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09.11.2014, 22:27

Dortmunds Trainer will Kehl überreden

Wadenbeinbruch bei Sokratis trübt Klopps Freude

Die Dortmunder fuhren am Sonntagabend einen immens wichtigen Dreier gegen Gladbach ein, müssen aber in den kommenden Wochen auf den zuletzt so starken Abwehrmann Sokratis verzichten. Sein Ausfall ist ein Wermutstropfen gewiss, doch vorerst war Erleichterung pur angesagt beim BVB.

Zieht den Hut vor der Dortmunder Anhängerschaft: BVB-Coach Jürgen Klopp.
Zieht den Hut vor der Dortmunder Anhängerschaft: BVB-Coach Jürgen Klopp.
© imagoZoomansicht

Als der Schlusspfiff im Dortmunder Stadion ertönte, drehte sich Dortmunds Trainer Jürgen Klopp zu seinen Mitstreitern auf der BVB-Bank um und herzte sie mit überschäumender Erleichterung. 1:0 gegen Gladbach stand unter dem Strich, doch dieses Resultat war viel mehr als ein knapper Sieg.

Nach sieben sieglosen Bundesligaspielen könnte man diesen Erfolg als Wendepunkt bezeichnen, doch von derlei Fabulierungen wollte der BVB-Coach nichts wissen. "Wenn das der Dosenöffner gewesen sein sollte, nehme ich das gerne hin", sagte Klopp nach dem Spiel gegenüber sky. Schob aber hinterher, dass er sich nach diesen schlechten Wochen in der Liga nicht hinstellen werde, um ein Buch zu schreiben, wie man aus einer Krise herauskomme.

Die 93 Minuten Borussen-Duell hatten allen Beteiligten, die es mit den Schwarz-Gelben halten, alles abverlangt, vor allem nervlich. "Ich hatte das Gefühl eines Sieges schon so lange nicht mehr, dass ich kaum Worte für finde. Wir haben jetzt endlich eine zweistellige Punktzahl. Die Mannschaft hat ein außergewöhnliches Spiel für eine solche Situation gemacht", sagte der BVB-Coach.

Auf die Frage, ob er denn das Gefühl hatte, dass es auch gegen die Gladbacher auch wieder hätte schief gehen können, konterte Klopp trocken und sagte: "Nein, dafür waren wir heute zu gut."

In der Tat. Die Dortmunder nagelten die Gladbacher in den ersten 45 Minuten in deren Hälfte fest und kreierten ein Torschuss-Verhältnis von 15:0 zur Halbzeit, am Ende hieß das Resultat in dieser Kategorie 22:1. Dass es dann ein Eigentor der ganz besonderen Marke bedurfte, damit Dortmund auf die Siegerstraße zurückkehrte, passte zum bisherigen Saisonverlauf des Vizemeisters.

Mitgefühl mit Kramer

Sebastian Kehl tröstet Christoph Kramer.
Sebastian Kehl tröstet Christoph Kramer.
© imago

Weltmeister Christoph Kramer überlupfte seinen Torwart Yann Sommer aus 45 Metern zum entscheidenden Tor. "Er hat jetzt ungewollt einen Platz in unserer kleinen Geschichte. Aber er ist ein außergewöhnlicher Spieler und für ihn wird dieses Tor als Kuriosität eine kleine Randnotiz in seinem Leben bleiben", zeigte Klopp nach der Partie Mitgefühl mit dem Gladbacher.

Direkt nach dem Missgeschick legte Sebastian Kehl seinen Arm um den Gladbacher Unglücksschützen und tröstete den eigentlichen Gegner. "Ich bin ja jetzt schon bisschen länger dabei, da weiß man, dass auf der Sechser-Position manchmal der Ball verspringen kann", so Kehl. Zum BVB-Routinier hatte Klopp auf der Pressekonferenz dann auch noch ein paar Gedanken, denn der Coach wolle den 34-Jährigen überzeugen, noch ein Jahr dranzuhängen, "wenn er am letzten Spieltag der Saison immer noch so viel läuft wie heute".

Sokratis: Unverschobener, belastungsstabiler Wadenbeinbruch

Überrascht wurde der Coach der Dortmunder jedoch von der Verletzungsmeldung von Abwehrmann Sokratis. Der griechische Nationalspieler hatte in der Schlussphase den heranstürmenden André Hahn rüde gelegt und dabei einen Schlag in die rechte Wade abbekommen. Deshalb ging Klopp auch zunächst von einer Muskelverletzung aus.

Allerdings musste der 26-Jährige am späteren Abend noch ins Krankenhaus, weil Röntgenaufnahmen gemacht wurden. Als Diagnose kam heraus: Unverschobener, belastungsstabiler Wadenbeinbruch. Das hörte sich zunächst eher kritisch an, doch die Ausfallzeit beläuft sich lediglich auf rund zwei Wochen.

Da er bei seinem Einsteigen gegen den Gladbacher Hahn aber seine fünfte Gelbe Karte sah und beim Auswärtsspiel in Paderborn nach der Länderspielpause damit ohnehin gesperrt ist, ist die Verletzung allerdings für die Personallage bei den Borussen weniger dramatisch.

1. Bundesliga, 2014/15, 11. Spieltag
Borussia Dortmund - Bor. Mönchengladbach 1:0
Borussia Dortmund - Bor. Mönchengladbach 1:0
Konzentrierter Blick

BVB-Coach Jürgen Klopp ist fokussiert auf das Duell der Borussias.
© Getty Images

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zum Thema

weitere Infos zu Sokratis

Vorname:Sokratis
Nachname:Papastathopoulos
Nation: Griechenland
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:09.06.1988

weitere Infos zu Kehl

Vorname:Sebastian
Nachname:Kehl
Nation: Deutschland
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:13.02.1980

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Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München27:327
 
2VfL Wolfsburg22:923
 
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4Hannover 969:1119
 
5TSG Hoffenheim17:1417
 
6Bayer 04 Leverkusen17:1517
 
7FC Augsburg14:1215
 
81. FSV Mainz 0513:1215
 
9SC Paderborn 0716:1615
 
101. FC Köln11:1115
 
11FC Schalke 0414:1514
 
12Eintracht Frankfurt17:2312
 
13SC Freiburg11:1411
 
14Hertha BSC15:2111
 
15Borussia Dortmund12:1710
 
16Werder Bremen14:2410
 
17Hamburger SV4:149
 
18VfB Stuttgart14:259

weitere Infos zu Klopp

Vorname:Jürgen
Nachname:Klopp
Nation: Deutschland
Verein:FC Liverpool