wie Brandt und Bellarabi weitere Gelegenheiten ungenutzt ließen und sein Team als Verlierer vom Platz ging, während Bremen weiter klettert und mittlerweile auf Rang acht angekommen ist.

Meier rettet der Eintracht ein Remis

Der FC Augsburg hat es gegen Frankfurt trotz gutem Start verpasst, den dritten Sieg 2015 einzutüten und ließ damit die Chance, auf Platz drei zu springen, ungenutzt. Die Eintracht wartet durch das leistungsgerechte Remis nun schon seit sechs Spielen auf einen Dreier. Nach einem munteren Auftakt in Augsburg, gingen die Hausherren auch gleich in Führung. Die Hessen bekamen den Ball nicht weg, Altintop bediente mehr aus Zufall Klavan und der Este tunnelte Trapp aus kurzer Distanz. Frankfurt zeigte sich in der Folge zwar bemüht, hatte mehr Ballbesitz, doch die Schwaben waren gefährlicher. Werner scheiterte dabei im Eins-gegen-eins an Keeper Trapp. Das Team von Coach Thomas Schaaf blieb weitestgehend harmlos, der FCA nicht. Erneut leitete ein Freistoß einen Treffer ein, am Ende war Bobadilla zur Stelle und erhöhte aus kurzer Distanz. Doch die Gäste steckten nicht auf, waren kurz vor der Pause durch ein Tor von Aigner (fünftes Tor in den letzten sechs Partien) wieder im Spiel. Lange wollte dann nichts mehr passieren, erst ein Fehler von Altintop hatte Folgen. Den Ballverlust im Mittelfeld nutzte Zambrano für ein Zuspiel und Meier vollstreckte zum 2:2 - sein 14. Saisontor. Für Augsburg bedeutete dies im 20. Saisonspiel das erste Unentschieden.

Scharfschützen Robben und Alaba machen den Unterschied

Zwei Bayern-Torschützen in Stuttgart: Robben und Alaba.
Zwei Bayern-Torschützen in Stuttgart: Robben und Alaba.
© Getty ImagesZoomansicht

Der FC Bayern hat seine Durststrecke in der Rückrunde beendet - die Münchner siegten im Südschlager beim VfB Stuttgart und behaupten damit ihre souveräne Tabellenführung. Das Duell bei den Schwaben war in den ersten 45 Minuten eine zähe Angelegenheit. Die Stevens-Elf hatte bis zur 40. Minute alles im Griff und Pech bei Sakais Pfostentreffer. Die Guardiola-Elf stellte den VfB allerdings auch nicht vor allzu große Probleme, denn ihre Aktionen zeugten nicht gerade von Ideenreichtum. Kurz vor der Pause dann aber der Auftritt von Robben, der mit einem strammen Schuss die Führung für den Rekordmeister besorgte und überhaupt das erste Mal gegen den VfB traf. Stuttgart kam mutig aus der Kabine (Harnik für Schwaab), doch wurde der VfB gleich kalt und entscheidend erwischt: Alaba wuchtete einen Freistoß aus gut 25 Meter in den Winkel zum 2:0. Damit war der Schwung der Schwaben auch schon gebrochen - die Bayern verwalteten den Vorsprung in souveräner Manier und verbuchen am dritten Rückrundenspieltag das erste Erfolgserlebnis. Der VfB dagegen rutscht ans Tabellenende.

Lebenszeichen des BVB dank Reus und Aubameyang

Ausnahmesituation: Dortmund jubelt dank Doppelpacker Aubameyang.
Ausnahmesituation: Dortmund jubelt dank Doppelpacker Aubameyang.
© Getty Images

Auch Borussia Dortmund durfte am 20. Spieltag mal wieder jubeln. Der BVB bezwang den SC Freiburg und fuhr den ersten Dreier im neuen Jahr ein. Die Borussen gingen sehr bissig und druckvoll in die Partie. Die Freiburger hatten dadurch kaum Luft zum Atmen und machten prompt einen fatalen Fehler: Frantz schob den Ball dem Kontrahenten Aubameyang in die Füße, der Gabuner legte etwas unfreiwillig für Reus auf, der dann die Kugel ins leere SC-Tor schob. Die Führung gab dem kriselnden Vizemeister eine bis dato nicht dagewesene Sicherheit, zumal Klopp nun wohl mehr auf Sicherheit agieren ließ. Im zweiten Durchgang wollte der SC nochmal zurückschlagen, doch die Dortmunder agierten diesmal zu konzentriert - in der Defensive und in der Offensive: Aubameyang schnürte einen Doppelpack zum 3:0-Endstand und schoss den BVB damit auf den Relegationsplatz.

