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17.01.2015, 22:55

Hoffenheimer Kapitän bevorzugt die rechte Abwehrseite

Beck träumt von Europa und der Nationalelf

Mittlerweile hat Andreas Beck den Überblick verloren. "Ich kann gar nicht genau sagen, die wievielte Vorbereitung das für mich ist", gesteht der 27-Jährige, der das Procedere mit Vereins- und Auswahlmannschaften zig-mal durchlaufen hat. Sicher ist er aber, dass das jüngste Trainingslager in Südafrika "auf einem sehr hohen Level ablief. Wir hatten gute Bedingungen, und mit jedem Halbjahr unter Gisdol werden die Inhalte komplexer."


Aus Johannesburg berichtet Michael Pfeifer

Hoffenheims Kapitän Andreas Beck
Hat mit der Nationalelf noch nicht abgeschlossen: Hoffenheims Kapitän Andreas Beck.
© imagoZoomansicht

In gewissen Details, "sind wir jetzt weiter", erklärt Beck. "In der Bundesliga darfst du nicht lange überlegen, da müssen die Automatismen sitzen." Hoffenheims Kapitän stellt eine zunehmende Balance fest zwischen Offensive und Defensive. "Es gab ja auch schon Spiele, in denen wir stabil standen, wenig zugelassen haben und trotzdem unsere Tore gemacht haben", erinnert Beck, "es kann nicht immer ein 5:0 sein wie in Berlin. Das ist unmöglich in dieser Liga. Aber da hat man es extrem gesehen, dass wir sehr griffig waren gegen den Ball und dann kriegt man auch solche Spiele hin."

Für Beck die Idealvorstellung einer Bundesligapartie. "Das war die Blaupause, ein Spiel, wie es sein soll und man es sich vorstellt, gerade auswärts. Das kam auch gerade zur rechten Zeit, damit wir mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen konnten." Gut erholt hat sich der Rechtsverteidiger, der bereits seit dem zweiten Weihnachtsfeiertag in Südafrika ist. "Das war wichtig, mal runterzufahren, die Bundesliga ist schon sehr anstrengend, das zehrt, weil man immer an seine Grenzen geht."

An seine eigenen kam Beck zuletzt wieder deutlich näher ran. "Ja, das kann ich bestätigen, es gab eine Phase, in der wir Spiele verloren haben. Da war ich auch mit mir nicht zufrieden." Speziell der Wechsel zurück auf die vertraute rechte Abwehrseite gab ihm wieder mehr Sicherheit und Stabilität. Doch wegen der erneuten Abstinenz von Linksverteidiger Kim Jin-Su beim Asiencup traut Beck dem Frieden nicht. "Ich weiß nicht, was der Trainer nun plant. Ich fühle mich auch auf beiden Seiten wohl. Nur hatte ich das Gefühl, dass es auf rechts stabiler war. Wenn ich rechts spiele, freue ich mich und habe auch die entsprechenden Leistungen gebracht."

Wieso sollte ich dieses Thema abhaken?Andreas Beck über die deutsche Nationalmannschaft

Mit mehr Konstanz auf seiner alten Position traut sich Beck durchaus auch wieder den Sprung in die Nationalmannschaft zu, schließlich sind verlässliche Rechtsverteidiger in der Ära nach Philipp Lahm dünn gesät. "Wieso sollte ich dieses Thema auch abhaken?", fragt Beck, der neunmal für Deutschland spielte, zuletzt 2010, am 17. November beim 0:0 in Schweden. "Solange ich in der Bundesliga auf einem guten Niveau spiele, werde ich nicht irgendwas abhaken. Obwohl ich weiß, dass die Nationalmannschaft Weltklasse ist und es da unfassbar gute Spieler gibt. Aber es wäre doch fahrlässig, wenn ich das irgendwie hergeben würde."

Die Voraussetzung dafür sind gute Spiele mit Hoffenheim in der Liga. "Klar, wenn wir uns im oberen Drittel festsetzen können, dann ist man im Fokus. Definitiv. Ob es dann reicht für eine Nominierung, weiß ich nicht. Klar will ich mich in den Vordergrund spielen, dazu brauchen wir Siege und einen guten Tabellenplatz."

Becks Rechenspiele

Auch zum Sprung in einen internationalen Wettbewerb sieht der frühere U-21-Nationalspieler, der 2009 gemeinsam mit Manuel Neuer, Jerome Boateng oder Mesut Özil Europameister geworden war, die Kraichgauer durchaus in der Lage. "Wir haben jetzt zweimal in Folge 26 Punkte in einer Halbserie geholt. Wenn wir diesen Schnitt halten können und uns trotzdem noch ein Stück verbessern können, dann sind wir schon mal nicht schlechter als Platz sieben. Dann müssen die anderen schon extrem viele Punkte holen." Dennoch hält sich Beck mit konkreten Ansagen zurück. "Wir wollen uns verbessern. Das ist unser Credo", erklärt er, "ob es am Ende reicht, kann man jetzt nicht sagen. Aber der Ehrgeiz ist groß."

So bereiten sich die Erstligisten auf die Rückrunde vor
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Trainingsauftakt: 7. Januar. Trainingslager: 9. bis 18.1. in Doha (Katar). Testspiele: Katar Stars (13.1., 18.05 Uhr MEZ); Riad (17.1. Saudi Arabien); beim VfL Bochum (23.1., 18 Uhr).
© picture alliance

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17.01.15
 
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weitere Infos zu Beck

Vorname:Andreas
Nachname:Beck
Nation: Deutschland
Verein:Besiktas Istanbul
Geboren am:13.03.1987