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26.10.2014, 19:26

Überblick: 5:4 mit VfB-Happy-End - BVB rutscht ab - Bayer siegt

Rassiges Remis im Borussia-Park - Wölfe klopfen an

Ein Topspiel ohne Tore: Gladbach hielt den FC Bayern ordentlich auf Trab, die Fohlen hatten die besseren Chancen. Zuvor brachte Wolfsburg den Mainzern die erste Ligapleite bei. Sein Liga-Gesicht zeigte am Samstag Dortmund und verlor gegen Hannover. Armin Veh durfte bei der Rückkehr nach Frankfurt am Ende einer verrückten Partie jubeln. Hoffenheim setzte seine Serie fort, Freiburg blieb auch beim FCA sieglos. Doppelpacker Ben-Hatira führte Hertha BSC zum Sieg über den HSV. Im Samstagabendspiel setzte sich Leverkusen verdient gegen Schalke durch. Am Freitag verlor Bremen 0:1 gegen Köln - und wechselte den Trainer.

Kruse, Rafinha und Neuer
Neuer, immer wieder Neuer: Auch Gladbach-Angreifer Max Kruse scheiterte am FCB-Torhüter.
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Das viel erwartete Spitzenspiel am Sonntagabend konnte die Erwartungen erfüllen. Gladbach, ohne Jantschke (grippaler Infekt) und mit Herrmann in der Startelf, überließ dem Favoriten aus München über weite Strecken das Feld und lauerte auf Konterchancen. Die Taktik ging auf: Bei Alabas Schlenzer nach neun Minuten (Sommer lenkte das Leder an den Pfosten) hatten die Fohlen zwar Glück, doch die schnellen Gegenstöße brachten den FCB zweimal gehörig in die Bredouille: Kruse (34.), Hahn (52.) und auch Herrmann (58.) scheiterten allerdings allesamt am glänzend reagierenden Neuer. Und die Bayern? Meist ließ der Rekordmeister das Leder recht einfallslos um den Strafraum der Gladbacher zirkulieren, ohne eine Lücke zu finden. Auch der in der 66. Minute eingewechselte Ribery brachte keine Kreativität ins Spiel. Chancen sah man nur auf Gladbacher Seite - doch auch Raffael kam nicht an Neuer vorbei (78.). Letztlich musste der FCB von Glück sagen, dass es beim torlosen Remis im Borussia-Park blieb.

Wolfsburg bringt Mainz das Verlieren bei

Zuvor wollte Mainz den Nimbus der Unbesiegbarkeit im Ligabetrieb in Wolfsburg wahren - doch das klappte nicht mal annähernd. Die Rheinhessen, die ohne den verletzten Hofmann auskommen mussten, fanden sich vom Anpfiff weg in der Defensive wieder, präsentierten sich dort aber wenig organisiert und gerieten schon in der 15. Minute nach einer Schäfer-Ecke und einem Kopfball von Naldo in Rückstand. Der Torschütze hatte auch beim zweiten Treffer der Wölfe seinen Schädel im Spiel, Perisic nutzte die klasse Vorarbeit - wieder war eine Ecke von Schäfer vorausgegangen -, um seinerseits per Kopf einzunicken (59.). Den Schlusspunkt in einer einseitigen Partie setzte schließlich Caligiuri nach feiner Vorarbeit von Junior Malanda (87.). Die Niedersachsen klettern damit in der Tabelle bis auf den dritten Rang vor.