Schürrle wirbelt - Dost und De Bruyne treffen

In Wolfsburg schon obenauf: Schürrle legte gegen Hoffenheim doppelt auf.
In Wolfsburg schon obenauf: Schürrle legte gegen Hoffenheim doppelt auf.
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In Wolfsburg fieberten die VfL-Anhänger dem Debüt vom Wintereinkauf Schürrle entgegen und gegen die Hoffenheimer war es dann auch soweit für den Nationalspieler. Der Offensivmann ließ sich dann auch nicht lange bitten und wirbelte die Kraichgauer mächtig durcheinander. Zuerst legte er für Dosts Führungstor auf, dann für De Bruynes 2:0 und fast hätte der Ex-Chelsea-Profi selbst auch noch getroffen. Die TSG agierte zaghaft, konnte kaum Bälle in entscheidenden Bereichen erobern und musste die klare Überlegenheit der Niedersachsen im ersten Abschnitt anerkennen. In Hälfte zwei riss dann aber beim VfL der Faden, oder besser gesagt: Hoffenheim kam mächtig auf. Doch trotz bester Chancen wollte der Gisdol-Elf kein Treffer gelingen, stattdessen machte De Bruyne mit seinem zweiten Tor zum 3:0-Endstand alles klar, so dass Wolfsburg Platz zwei weiter festigt.

2:0 in Mainz: Dardai haucht neues Leben ein

In Berlin gab es im Anschluss an die englische Woche (0:1 gegen Leverkusen) wesentliche Veränderungen - Pal Dardai beerbte Jos Luhukay auf der Trainerbank der Hertha. Die Auswirkungen waren beim Gastspiel in Mainz deutlich zu erkennen, denn die Hauptstädter agierten kompakter und bissiger. Zudem taten sie auch etwas für das Selbstvertrauen in Form von zwei Toren. FSV-Keeper Karius leistete sich einen totalen Blackout gegen Stocker, den er elfmeterreif zu Fall brachte - Rot! Den fälligen Strafstoß versenkte Hegeler sicher zur Führung der Herthaner. Beerens legte noch vor der Pause per Abstauber nach, auch wenn der Niederländer dabei im Abseits stand. In Überzahl hatten die Berliner keine Schwierigkeiten, den Vorsprung zu halten, doch dann kassierte ihr Kapitän Lustenberger nach knapp einer Stunde die Ampelkarte, so dass es wieder spannender wurde. Das Spiel war nun extrem unterhaltsam und ausgeglichen, doch Dardais Mannen brachten den Dreier letztlich nach Hause.

Wieder eine Nullnummer in Köln

Der 1. FC Köln hatte sich gegen den SC Paderborn viel vorgenommen, um die speziell zuhause keineswegs verwöhnten Fans (erst ein Heimsieg) etwas milder zu stimmen. Doch im ersten Abschnitt wollte der Stöger-Elf, die mit zwei nominellen Spitzen begann, gerade im Offensivbereich kaum etwas einfallen. In Hälfte eins stand Paderborn tief, direkt nach dem Seitenwechsel wurde die Breitenreiter-Elf mutiger und vergab durch Kachunga eine Großchance. Das Bemühen war beiden Teams bis zum Schlusspfiff nicht abzusprechen, doch Zählbares sprang nicht heraus.

