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12.11.2014, 21:33

Mittelfeldmann verdrängte in Freiburg Kapitän Schuster

Balldieb Höfler erntet Extralob von Streich

Das Pokalspiel bei 1860 München (5:2), das beim SC Freiburg die Trendwende einleitete, brachte mehrere Gewinner hervor. Sascha Riether, Sebastian Kerk und Sebastian Freis, die in die Mannschaft rotierten, behielten anschließend ebenso ihren Platz in der Startelf wie Nicolas Höfler. Der Mittelfeldakteur verdrängte ausgerechnet den Kapitän, Julian Schuster.

Nicolas Höfler
Mister Zuverlässig: Für Nicolas Höfler läuft es in Freiburg gerade richtig gut.
© Picture AllianceZoomansicht

"Ich freue mich, dass ich auflaufen darf. Dreimal spielen, dreimal gewinnen, das habe ich noch nicht erlebt", sagte Höfler nach den Siegen gegen München, Köln (1:0) und Schalke (2:0). Den Part auf der Doppelsechs neben Vladimir Darida erfüllt er aktuell mit großer Zuverlässigkeit. "Er ist ein Spieler mit einem sehr guten Gefühl für Spielsituationen", lobt Trainer Christian Streich.

Das hat zur Folge, dass Höfler oft richtig steht, klug antizipiert und dem Gegner häufig das Leder klaut. In Köln führte sein starker Ballgewinn tief in der gegnerischen Hälfte gegen Kevin Vogt sogar indirekt zur Führung, da er damit die Szene einleitete, die zum Strafstoß führte. Streich traut dem 24-Jährigen, den er bereits aus gemeinsamen Tagen in der Jugend kennt, regelmäßige Einsätze in der Bundesliga durchaus zu. "Wir wollen es gemeinsam schaffen, dass er in den nächsten Jahren viele Bundesligaspiele auf einem guten Level bestreitet", sagt der Coach.

Dennoch gab es im Sommer die Überlegung, Höfler an einen starken Zweitligisten auszuleihen. Dem Spieler wurde dabei laut Streich ein gehöriges Mitspracherecht eingeräumt. Nun zeigt sich, dass es die richtige Entscheidung war, in Freiburg zu bleiben. Probleme mit Schuster gibt es trotz der Konkurrenzsituation übrigens nicht. "Wir hatten schon immer ein gutes Verhältnis. Wenn er spielt, unterstütze ich ihn und die ganze Mannschaft, andersherum ist es genauso", berichtet Höfler, der gegen Schalke beachtliche 12,5 Kilometer lief.

Wir wussten immer, was wir können und was in uns steckt.Nicolas Höfler

Als einen wichtigen Grund für die jüngsten Siege nennt der Mittelfeldakteur die gegenüber den vorherigen Auftritten defensivere Spielanlage. "Wir haben uns auf die Defensivarbeit konzentriert und gekontert. Das klappt momentan ganz gut. Wir haben versucht, die Räume engzumachen. Zuletzt fanden Schalke und Köln keine Lösung gegen uns", erläutert der Sechser und betont: "Wir wussten immer, was wir können und was in uns steckt."

Was er selbst auf dem Kasten hat, zeigte er in den vergangenen Partien. Und so stehen die Chancen nicht schlecht, dass seinen bisher 19 Einsätzen in der Bundesliga (2 Tore) noch viele hinzukommen werden. Dann wäre nicht nur Streichs Plan aufgegangen.

Julian Franzke

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weitere Infos zu Höfler

Vorname:Nicolas
Nachname:Höfler
Nation: Deutschland
Verein:SC Freiburg
Geboren am:09.03.1990

weitere Infos zu Schuster

Vorname:Julian
Nachname:Schuster
Nation: Deutschland
Verein:SC Freiburg
Geboren am:15.04.1985

weitere Infos zu Streich

Vorname:Christian
Nachname:Streich
Nation: Deutschland
Verein:SC Freiburg