Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
13.01.2015, 23:55

Der Werder-Boss plädiert für den neuen Kurs

Bode: "Mit der Jugend gehen wir kein Risiko"

Sein Sachverstand ist gefragt. Mit Marco Bode, der im Oktober den Vorsitz im Aufsichtsrat von Willi Lemke übernommen hat, ist eine weitere Ikone bei Werder Bremen in die Verantwortung getreten. Der Ex-Nationalspieler, Europameister von 1996 und Vizeweltmeister von 2002, steht sinnbildlich für den neuen Werder-Weg. Bei seiner Stippvisite im Trainingslager in Belek machte sich Bode ein Bild vom Stand der Vorbereitung. Dabei kommt er zu diesem Urteil, das Hoffnung im Abstiegskampf verbreitet: "Wir können mit dieser Mannschaft in der 1. Liga bestehen."


Aus dem Trainingslager in Belek berichtet Hans-Günter Klemm

"Die Marke Werder wäre in der 2. Liga nicht mehr so viel wert": Bremens neuer Boss Marco Bode.
"Die Marke Werder wäre in der 2. Liga nicht mehr so viel wert": Bremens neuer Boss Marco Bode.
© picture allianceZoomansicht

Bode ist eingespannt in der Türkei. Termine über Termine für den Werder-Boss. Zum Pressegespräch am Dienstag kommt er von einer Verpflichtung mit den Sponsoren, die der Klub an die türkische Riviera eingeladen hat. "Ein Workshop mit und für unsere Partner", verrät der 45-Jährige. Der Nord-Klub pflegt die Beziehung zu den Geschäftspartnern über das Alltagsgeschäft hinaus: "Es ist Teil unserer Philosophie."

Natürlich, so berichtet Bode, der gemeinsam mit Klaus Filbry, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, die zehnköpfige Gruppe der Förderer betreut, bestehe auch bei dem einen oder anderen Sponsor die Sorge, dass Werder den Klassenerhalt nicht schaffen könne. "Die Marke Werder wäre in der 2. Liga nicht mehr so viel wert", weiß der auch in der Kommunikationsbranche tätige Aufseher.

Bode verweist auf eine gewisse Aufbruchsstimmung

In den Gesprächen vor Ort hat Bode sich bemüht, diese Ängste zu relativieren. Er hat auf die positive Entwicklung verwiesen, die mit der Inthronisierung von Viktor Skripnik stattgefunden hat: 13 Punkte aus acht Spielen nach dem Fehlstart unter Robin Dutt, wo kein Sieg nach neun Spielen zu Buche gestanden hat und sich nur vier Zähler auf dem Konto befunden hatten. Zudem ist der Einbau junger Spieler gelungen. Neue Typen, insgesamt eine gewisse Aufbruchsstimmung.

"Unbekümmertheit der Talente kann auch eine Stärke im Abstiegskampf sein"

"Wir müssen die Balance finden", schätzt Bode die Lage bei der viel diskutierten Debatte über den Jugendstil ein. "Wir brauchen auch die Erfahrung." Doch der neue Werder-Boss plädiert dafür, den eingeschlagenen Kurs grundlegend beizubehalten: "Mit der Jugend gehen wir kein zusätzliches Risiko. Die Unbekümmertheit der Talente kann auch eine Stärke im Abstiegskampf sein."

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Als sie den Schwenk mit dem Trainerwechsel in der Hinserie gemacht hätten, sei die Lage viel dramatischer gewesen. Damals hätten sie sich für Viktor Skripnik entschieden. Bode dazu: "Es war mutig von uns. Wir standen vor der Frage, einen alten Haudegen zu holen oder es mit Viktor zu versuchen, der sich im Verein gut auskennt und normalerweise keine Anlaufschwierigkeiten zu befürchten hatte. Wir haben uns für ihn entscheiden, weil er besser in die Gesamtphilosophie passt."

"Wir verfolgen eine gemeinsame Philosophie"

Skripnik als ein Aspekt, Bode selbst als eine Figur, die den neuen Werder-Weg verkörpert. Zwar sagt der nun in die Verantwortung gerückte ehemalige Profi: "Mit mir dreht sich die Welt nicht andersherum." Doch er gibt auch zu, dass "gewisse Veränderungen" da sind. Bode versteht sich als Teamplayer, plädiert für interne Absprachen und ein "partnerschaftliches Verhältnis" zwischen der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat: "Wir verfolgen eine gemeinsame Philosophie. Es geht um die kontinuierliche Entwicklung des Kaders."

Zur aktuellen Thematik, ob Werder für den Überlebenskampf in der höchsten deutschen Spielklasse noch Verstärkungen benötige und ob dafür ins finanzielle Risiko gegangen werden soll, wollte sich Bode nicht konkret äußern: "Ob wir bereit sind, begrenzt Schulden zu machen, ist für mich nicht der zentrale Punkt." Bode sieht "keine absolute Notwendigkeit, den Kader aktuell zu verstärken". Zumal, wie er betont, es keine Garantie gebe, dass ein Zukauf den Klassenerhalt garantiere. "Wir haben gewisse Spielräume zu handeln, aber wir wollen nicht unvernünftig agieren."

13.01.15
 
Seite versenden
zum Thema

1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München42:845
 
2VfL Wolfsburg37:1837
 
3Bor. Mönchengladbach26:1630
 
4FC Schalke 0429:2130
 
5FC Augsburg25:2230
 
6Bayer 04 Leverkusen28:2029
 
7TSG Hoffenheim30:2826
 
8Hannover 9621:2724
 
9Eintracht Frankfurt35:3823
 
101. FC Köln19:2322
 
111. FSV Mainz 0524:2321
 
12Werder Bremen28:3920
 
13SC Paderborn 0721:3119
 
14SC Freiburg21:2618
 
15Hertha BSC24:3718
 
16Hamburger SV9:2117
 
17VfB Stuttgart20:3317
 
18Borussia Dortmund18:2616

weitere Infos zu Skripnik

Vorname:Viktor
Nachname:Skripnik
Nation: Ukraine
Verein:Werder Bremen

Vereinsdaten

Vereinsname:Werder Bremen
Gründungsdatum:04.02.1899
Mitglieder:36.500 (01.07.2015)
Vereinsfarben:Grün-Weiß
Anschrift:Franz-Böhmert-Straße 1c
28205 Bremen
Telefon: (04 21) 43 45 90
Telefax: (04 21) 49 35 55
E-Mail: info@werder.de
Internet:http://www.werder.de