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04.11.2014, 11:31

Bremen: Der Profi vom Millerntor avanciert zum Stammspieler

Bartels' Schwur: Nie wieder Abstieg!

Als er Werder Bremen zusagte, wusste er, mit welchen Geschichten er in Zusammenhang gebracht würde. Schließlich ist er zweimal aus der 1. Liga abgestiegen - mit Hansa Rostock und mit St. Pauli. Also würden nun Storys aufgelegt nach dem Motto: Finn Bartels - der Seuchenvogel und Absteiger. "Ich habe mir geschworen, niemals wieder abzusteigen", erklärt der Offensiv-Allrounder beim Abstiegskandidaten aus der Hansestadt, der den Sprung aus der 2. Liga in die höchste Spielklasse problemlos geschafft hat und sich als Stammspieler etabliert hat.

Fin Bartels
Die Szene, die zum Elfmeter führte: Bremens Fin Bartels wird von Loris Karius zu Fall gebracht.
© imagoZoomansicht

Auf den Status im Team, behauptet der 27-Jährige, der vom Millerntor ablösefrei an die Weser gekommen ist, schaue er nicht so genau. "Ich war oft dabei. Und ich will Leistung zeigen", sagt Bartels, der zu einem festen Element bei Werder geworden ist. In neun von zehn Meisterschaftsspielen war er dabei, dazu kommen zwei Einsätze im Pokal. Insgesamt also 744 Spielminuten mit diesem Tätigkeitsnachweis: ein Tor, eine Vorbereitung, acht Vorlagen zu Torschüssen.

Kaum jemand hatte dem aus der 2. Liga geholten Akteur, der eher als Ergänzungsspieler galt, diesen Start in neuer Umgebung zugetraut. Doch Bartels, der am 6. Oktober 2007 seine Erstliga-Premiere im Trikot von Hansa Rostock feierte, hat sich durchgebissen und durchgesetzt. Zunächst von Ex-Trainer Robin Dutt oft auf den offensiven Außenbahnen eingesetzt, brachte ihn Viktor Skripnik als zweite Spitze neben Torjäger Franco di Santo. "Eine Möglichkeit", sagt Bartels dazu. Er könne dies spielen, er sei flexibel und habe dies auch schön früher gespielt. Und erläutert Skripniks Idee bei diesem Schachzug: "Ich soll Räume schaffen für Franco und für die Mittelfeldspieler sowie auch Bälle fordern, die in die Tiefe gespielt werden." In Mainz sah dies schon ganz gut aus. Bartels Aktion führte zum Elfmeter, der die Wende aus Werder-Sicht einleitete. "Es war schon in Ordnung, doch es geht noch besser."

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Ihn freut es, dass der neue Coach das Schwergewicht auf das Fußballspielen legt, was dem technisch begabten Rechtsfuß ("Das linke Bein ist nicht gerade mein Prunkstück") entgegen kommt. Vergleiche und Abstufungen zum Vorgänger möchte er indes am liebsten vermeiden: "Auch unter Robin Dutt haben wir versucht, Fußball zu spielen. Was uns anfangs auch ganz gut gelungen ist." Und auch das nun wieder favorisierte Rautensystem sei bereits im letzten Dutt-Spiel gegen Köln praktiziert worden. "So sind wir jedenfalls in die Partie gegangen."

Das war mein allerletzter Abstieg.Fin Bartels zum verpassten Klassenerhalt mit St. Pauli im Jahr 2011

Den Erfolg in Mainz bezeichnet das nur 69 Kilo schwere Leichtgewicht als den "Brustlöser". Nun komme es darauf an, gegen Stuttgart, einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, nachzulegen. "Wir wollen den ersten Heimsieg." Damit die Abstiegssorgen nach und nach ein wenig gemildert werden. Für sich hat Bartels einen Schwur geleistet, als er bei Werder unterschrieb. 2011 stieg er mit St. Pauli aus der Bundesliga ab. "Das war mein allerletzter Abstieg", hat sich der Profi vorgenommen. "Und ich bin überzeugt davon, dass es auch so kommen wird."

Wie gesagt: Er hasst es, Quervergleiche in jeder Hinsicht anzustellen. Doch in dieser Beziehung macht er eine Ausnahme und betrachtet die Lage bei Werder, indem er auf die beiden Abstiege mit Rostock und St. Pauli zurückblickt: "Diese Klubs waren Aufsteiger und sind gleich wieder abgestiegen. Bei Werder sieht es anders aus, weil die Voraussetzungen weitaus günstiger sind. In unserem Kader stehen viele gestandene Erstliga-Spieler und sogar etliche Nationalspieler."

Hans-Günter Klemm

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weitere Infos zu Bartels

Vorname:Fin
Nachname:Bartels
Nation: Deutschland
Verein:Werder Bremen
Geboren am:07.02.1987