Sechsmal sieglos: BVB rutscht auf Platz 15 ab

Hannovers Rückhalt: Keeper Ron-Robert Zieler parierte unter anderem diesen Hummels-Kopfball.
Hannovers Rückhalt: Keeper Ron-Robert Zieler parierte unter anderem diesen Hummels-Kopfball.
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Bevor Dortmund gegen die beiden Topteams aus München und Mönchengladbach ran muss, stand am Samstagnachmittag das Spiel gegen Hannover 96 an. Ein Sieg war für den Vize-Meister fest eingeplant, auch wenn der BVB mit fünf Ligaspielen ohne Sieg in die Partie ging. Nach einem guten Start der Gäste kamen die Schwarz-Gelben in Fahrt und hatten gute Möglichkeiten. Doch immer wieder stand 96-Keeper Zieler im Weg, der den Niedersachsen zunächst das torlose Remis rettete. Nach gut einer Stunde trat Kiyotake dann zum Freistoß an und drehte die Kugel mustergültig über die Mauer und tief ins kurze Eck - Hannovers erstes Auswärtstor. Die Gäste verpassten es in der Folge, mit einem weiteren Treffer nachzulegen. Klopp brachte Kagawa, Immobile und Sokratis, doch die Wende sollte den Westfalen auch nach Gelb-Rot gegen Gülselam nicht mehr gelingen. Während Dortmund die vierte Pleite in Folge quittieren musste, beendete 96 eine drei Partien andauernde Durststrecke.

Freiburg weiter sieglos

Auch nach dem 9. Spieltag wartet der SC Freiburg auf den ersten Saisonsieg. Auch bei den zuletzt zweimal unterlegenen Augsburgern schafften die Breisgauer nicht den erhofften Dreier. Schon früh gerieten die Gäste in Rückstand: Nachdem Klavan im Strafraum gehalten worden war, nutzte Kapitän Verhaegh den Elfer sicher zum 1:0. Mit Altintops 2:0 im zweiten Durchgang war die Partie ob der mangelnden Durchschlagskraft der Freiburger in der Offensive quasi schon entschieden.

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Hoffenheim marschiert weiter

Ungeschlagen gingen die Hoffenheimer in die Begegnung mit dem frechen Aufsteiger aus Paderborn, vergaben aber die frühe Chance zur Führung: Rudy setzte einen Strafstoß an den Pfosten (5.). Die TSG verschaffte sich zwar phasenweise Vorteile, auf den ersten Treffer mussten die Kraichgauer aber lange warten. Nachdem auf beiden Seiten das Aluminium geklärt hatte, schlug Volland zu - der erste Saisontreffer des Angreifers. Beim 1:0 blieb es, auch weil bei Vestergaards Einsatz gegen Kachunga im Strafraum die Pfeife von Schiedsrichter Robert Hartmann stumm blieb.

Ben-Hatira erledigt den Ex-Klub

Mit nur zwei Zählern Vorsprung auf einen Abstiegsplatz ging Hertha BSC in die Partie gegen den Hamburger SV. Mit den Hanseaten kehrte Lasogga in die Hauptstadt zurück, Geschenke bekam er von den Ex-Kollegen aber nicht. Mann des Tages war stattdessen Ben-Hatira, der die Hertha zum 3:0-Sieg führte. Ganz cool brachte er die Berliner nach einer knappen Stunde in Front, in der Schlussphase traf der 26-Jährige zum Endstand: Doppelpack für den Ex-HSVer, die ersten Tore in dieser Spielzeit. Die Hamburger blieben einmal mehr torlos: Auch nach neun Spielen stehen nur drei Treffer auf der Habenseite.

1:0, 1:3, 4:3, 4:5 - Wahnsinn in Frankfurt

5:4 - Jubel beim VfB Stuttgart über den entscheidenden Treffer.
5:4 - Jubel beim VfB Stuttgart über den entscheidenden Treffer.
© picture alliance

