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24.11.2014, 17:09

Klare Worte des BVB-Bosses auf der Aktionärsversammlung

Watzke: "Blut, Schweiß und Tränen sind der Weg"

In ungewöhnlich scharfer Form ist Hans-Joachim Watzke (55) mit der Mannschaft von Borussia Dortmund ins Gericht gegangen. Bei der Aktionärsversammlung am Montagmorgen tadelte der BVB-Chef die Spieler, weil sie zuletzt in Paderborn einen 2:0-Vorsprung leichtfertig verspielt hatten. "Das ärgert uns brutal", schimpfte Watzke, "so etwas können wir uns nicht leisten".

Hans-Joachim Watzke
BVBB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke redete auf der Aktionärsversammlung der Mannschaft ins Gewissen.
© Getty ImagesZoomansicht

Unverhohlen drohte der Vorsitzende der Geschäftsführung den Dortmunder Profis mit Konsequenzen für den Fall, dass sie im Gefühl sicherer Siege Konzentration und Engagement herunterschrauben. Wer meine, sich das leisten zu können, sei "nicht an der richtigen Stelle", betonte Watzke im "ungemütlichen Teil" seiner Ausführungen. Er forderte das Team auf, "alles in die nächsten Wochen zu schmeißen". Und weiter: "Wir müssen so auftreten, wie man auftreten muss, wenn man da unten weg will."

Indem Watzke den "erstklassigen Trainer" und den "erstklassigen Sportdirektor" ausdrücklich lobte, machte er unmissverständlich deutlich, wo er neben einer "unfassbaren Verletzten-Serie" den wesentlichen Grund für die sportliche Talfahrt sucht - bei Spielern, die seiner Einschätzung nach ihre Fähigkeiten nicht in vollem Umfang, vor allem: nicht kontinuierlich, abrufen. In ihr Pflichtenheftchen schrieb Watzke den BVB-Stars deshalb, sich in ihrem Alltagsleben verstärkt wieder fußballerische Primärtugenden zu eigen zu machen: "Laufintensität, komplettes Engagement, Leidenschaft".

Unter dem Beifall der anwesenden Aktionäre sagte der BVB-Boss: "Blut, Schweiß und Tränen sind der Weg der nächsten Wochen." Und weil gerade so schön in Fahrt, schoss Watzke auch gegen den FC Bayern München, als er unter Hinweis auf national wie international sprunghaft gestiegene Zustimmungswerte seines Klubs sagte: "Der eine hat den Erfolg, der andere die Sympathien. Wir arbeiten daran, bald wieder beides zu haben."

Bei seinen Betrachtungen zur wirtschaftlichen Situation von Borussia Dortmund versprach Watzke den Anteilseignern, mit den Einnahmen aus der Kapitalerhöhung vom September (141 Millionen Euro) sorgfältig umzugehen. Aufrüstungsstrategien erteilte Watzke eine klare Absage, eine Steigerung des Mannschaftsbudgets von aktuell 78 Millionen Euro jährlich werde der BVB ausschließlich über wirtschaftliches Wachstum vornehmen. "Wir stehen so stark da wie nie zuvor", versicherte Watzke.

Sollte Dortmund die Champions League verpassen, werde es keine Zäsur geben, beteuerte der BVB-Boss, es werde weder Notverkäufe noch eine dramatische Absenkung der Personalkosten geben. "Das einzige, was uns dann eventuell fehlen wird, ist ein Wachstumsimpuls", erklärte Watzke.

Aufsichtsrat wächst auf neun Mitglieder an

Fast sechs Stunden dauerte die Aktionärsversammlung, an deren Ende noch eine Ausweitung des Aufsichtsrates von sechs auf jetzt neun Mitglieder beschlossen wurde. Neu im Kontrollgremium des BVB sind Dr. Reinhold Lunow (Schatzmeister des eingetragenen Vereins), Puma-Chef Björn Gulden und Werner Müller (Leiter der RAG-Stiftung). Ulrich Leitermann, Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna Gruppe, ersetzt zusätzlich den zum 30. Juni ausgeschiedenen Friedrich Merz. In absehbarer Zeit kann sich BVB-Boss Watzke auch eine Frau im Dortmunder Aufsichtsrat vorstellen. Selbst wenn im Moment geeignete Bewerberinnen nicht 200 Meter Schlangen stünden, sei "die Zeit reif", sagte er.

Thomas Hennecke

 

5 Leserkommentare

dannixx93
Beitrag melden
25.11.2014 | 08:59

Wäre schön wenn der Sinn des Fußballs mal wieder auf den Platz zurückkehrt und nicht in Foren, Zeitungen [...]
zizoukorrekt
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24.11.2014 | 17:21

Ahnung vom Fußball – Gegenfrage

reinhard.voelker bringt es auf den Punkt: Kritik am Gehabe eines gerne großspurig auftretenden Funktionärs [...]
reinhard.voelker
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24.11.2014 | 16:48

Ahnung von Fußball?

was sollen diese beiden unqualifizierten beiträge? natürlich muss man nicht so dick auftragen, wie herr [...]
zizoukorrekt
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24.11.2014 | 15:41

Winston Watzke

Das Format von Churchill hätte er wohl gern, der schlaue Herr Watzke! Leider fehlt ihm dafür einiges [...]
osnasalis
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24.11.2014 | 15:41

Neid muss man sich erarbeiten

Was hat er denn wieder der Watzke. Hat denn der BVB nicht genug eigene Probleme.
Mit dem Kader auf Pla[...]

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Vereinsfarben:Schwarz-Gelb
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44137 Dortmund
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