Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
02.11.2014, 19:19

Skripniks erster Liga-Sieg - Gladbach wirbelt - Robben eiskalt

Freiburgs erster Sieg drückt den BVB auf Platz 17

Paderborn nutzte die Berliner Auswärtsschwäche weiter aus und gewann gegen Hertha 3:1. In Köln konnte sich die Freiburger über den ersten Saisonsieg freuen und drücken damit den BVB auf Platz 17. Gladbach fügte Hoffenheim zuvor die erste Niederlage bei - 3:1. Am Samstag feierte der HSV mal wieder einen Heimsieg, 1:0 siegte der Dino gegen Leverkusen. Wolfsburg ließ beim VfB nichts anbrennen und sprang dank des 4:0 auf Rang zwei. Die Mainzer hatten Bremen zunächst unter Kontrolle, doch di Santos Doppelpack drehte die Partie zugunsten der Skripnik-Elf. Am Abend drehte der FC Bayern gegen Dortmund das Spiel um - 2:1.

Hahn und Herrmann wirbeln an Favres Geburtstag - Erste TSG-Niederlage

An allen drei Toren beteiligt und hier am Fünfer viel zu frei: Gladbachs Herrmann.
An allen drei Toren beteiligt und hier am Fünfer viel zu frei: Gladbachs Herrmann.
© Getty ImagesZoomansicht

Im ersten Sonntagsspiel der bisher noch ungeschlagenen Teams aus Mönchengladbach und Hoffenheim blieb nur die Weste der Borussen weiß. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gewann mit 3:1 und zog damit mit dem Tabellenzweiten Wolfsburg nach Punkten gleich. Das VfL-Duo rangiert mit vier Zählern Rückstand hinter Spitzenreiter FC Bayern. Die Gladbacher lieferten sich mit den Hoffenheimern ein abwechslungsreiches Duell, wobei die TSG in vorderster Front jedoch kaum zum Zug kam. Anders die Borussia, die neben der wohlgeordneten Defensive in der Offensive Glanzlichter setzte: Die Angriffe vor den beiden ersten Gladbacher Toren waren echte Zungenschnalzer - erst bediente Herrmann Hahn, dann Hahn Herrmann. Mit 2:1 - Modeste hatte zwischendurch ausgeglichen - ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Hausherren nochmals den Druck und durch Herrmanns Abstaubertor auf 3:1. In der Folge hätte sich Hoffenheim durchaus eine Klatsche einfangen können, doch die Fohlen vergaben noch einige Hochkaräter. In Gefahr gerieten die Borussen an Favres 57. Geburtstag allerdings nicht mehr, denn im zweiten Abschnitt ging bei der Gisdol-Elf im Vorwärtsgang fast nichts mehr zusammen.

Köln enttäuscht offensiv - Darida behält gegen Horn die Nerven

Vorne wieder zahnlos: Der 1. FC Köln, hier ein enttäuschter Yuya Osako, kam gegen Freiburg offensiv nicht zur Entfaltung.
Vorne wieder zahnlos: Der 1. FC Köln, hier ein enttäuschter Yuya Osako, kam gegen Freiburg offensiv nicht zur Entfaltung.
© Getty ImagesZoomansicht

Der SC Freiburg hat am Sonntagabend einen ganz wichtigen Dreier eingefahren. Die Breisgauer siegten verdient bei Aufsteiger 1. FC Köln mit 1:0 und lassen damit Borussia Dortmund auf Rang 17 abrutschen. Den Siegtreffer markierte Darida, der einen von Mavraj verursachten Handelfmeter sicher gegen Horn verwandelte - unter der Woche war der FC-Keeper noch der gefeierte Held im Pokal-Krimi bei Drittligist Duisburg (5:4. i.E.) gewesen. Nach einer ganz schwachen ersten Halbzeit wurde der SC zunächst etwas aktiver und belohnte sich auch mit dem Führungstor, in dessen Folge die Streich-Elf die Führung den Ex-Kölner Freis sogar noch hätte ausbauen können. Erst nach rund einer Stunde wachten die Domstädter auf und drängten die Freiburger hinten rein, doch Chancen zum möglichen Ausgleich blieben Mangelware - Zollers Kopfball war zu schwach.

Kachunga und Meha bringen den SCP auf Kurs

Die Berliner Hertha dagegen bleibt auswärts das schwächste Team der Liga. Die Luhukay-Elf verlor bei Aufsteiger SC Paderborn mit 1:3 - trotz des ersten Treffers auf fremdem Terrain konnten die Herthaner nicht punkten. Die Breitenreiter-Elf ging zunächst hochverdient durch Bakalorz in Führung, doch kurz vor der Pause gelang Kalou mit einem fulminanten Kopfball quasi aus dem Nichts der 1:1-Ausgleich. Der Liga-Neuling ließ sich allerdings nicht aus dem Konzept bringen und durfte nach Kachungas Kopfballtor und Mehas strammen Schuss über den vierten Saisonsieg jubeln.