Vor dem Gastspiel des VfB Stuttgart in Frankfurt stand die Rückkehr von Ex-SGE-Trainer Armin Veh im Mittelpunkt, nach der Partie gibt es zahlreiche andere Diskussionspunkte. Die Begegnung entwickelte sich zu einem echten Fußball-Thriller mit zahlreichen Wendungen. Los ging es mit der Frankfurter Führung durch Madlung, die Harnik ausglich - gefolgt von Abseitsdiskussionen, weil der Österreicher sich zwar in der verbotenen Zone befand, der Pass von Oriol Romeu aber durch einen Frankfurter zu Harnik weitergeleitet wurde. Schnell legte der VfB erneut durch Harnik nach, kurz nach Wiederbeginn gelang Kapitän Gentner sogar das 3:1 für Stuttgart. Die Entscheidung? Mitnichten! Nur zehn Minuten später hatte die Eintracht schon zum 3:3 ausgeglichen, wiederum vier Minuten später Madlung die Hessen mit seinem zweiten Treffer sogar erneut in Front gebracht. Doch dies sollte nicht die letzte Wendung bleiben. Veh brachte Werner und lag damit goldrichtig: Mit einer schönen Einzelleitung gelang dem 18-Jährigen der 4:4-Ausgleich. Perfekt gemacht wurde der Wahnsinn in der 84. Minute: Bei einem aufs Tor gedrehten Freistoß stand Gentner richtig und verwertete den Abpraller - 5:4 für die Gäste! Das nagte an den Eintracht-Nerven. Seferovic handelte sich noch Gelb-Rot ein, Harnik vergab das 6:4 - dann war diese spektakuläre Partie beendet.

Calhanoglus Kunstschuss entscheidet

Moment der Entscheidung: S04-Keeper Ralf Fährmann streckt sich bei Hakan Calhanoglus Freistoß vergeblich.
Moment der Entscheidung: S04-Keeper Ralf Fährmann streckt sich bei Hakan Calhanoglus Freistoß vergeblich.
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Mit Rückenwind aus der Champions League gingen Leverkusen und Schalke in das Samstagabendspiel, doch Spektakel war hier zunächst nicht geboten: Beide Teams lieferten sich einen taktisch geprägten Schlagabtausch, dem die Torszenen weitgehend fehlten. So reichte es zunächst nur zu Halbchancen. Die Entscheidung brachte im zweiten Durchgang folgerichtig eine Standardsituation. Calhanoglu zirkelte einen Freistoß vom Strafraumrand mustergültig über die Mauer ins Toreck, Fährmann flog vergeblich. Nach Rot gegen den eingewechselten Jedvaj agierte Schalke in den Schlussminuten noch in Überzahl, konnte diese aber nicht mehr gewinnbringend nutzen. Während Bayer 04 sich mit dem Dreier in der Spitzengruppe festsetzt, bleibt Schalke mit der ersten Niederlage unter Trainer Roberto di Matteo im grauen Mittelfeld auf Platz zwölf hängen.

Bremen verliert erneut - für Dutt wird es eng

Anthony Ujah
Traf keine zwei Minuten nach seiner Einwechslung: Kölns Joker Anthony Ujah.
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Auch im Heimspiel gegen den 1. FC Köln konnte Werder Bremen mit Trainer Robin Dutt den Bock am Freitagabend nicht umstoßen. Die Bremer begannen zwar couragiert, präsentierten sich in der Folge jedoch zu ideenlos. Nach der Pause verpasste Ujah den Gastgebern knapp 70 Sekunden nach seiner Einwechslung einen Nackenschlag, von dem sie sich nicht mehr erholten (59.). Hajrovic scheiterte kurz danach zwar noch am Pfosten, doch das große Aufbäumen blieb in der Schlussphase komplett aus. So geriet Köln zweiter Sieg in Folge nicht mehr in Gefahr. Bremen bleibt Letzter und sieht weiter unruhigen Zeiten entgegen. "Es gilt, Ruhe zu bewahren, eine Nacht darüber zu schlafen und mit dem Trainer die Situation zu analysieren", sagte Geschäftsführer Thomas Eichin kurz nach Schlusspfiff - am Tag drauf vollzog der SV Werder die Trennung von Dutt.

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2014/15, 9. Spieltag
1. Bundesliga, 2014/15, 9. Spieltag
Respekt ...

... hat Gladbachs Trainer Lucien Favre vor der anstehenden Aufgabe gegen die Bayern.
© Getty Images

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26.10.14
 
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