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04.11.2014, 15:58

Mainz: Tiefe, Raum und Torabschluss

Hjulmand und die drei Lehren

Das 1:2 gegen Werder Bremen hallt beim 1. FSV Mainz 05 immer noch nach. Nicht etwa, weil die Mannschaft eine schlechte Leistung gezeigt hätte. Ganz im Gegenteil. Die Rheinhessen spielten laut Trainer Kasper Hjulmand "eine sehr gute erste Hälfte, vielleicht die beste in dieser Saison". Allein: Sie belohnten sich nicht dafür. Doch Hjulmand ist ein akribischer Analytiker und zog drei Lehren aus der Pleite.

Kasper Hjulmand
Weiß genau, warum es gegen Bremen schief ging: FSV-Coach Kasper Hjulmand.
© Getty ImagesZoomansicht

"Es ist nicht nur schwarz und weiß", sagt Hjulmand. Er meint damit, dass Nuancen gegen die Hanseaten fehlten. Das gilt sowohl vorne, insbesondere beim letzten Pass, als auch hinten, insbesondere dann, wenn der Zugriff auf den Ballführenden fehlt, ergo bei gegnerischen Kontern. Manager Christian Heidel hatte jüngst bereits gegenüber dem kicker erwähnt, dass mittlerweile nahezu alle Büros der Handelnden im sportlichen Bereich per Bildschirm miteinander vernetzt sind. Entsprechend akribisch fallen Analyse und Lehren Hjulmands nach der Einheit am Dienstagmorgen, die Christoph Moritz wegen seiner Rückenprobleme einmal mehr verpasste, aus.

Pässe statt Flanken

Vielleicht fehlte manchmal die Ruhe. Denn häufig suchten besonders die Bahnspieler Junior Diaz und Daniel Brosinksi zu früh die Flanke gegen das Bremer Bollwerk. "Wenn der Gegner so tief steht, darfst du nicht so früh flanken. Da brauchen wir Kombinationen", fordert Hjulmand. Mit dem Aufbau seiner Elf war der Däne sehr zufrieden, mit der Vorbereitung der Abschlüsse hingegen gar nicht: "Im letzten Drittel haben die Zusammenhängen und die kollektiven Bewegungen gefehlt. Wir brauchen Systematik und Kollektivspiel auf den letzten 20 Metern." Flanken hätten gegen einen Abwehrriegel nur Sinn, wenn mit Petar Sliskovic ein Brecher im Zentrum lauere. Alternative: Noch tiefere Laufwege. "In die Räume kann man auch passen, wenn Bremen mit sechs Mann am 16er steht", fordert Hjulmand.

Schießen statt Flanken

Der Torabschluss aus der zweiten Reihe fand gegen Werder auffällig selten statt, obgleich die 05er mit Johannes Geis einen Mittelfeldmann in ihren Reihen haben, der aus der zweiten Reihe einen Ochsen ins Koma schießen könnte. Hjulmand bemängelt, dass der 21-Jährige zu selten gesucht wurde. "In sechs oder sieben Szenen war Geisi in einer guten Position. Und wir haben geflankt, statt ihn 18 Meter vor dem Tor anzuspielen." Dass nun gegen Bremen eine schlechte Chancenauswertung dazukam - normalerweise nutzt Mainz 30,2 Prozent seiner Großchancen (Platz 5 in der Liga) und braucht neun Torschüsse für einen Treffer (Platz 7) - tat sein Übriges.

Druck auf den Ball - oder Decken im Raum

"Beim zweiten Tor hatten wir keinen Druck auf den Ball", sagt Hjulmand. Das kann nach einer eigenen Standardsituation passieren. Brosinski kam auf Außen zu spät, Julian Baumgartlinger rückte auf die Bahn, Stefan Bell und Niko Bungert mussten das Zentrum lösen. "Die Situation war unnötig, denn nur di Santo war nach vorne da. Es gibt Situationen, wo du kein Pressing auf den Ball hast. Dann müssen wir natürlich auch den Raum hinter uns verteidigen." Das dürfte vor allem gegen die oft überfallartig angreifenden Leverkusener wichtig werden.

Benjamin Hofmann

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Vereinsdaten

Vereinsname:1. FSV Mainz 05
Gründungsdatum:16.03.1905
Mitglieder:13.034 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:Isaac-Fulda-Allee 5
55124 Mainz
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Telefax: (0 61 31) 37 55 033
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