Lewandowski und Robben drehen den Spieß um

Reus trifft zum 1:0 für den BVB.
Reus trifft zum 1:0 für den BVB.
© Getty ImagesZoomansicht

Im Topspiel des 10. Spieltags duellierten sich am Samstagabend mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund die beiden stärksten deutschen Mannschaften, auch wenn die Tabelle dies so nicht widerspiegelt. Der Spitzenreiter aus München hatte durch Robben die erste Großchance, als er Weidenfeller mit einem Hammerschuss prüfte. Doch auch Dortmunds Mkhitaryan traf nur kurz darauf das Alu und gab damit das BVB-Motto aus. Nur nicht hinten drinstehen, sondern früh attackieren und schnell umschalten. Wie dafür gemacht: Der pfeilschnelle Aubameyang, der vor Reus' Kopfballtreffer zum 1:0 entwischte und maßgenau flankte. Die Bayern drehten nach dem Rückstand weiter an der Temposchraube, doch die Klopp-Elf brachte den Vorsprung in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel - Hummels blieb in der Kabine - erhöhten die Münchner weiter den Druck, doch vergaben Robben und Lewandowski gute Chancen. Nach rund einer Stunde befreiten sich die Borussen wieder etwas, doch Kagawa verzog hauchdünn. In der Schlussphase brachte FCB-Trainer Pep Guardiola mit Ribery eine frische Offensivkraft, kurz danach jubelte der Rekordmeister. Der Ex-Dortmunder Lewandowski erzielte per Flachschuss den verdienten 1:1-Ausgleich. Die Bayern waren nun am Drücker, wollten alle drei Punkte und wurden letztlich für ihren Aufwand mit dem 2:1-Siegtreffer durch Robbens Elfmetertor belohnt.

Matchwinner van der Vaart - Kreis für den HSV schließt sich

Viel Gesprächsbedarf: In der ersten Halbzeit gab es viele grenzwertige Aktionen.g es
Viel Gesprächsbedarf: In der ersten Halbzeit gab es viele grenzwertige Aktionen.
© Getty ImagesZoomansicht

In Hamburg war angesichts der Rückkehr des einstigen Leistungsträgers Calhanoglu mit Bayer Leverkusen vom Anpfiff weg Feuer im Spiel. Die ersten 45 Minuten waren dann auch geprägt von sehr intensiver Zweikampfführung, die auch immer mal wieder deutlich jenseits der Grenze des Erlaubten lag. Den Führungstreffer für die Hanseaten erzielte van der Vaart vom Elfmeterpunkt, nachdem die Leverkusener Leno und Toprak den Hamburger Jansen mit vereinten Kräften zu Fall gebracht hatten. Nach dem Seitenwechsel hatten sich die Gemüter etwas beruhigt. Die Leverkusener waren optisch überlegen, doch rund um den gegnerischen Strafraum fiel der Schmidt-Elf wenig bis nichts ein. Die Hamburger indes verteidigten den knappen Vorsprung mit Geschick und etwas Glück, denn in der Nachspielzeit traf Bellarabi nur den Pfosten. So jubelte der HSV über den ersten Heimsieg seit dem 4. April - damals besiegten die Hanseaten Bayer mit 2:1.

Wölfe zu abgezockt für den VfB - Hecking-Elf auf Platz 2

Der VfL Wolfsburg präsentierte sich beim VfB Stuttgart in der ersten Hälfte sehr effizient und führte nach Toren von Perisic und Knoche mit 2:0. Die Schwaben ihrerseits spielten durchaus ordentlich mit und hatten auch mehrere Gelegenheiten, doch im Abschluss agierte die Veh-Elf zu schwach. Wer gedacht hätte, dass der VfB nach dem Seitenwechsel wieder zur Aufholjagd ansetzen würde, sah sich getäuscht, denn De Bruyne legte prompt zum 3:0 für die Wölfe nach. Nach dem dritten Gegentor mühten sich die Stuttgarter nach Kräften, doch hatte die Veh-Elf Glück, bei Kontern zunächst nicht noch weitere Treffer zu kassieren. Einen legte der VfL allerdings in der Schlussphase doch noch zum 4:0-Endstand nach, als Perisic seinen zweiten Treffer verbuchte. Durch den souveränen Auswärtssieg klettert Wolfsburg nun auf Platz zwei.

