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06.01.2015, 13:12

Stuttgart: Finanzvorstand Ruf hört im Sommer auf

Dutt unterschreibt beim VfB bis 2018

Es war keine Überraschung, als Robin Dutt am Dienstag vom VfB Stuttgart als neuer Sportvorstand vorgestellt wurde. Der Aufsichtsrat hat sich einstimmig für den Ex-Coach von Werder Bremen ausgesprochen. Jochen Schneider, der die Stelle interimsmäßig nach der Entlassung von Fredi Bobic übernommen hatte, bleibt ebenfalls an Bord. Zudem teilte Präsident Bernd Wahler mit, dass Finanzvorstand Ulrich Ruf seinen Job im Sommer aufgeben wird.

Huub Stevens, Robin Dutt und Bernd Wahlre (v.l.)
Will für eine nachhaltige Entwicklung beim VfB sorgen: Robin Dutt.
© imagoZoomansicht

"Das von Robin Dutt vorgestellte sportliche Konzept mit dem Schwerpunkt der Optimierung von Strukturen und Kaderplanung hat den Präsidenten und den Aufsichtsrat voll überzeugt", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Joachim Schmidt und fügte hinzu: "Wir sind sicher, dass er mit seiner Kompetenz, Erfahrung und seinem Netzwerk sowie seinem teamorientierten Führungsstil den VfB im sportlichen Bereich stabilisieren und weiterentwickeln wird."

Dutt erhält bei den Schwaben einen Vertrag bis 2018. Der 49-Jährige war im Oktober als Trainer bei Werder Bremen von seinen Aufgaben entbunden worden, der Vertrag wurde an Silvester einvernehmlich aufgelöst. Es ist Dutts erste Station als Vereinsfunktionär, von August 2012 bis April 2013 war er als Sportdirektor jedoch schon beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) aktiv gewesen.

"Wir hatten ein klares Anforderungsprofil für die Position des Sportvorstandes erstellt. Der wichtigste Punkt war neben der Sportkompetenz die Umsetzung unserer Strategie und damit die Durchgängigkeit von den Jugendmannschaften bis in den Profibereich. Weitere Faktoren waren Führungsqualität, Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie die Identifikation mit unseren Werten. Zudem war uns ein kaufmännisches Verständnis auch im Umgang mit Budgets und Prozessen wichtig", begründete Wahler.

 

Dutt, der seine Arbeit sofort aufnimmt und am 16. Januar mit der Mannschaft ins Trainingslager nach Portugal reisen wird, sieht einen Berg Arbeit auf sich zukommen. "Der Verein steht in dem sich ständig wandelnden Umfeld der Bundesliga vor großen Herausforderungen. Kurzfristig werden wir alles daran setzen, den Kampf um den Klassenverbleib erfolgreich zu bestreiten." Langfristig geht es um die Verzahnung von Jugendabteilung, Scouting, Profiabteilung - "nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Kopf". Der Transfer von Joshua Kimmich zum FC Bayern München wurde noch ohne Dutts Zutun abgewickelt.

Dutt: "Ich gebe ein paar Dinge auf"

Vom Job beim DFB unterscheide sich die neue Stelle "deutlich", erklärte Dutt: "Ich gebe ein paar Dinge auf, die werden mir auch fehlen, da mache ich keinen Hehl draus. Aber es bleibt die Kabine, die Atmosphäre am Spieltag. Und es bleibt vor allem die Zusammenstellung einer Mannschaft mit dem Trainer und der Scoutingabteilung."

Die erste Kontaktaufnahme mit Coach Huub Stevens war allem Anschein nach sehr positiv. "Ich freue mich sehr, wirklich sehr auf die Zusammenarbeit mit Huub - ich hoffe, dass es dir genauso geht", sagte Dutt auf der Pressekonferenz zu seinem Nebenmann, woraufhin Stevens lachte und hinterherschob: "Bis jetzt schon, bis jetzt."

