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01.11.2014, 19:31

Calhanoglu von HSV-Fans mit gellendem Pfeifkonzert bedacht

Van der Vaart: "Das war schon geil"

Für den Hamburger SV schloss sich ausgerechnet gegen Leverkusen der Kreis: 211 Tage nach dem letzten Heimsieg - damals 2:1 gegen Bayer - triumphierte der Liga-Dino erneut gegen die Werkself und sorgte mit dem 1:0 für einen immens wichtigen Dreier. Die hitzige Auseinandersetzung lieferte auch Stoff für die Rekordbücher: Neun Gelbe Karten sind in dieser Spielzeit neuer "Bestwert" in dieser Rubrik, insgesamt 54 Fouls auf beiden Seiten zeugten von einem größtenteils unansehnlichen Duell. Leverkusens Coach Roger Schmidt war sauer.

Rafael van der Vaart
Befreiung: Rafael van der Vaarts erstes Tor im Jahr 2014 bedeutete den ersten Heimsieg der Saison.
© Getty ImagesZoomansicht

Schiedsrichter Florian Meyer hatte im hohen Norden Schwerstarbeit zu verrichten. Der HSV, von Coach Joe Zinnbauer mit Valon Behrami als nominellem einzigen Sechser im 4-1-4-1 justiert, ging gegen die Gäste von Beginn an mit hoher Aggressivität in die Zweikämpfe. Zinnbauer wollte die von ihm verordnete Bissigkeit auch gar nicht verleugnen: "Leverkusen war spielerisch sicherlich stärker, aber wir hatten unsere eigenen Mitteldagegenzuhalten."

Sehr zum Ärger von Roger Schmidt: Der Trainer der Rheinländer warf dem Gegner "Treibjagd" vor: "Schon die ersten Fouls waren keine normalen Vergehen", kritisierte der 47-Jährige vor dem Sky-Mikrofon. "Ich glaube, dass das Spiel entglitten ist - auch dem Schiedsrichter. Wie Hamburg hier spielen wollte, war von der ersten Sekunde an klar zu sehen. In den ersten fünf Minuten waren schon Foulspiele dabei, die überaus agressiv waren, die durchgewunken wurden. So wie auch 180 taktische Fouls durchgewunken wurden."

Das war mehr Treibjagd als Fußball.Roger Schmidt

Apropos Fouls: Meyer zückte die erste von insgesamt sechs Verwarnungen der Gastgeber gegen Lewis Holtby schon in der 6. Minute - zur Beruhigung trug dies im höchst intensiven ersten Durchgang, der insgesamt sieben Gelbe Karten beinhaltete, aber nicht bei. Neun Gelbe Karten sind in dieser Spielzeit übrigens neuer "Bestwert" in dieser Rubrik, insgesamt 54 Fouls auf beiden Seiten zeugten von einem größtenteils unansehnlichen Duell.

Auch die beiden Coaches verloren Sekunden vor dem Halbzeitpfiff in Folge einer Rudelbildung nach Giulio Donatis Foul an Marcell Jansen kurz die Fasson. Zinnbauer wertete dies als normalen Vorgang: "Emotionen gehören zum Spiel, das ist hinterher wieder vergessen", wollte er das Rededuell mit seinem Kollegen nicht überbewerten.

Van der Vaart: "Kein schönes Spiel"

Siegtorschütze Rafael van der Vaart, dessen erster Treffer 2014 den wichtigen Dreier bedeutete, war hinterher natürlich froh: "Das war ein Kampfspiel, nicht sehr schön. Ich wollte meinen Teil zum Erfolg dazu beitragen, das ist ganz gut gelungen. So zu kämpfen, war schon geil."

An alter Wirkungsstätte erlebte indes Hakan Calhanoglu kein leichtes Wiedersehen mit der alten Heimat: Die Fans pfiffen den Regisseur bei jedem Ballkontakt gnadenlos aus. Souverän ging der HSV-Coach auch mit diesem Thema um: "Meine Spieler sind nicht heiß auf Calhanoglu, sondern darauf, das Spiel zu gewinnen. Wir haben die Mannschaft auf Leverkusen eingestellt und nicht auf Hakan", so Zinnbauer.

Dies ist seinen Akteuren wie auch ihm selbst gut gelungen.

 
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weitere Infos zu van der Vaart

Vorname:Rafael
Nachname:van der Vaart
Nation: Niederlande
Verein:FC Midtjylland
Geboren am:11.02.1983

weitere Infos zu Zinnbauer

Vorname:Josef
Nachname:Zinnbauer
Nation: Deutschland


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