Skripniks Premierensieg dank di Santos Doppelpack

Werder beglückt, di Santo erdrückt: Der Argentinier machte einen Doppelpack.
Werder beglückt, di Santo erdrückt: Der Argentinier machte einen Doppelpack.
© Getty Images

In Mainz ging der FSV gegen Werder Bremen schon in der Frühphase der Partie in Führung - Okazaki hatte drei Bremer genarrt und flach eingeschossen. Auch in der Folge behielt die Hjulmand-Elf das Heft des Handelns in der Hand, doch die Mainzer ließen mehrere Chancen liegen. Bremen indes kam mit der einzigen Chance zum Ausgleich, als Bartels einen Elfmeter aktiv suchte und di Santo im Nachschuss erfolgreich war. Der argentinische Stürmer war es dann auch, der nach einem Zuckerpass von Kroos mit dem Tor zum 2:1 die Partie drehte. Das Spiel blieb auf des Messers Schneide, die Bremer standen ein wenig sicherer als in der ersten Hälfte, verpassten bei Kontern allerdings die mögliche Vorentscheidung. Da die Mainzer in vorderster Front aber nicht mehr sehr durchschlagskräftig agierten, fuhr Bremen mit seinem neuen Trainerduo Skripnik/Frings den ersten Sieg im ersten Bundesliga-Spiel nach der Entlassung Robin Dutts ein.

Briand und Madlung im Pech

Tabellenrechner 1.Bundesliga

In Hannover waren die 96er im ersten Abschnitt gegen Eintracht Frankfurt klar tonangebend, doch konnten die Niedersachsen diese Überlegenheit nicht in Zählbares ummünzen. Zumindest nicht mit regulären Toren, denn Schiedsrichter Stegemann erkannte Briands Treffer wegen zu viel Körpereinsatz nicht an - eine fragwürdige Entscheidung. Die Hessen indes boten in der Offensive lange Zeit gar nichts an und hatten in der Defensive alle Hände voll zu tun. An diesem Geschehen sollte sich auch im zweiten Durchgang wenig ändern - in der Schlussphase wurde die Eintracht etwas mutiger, doch wäre ein Treffer für die Schaaf-Elf zu viel des Guten gewesen. Als in der Schlussphase der ungelenke Madlung einen verlängerten Flankenball ins eigene Netz bugsierte, feierte Hannover doch noch einen 1:0-Heimsieg.

Huntelaar lässt Schalke jubeln

Klaas Jan Huntelaar, Paul Verhaegh und Marwin Hitz
Der entscheidende Moment: Schalkes Huntelaar trifft zum Sieg, FCA-Kapitän Verhaegh kommt zu spät, Keeper Hitz ist chancenlos.
© imagoZoomansicht

Am Freitagabend (20.30 Uhr) eröffneten Schalke 04 und der FC Augsburg den zehnten Spieltag. Bei den Knappen kam mit Max Meyer der vierte "Zehner" zum Zuge. Allerdings musste S04-Coach Roberto di Matteo bereits nach wenigen Sekunden umstellen, den Julian Draxler zog sich eine Verletzung am rechten hinteren Oberschenkel zu und konnte nicht mehr weitermachen. Das frühe Aus des Weltmeisters bekam dem Spiel der Knappen nicht gut, denn die Augsburger bestimmten den kompletten ersten Durchgang. Das Tor markierte dennoch Königsblau, Goalgetter Klaas Jan Huntelaar erwies sich einmal mehr als Meister der Effizienz und markierte mit der einzigen Chance die schmeichelhafte 1:0-Pausenführung (37.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Augsburg das aktivere Team, Schalke stand tief und ließ in der Defensive wenig zu. Allerdings ging auch nach vorne nicht viel. Die besten Chancen für Königsblau hatten noch Augsburgs Callsen-Bracker, dem kurz vor Schluss fast ein Eigentor unterlaufen wäre, sowie Obasi, der in der Nachspielzeit leichtfertig eine Konterchance vergab. Augsburg aber schaffte es nicht mehr, gefährlich vor das Tor von Ralf Fährmann zu kommen und musste so die vierte Auswärtsniederlage in Folge quittieren. Schalke konnte sich zwar über drei Punkte freuen, ließ spielerisch aber erneut viele Fragen offen.

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2014/15, 10. Spieltag
1. Bundesliga, 2014/15, 10. Spieltag
Köln im neuen Karneval-Trikot

Wie schon im vorherigen Jahr entwarf der FC zum Karneval wieder eigens ein Trikot. Motto: "Eimol Prinz so sin!" ("Einmal Prinz zu sein!").
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
 
Seite versenden
zum Thema