Ruf hört im Sommer auf

VfB-Präsident Bernd Wahler und Finanzvorstand Ulrich Ruf
Prägte den VfB ein Vierteljahrhundert: Finanzvorstand Ulrich Ruf (rechts mit Präsident Bernd Wahler).
© imagoZoomansicht

Der VfB stellt sich aber nicht nur auf der Position des Sportdirektors neu auf - auch Finanzvorstand Ulrich Ruf nimmt seinen Hut und macht ab Sommer den Weg frei. Sein Vertrag wäre noch bis 2016 gelaufen. Die Personalie dürfte für Insider keine Überraschung sein. Ruf wurde zuletzt schon von Fredi Bobic scharf kritisiert. Der ehemalige Sportdirektor der Schwaben hatte sich intern über die Sparzwänge beschwert und bemängelt, dass Ruf bei den Finanzen nicht innovativ genug sei. Wahler erhofft sich auf der Position mit einem neuem Mann "neue Impulse".

"Eine Konsolidierung der Finanzen und das Erwirtschaften von Transferüberschüssen machen den Finanzchef vielleicht glücklich, diese Einbahnstraßenpolitik ist aber schädlich für den öffentlichen Erfolg", hatte Bobic nach seinem Rauswurf im exklusiven kicker-Interview scharf Kritik geübt. Besonders schwer sei es, den Verein zu verändern, "wenn im Vorstand nur zwei arbeiten", nahm Bobic Ruf schwer unter Beschuss.

Ruf begann vor 25 Jahren beim VfB als Assistent der Geschäftsleitung. 1990 wurde er zum Direktor Finanzen, Recht, Verwaltung und Organisation, die Berufung in den Vorstand folgte 2000.

Wahler: Ausgliederung erst 2016

Offiziell ist nun auch, was der kicker bereits am Montag vermeldet hatte: Die geplante Ausgliederung der Profi-Abteilung, die laut Wahler "eine wegweisende Entscheidung" ist, wird verschoben. "Sie sollte nicht unter dem Eindruck und Druck der aktuellen sportlichen Situation getroffen werden", findet der Präsident. "Stand heute sind wir der Überzeugung, dass als frühester Zeitpunkt das Frühjahr 2016 ist. Mir ist wichtig, dass das Thema Ausgliederung nicht von der sportlichen Situation ablenkt." Der Schritt, der eigentlich schon für diesen April angedacht war, soll in einer ersten Tranche von rund 25 Prozent aller Anteile zwischen 30 und 40 Millionen Euro einbringen.

tru/George Moissidis

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 06.01., 18:42 Uhr
Dutt: Was beim VfB anders ist als beim DFB
Robin Dutt hat sich gleich für vier Jahre an den VfB Stuttgart gebunden - genau wie einst an den DFB. Hält er im "Ländle" länger durch als damals, als er sich nach nicht einmal einem Jahr verabschiedete? Bei der Vorstellung sagte der neue Sportvorstand, was diesmal anders ist und was er vorhat mit dem VfB. Fredi Bobic traut seinem Nachfolger einiges zu.
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6 Leserkommentare

seelenwinter
Beitrag melden
06.01.2015 | 19:40

2. liga... nicht unterschätzen...

@ober bernd: unterschätze mal die zweite liga nicht... wäre mir nämlich nicht so sicher, dass ne direkte [...]
eckaaaat
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06.01.2015 | 19:40

gebt dem dutt ne chance

ob dutt der richtige mann für den posten ist wird sich zeigen.
es könnte passen. in bawü war er bish[...]
OberBernd
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06.01.2015 | 18:53

Quo vadis VfB?

So ein teurer Dutt passt doch nun gar nicht in das aktuelle Konzept des VfB, hätte es da nicht auch [...]
Sesselpuper
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06.01.2015 | 18:17

konsequenter weg

immerhin plant der vfb nun frühzeitig - für die zweite liga.

dutt wird - wie vorher auch als tr[...]
seelenwinter
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06.01.2015 | 17:15

"Wir hatten ein klares Anforderungsprofil für die Position des Sportvorstandes erstellt. Der wichtigste [...]

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