Hannover wacht zu spät auf - HSV klettert

Hamburgs Jansen freut sich mit Jiracek über das zwischenzeitliche 2:0.
Hamburgs Jansen freut sich mit Jiracek über das zwischenzeitliche 2:0.
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Der Hamburger SV fährt im Abstiegskampf den zweiten Sieg in Folge ein. Nach dem 3:0 in Paderborn unter der Woche gewann die Mannschaft von Joe Zinnbauer nun auch gegen Hannover 96 mit 2:1. Der große Pechvogel in der durchschnittlichen Partie war 96-Innenverteidiger Marcelo, der an beiden Gegentoren massiv beteiligt war. Zunächst lenkte er eine Stieber-Flanke per Bogenlampe ins eigene Netz zur 1:0-Halbzeitführung für den HSV, dann wurde er nach dem Seitenwechsel von Jansen angeschossen und wieder landete der abgefälschte Ball unhaltbar für Keeper Zieler im Kasten der Niedersachsen. Auf der Gegenseite avancierte Hamburgs Schlussmann Drobny allerdings auch zum Sieggaranten, denn in der Frühphase des Duells scheiterte Joselu mit einem von van der Vaart verursachten Foulelfmeter am Tschechen. Ansonsten blieb die Korkut-Elf, die zwar klar mehr Torschüsse abgab und auch mehr Ballbesitz verzeichnete, in vorderster Front lange Zeit ohne Durchschlagskraft. Korkut wechselte offensiv und wurde fast umgehend mit dem Anschlusstor zum 1:2 von Joker Sobiech belohnt. Hannover drängte nun in der offenen Partie auf den Ausgleich, doch der HSV zitterte den Sieg nach Hause. Mit der neuerlichen Niederlage (ein Zähler in der Rückrunde) bleibt Hannover weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück, der HSV dagegen klettert aus dem Keller.

Dank Barnetta: Schalke zieht an Gladbach vorbei

Einen Schritt voraus: Barnetta erzielt das 1:0, das Schalke an Gladbach vorbeiziehen lässt.
Einen Schritt voraus: Barnetta erzielt das 1:0, das Schalke an Gladbach vorbeiziehen lässt.
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Wegen einer Bombendrohung begann die Partie in der Schalker Arena am Freitag mit leichter Verzögerung. Nach erfolgtem Anpfiff ging es dagegen für die Schalker ohne Verzögerung nach vorne: Die Königsblauen übernahmen gleich das Kommando und wurden mit dem Führungstreffer von Jubilar Barnetta (11.), der sein 250. Bundesligaspiel absolvierte, belohnt. Ein Großteil des Ruhms ging allerdings auch an Boateng für die maßgenaue Vorarbeit. Der erst 19-jährige Schalker Keeper Wellenreuther, der nach den Verletzungen von Fährmann und Giefer sein Startelf-Debüt bei den "Königsblauen" feierte, verlebte dagegen einen weitgehend ruhigen Abend: Zu harmlos waren die Gladbacher im Spiel nach vorne. Da auch die Schalker weitgehend auf Ergebnisverwaltung bedacht waren, spielte sich der Großteil der Partie im Mittelfeld ab. Mit dem 1:0-Erfolg überholte Schalke die Borussia in der Tabelle und untermauerte seine Ambitionen auf eine erneute Champions-League-Qualifikation.

mas

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2014/15, 20. Spieltag
1. Bundesliga, 2014/15, 20. Spieltag
Euphorisch

Die Fans des FC Augsburg unterstützen ihr Team in jeder Hinsicht.
© Getty Images

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1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München45:949
 
2VfL Wolfsburg41:1941
 
3FC Schalke 0431:2234
 
4FC Augsburg28:2434
 
5Bor. Mönchengladbach27:1733
 
6Bayer 04 Leverkusen30:2232
 
7TSG Hoffenheim31:3326
 
8Werder Bremen32:4126
 
9Eintracht Frankfurt38:4125
 
10Hannover 9623:3025
 
111. FC Köln19:2324
 
12Hamburger SV14:2223
 
131. FSV Mainz 0525:2622
 
14Hertha BSC26:3821
 
15SC Paderborn 0721:3420
 
16Borussia Dortmund21:2719
 
17SC Freiburg21:3018
 
18VfB Stuttgart20:3518

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