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08.12.2014, 16:06

Dritter Sieg der Eintracht in Folge

Frankfurt: Vier Gründe für den Aufschwung

Eintracht Frankfurt in der Adventszeit 2013: Mit elf Punkten nach 14 Spielen dümpeln die Hessen im Tabellenkeller herum. Nur die bessere Tordifferenz trennt den Verein vom SC Freiburg und Relegationsrang 16. Euphorie in der Europa League, Tristesse in der Liga. Sorgenfalten bei den Verantwortlichen. Ein Jahr später und zehn Punkte mehr sind Top-Klubs wie Bayer 04 Leverkusen und Schalke 04 nur einen Steinwurf weit entfernt. Trotz eines gewaltigen personellen Aderlasses im Sommer, einem Trainerwechsel und Verletzungssorgen. kicker online nennt vier Gründe für den Aufschwung.

Feierlaune in Frankfurt: Alex Meier & Co. sind derzeit kaum zu bremsen.
Feierlaune in Frankfurt: Alex Meier & Co. sind derzeit kaum zu bremsen.
© Getty ImagesZoomansicht

1. Das Tor-Phänomen

Es ist kein Geheimnis, dass Alex Meier gerne Tore schießt, in 282 Ligaspielen für Frankfurt markierte er 92 Treffer (42 Assists). Und doch ist es bemerkenswert, zu welcher Höchstform der 1,96-Meter-Hüne in dieser Spielzeit aufläuft. Mit zehn Treffern führt er die Torjägerliste in der Bundesliga an. Rechnet man diese Quote auf 34 Spieltage hoch, käme der 31-Jährige am Ende auf 24 Tore und hätte damit viermal mehr eingenetzt als der amtierende Torschützenkönig Robert Lewandowski in der vergangenen Saison. "Alex spielt in dieser Saison noch offensiver. Seine Fähigkeit, Dinge vorauszuahnen, kann er deshalb noch besser umsetzen. Er ist ein Phänomen", adelt Heribert Bruchhagen den Publikumsliebling. Der Vorstandsvorsitzende mahnt allerdings: "Er wird auch irgendwann mal 600 Minuten nicht treffen. Dann sollte man seine Leistungen nicht vergessen."

2. Der abgeklärte Anführer

Während Armin Veh kaum eine Gelegenheit ungenutzt ließ, sarkastisch über die in Frankfurt angeblich so limitierten Möglichkeiten zu lamentieren und gegen Boss Bruchhagen zu sticheln, stimmte Nachfolger Thomas Schaaf trotz ungleich schwieriger Voraussetzungen keine Klagelieder an. In Sebastian Jung, Sebastian Rode, Pirmin Schwegler und Joselu verlor Frankfurt im Sommer vier Leistungsträger auf einen Streich. Dass obendrein viele der Neuzugänge erst spät dazu stießen, erschwerte die Vorbereitung auf die Saison erheblich.

Zu allem Überfluss zogen sich Carlos Zambrano, Kevin Trapp, Nelson Valdez und Constant Djakpa langwierige Verletzungen zu. Und Schaaf? Der ließ sich nicht verrückt machen. Während andernorts enttäuscht das Handtuch in die Ecke geworfen wurde, setzte der 53-Jährige seinen Weg mit Leidenschaft und Akribie fort. Auch auf Wunsch der Spieler verordnete er dem Team eine offensivere Spielweise, die zuletzt gegen Gladbach (3:1), Dortmund (2:0) und Bremen (5:2) reichlich Früchte trug.

3. Das Ende der Rochaden

"Die Tatsache, dass wir dreimal in Folge mit der gleichen Aufstellung gespielt und neun Punkte geholt haben, ist für Eintracht Frankfurt zumindest in den elf Jahren, seit ich hier bin, historisch", meinte Bruchhagen nach dem 5:2-Erfolg am Sonntag. Musste Schaaf die Mannschaft zu Saisonbeginn vor allem aufgrund von Verletzungen regelmäßig umbauen, spielte zuletzt dreimal die gleiche Elf in derselben Grundformation. Kein Wunder, dass das Team nun insgesamt eingespielter wirkt. Die Abläufe schleifen sich immer besser ein. "Wir haben die kleinen Fehler abgestellt", konstatiert Haris Seferovic zufrieden.

4. Die Angriffswucht

Eintracht-Offensivpower in Zahlen ausgedrückt.
Eintracht-Offensivpower in Zahlen ausgedrückt.
© picture alliance

Werder-Coach Viktor Skripnik wirkte nach dem 2:5 in Frankfurt fast ein bisschen neidisch, als er über die gute körperliche Präsenz der Eintracht-Offensive sprach. Sinnbildlich für die Adler-Power steht Seferovics Treffer zum 2:1. Der Schweizer Nationalspieler ist sich für keinen Weg zu schade, geht dahin, wo es weh tut und belohnte sich für sein Engagement bisher mit neun Scorerpunkten. Mit 1,87 Metern ist der Angreifer wie Meier ein Kraftpaket, das sich vor keinem Innenverteidiger verstecken muss.

Auf der rechten Außenbahn merkt man Stefan Aigner an, dass er immer besser in den Rhythmus kommt. Der schnelle Flügelspieler drängt mit viel Dynamik nach vorne und überzeugte gegen Werder nach schwacher erster Hälfte mit einem Tor und einer Vorlage. Die kleinen, wendigen und technisch versierten Takashi Inui und Marc Stendera stellen eine gute Ergänzung der mit 27 Toren drittbesten Offensive der Liga dar.

Saison 2014/15

Trotz der jüngsten Erfolge vermitteln Spieler und Verantwortliche nicht das Gefühl, die Bodenhaftung zu verlieren. "Die Bundesliga ist so eng, dass wir in der Tabelle immer zuerst nach unten gucken", sagt Sportdirektor Bruno Hübner. Und nicht nur Bruchhagen ist die Saison 2010/11 noch in guter Erinnerung, als die Eintracht zur Winterpause mit 26 Punkten auf Europacup-Kurs war, am Ende aber abstieg.

Julian Franzke

 
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Vereinsdaten

Vereinsname:Eintracht Frankfurt
Gründungsdatum:08.03.1899
Mitglieder:35.000 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Rot-Schwarz-Weiß
Anschrift:Mörfelder Landstraße 362
60528 Frankfurt/Main
Telefon: 0800 - 7431899
Telefax: (0 69) 95 50 31 10
E-Mail: info@eintrachtfrankfurt.de
Internet:http://www.eintracht.de


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