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18.10.2014, 18:44

Bremen: Alarmstufe Rot an der Weser

Eichin: "Das war einfach nur grottenschlecht"

Dass Werder Bremen beim FC Bayern seine Sieglos-Serie nicht beenden würde können, hatten der Hanseaten wohl auf der Rechnung. Die Art und Weise der 0:6-Klatsche beim Rekordmeister aber muss die Verantwortlichen des Schlusslichts noch mehr als vorher in Alarmzustand versetzen. Mutlos, hilflos, leidenschaftslos ergab sich der Klub von der Weser in München seinem Schicksal.

Robin Dutt und Thomas Eichin
Ein Bild mit Symbolcharakter: Werder-Coach Robin Dutt und Manager Thomas Eichin ist der Frust deutlich anzusehen.
© Getty ImagesZoomansicht

Wer gehofft hatte, der unter der Woche eingeleitete Umbruch in Werders Führungsetage könnte bei den Profis Signalwirkung zeigen, sah sich nach den 90 Minuten in München kräftig getäuscht. Dass Bremen den Schützlingen von Pep Guardiola würde Paroli bieten können, war nicht mehr als ein Wunschtraum. Selten hat es wohl eine Partie zwischen den beiden alten Rivalen gegeben, die einen derartigen Klassenunterschied aufzeigen sollte.

Für die Bayern war es nicht mehr als ein gemütlicher Herbstspaziergang. Nur der Gnade des Rekordmeisters im zweiten Durchgang war es zu verdanken, dass es nicht mehr Gegentore hagelte als das halbe Dutzend. "Wir haben nicht nur hinten Fehler gemacht", kommentierte Kapitän Clemens Fritz die Klatsche.

Trauriger Rekord ...

Stimmt. Ein Blick auf die Statistik gefällig? 0 (!) Torschüsse - Bundesligarekord seit Aufzeichnung der Daten 1993/94 - feuerten die Bremer bei freilich dürftigen 22 Prozent Ballbesitz ab. Kaum merklich schlug die stärkere Laufleistung (114,65 zu 108,06 km) und bessere Zweikampfquote (55:45 Prozent) der Werderaner zu Buche. Nicht verwunderlich sind letztere Daten allerdings mit Blick auf eine unterirdische Passquote - nur 58 Prozent der Bälle kamen bei den Gästen an.

Ich beobachte das sehr genau und bewerte die Dinge rational. Das hatte nichts mit dem Trainer zu tun.Thomas Eichin

Robin Dutt war gleichermaßen konsterniert wie sachlich: "Wir brauchen nicht groß rumreden, wir haben eine sehr schlechte Leistung gebracht - und das ist nicht in Zusammenhang mit dem FC Bayern zu bringen", so der frustrierte Bremer Coach.

Es ist allerhöchste Zeit für eine Trendwende - beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln am kommenden Freitagabend zählt für das sieglose Werder, das bisher vier Unentschieden auf dem Konto hat, nur der erste Dreier. Übrigens laut Thomas Eichin mit Dutt auf der Trainerbank: "Ich beobachte das sehr genau und bewerte die Dinge rational. Das hatte nichts mit dem Trainer zu tun, sondern mit unglaublich großer Angst und Respekt vor den Bayern", so der Manager. "Das war einfach nur grottenschlecht, keine bundesligataugliche Leistung, da gibt es nichts schönzureden. Aber wir werden wieder die Kurve kriegen."

1. Bundesliga, 2014/15, 8. Spieltag
Bayern München - Werder Bremen 6:0
Bayern München - Werder Bremen 6:0
Kein Grund zur Skepsis

Die Münchner Fans haben vor dem Heimspiel gegen Bremen null Grund zur Sorge - der Tabellenletzte kommt zum Spitzenreiter.
© Getty Images

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1 Leserkommentare

lars.hirschfeld
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18.10.2014 | 20:22

Es fehlt Selbstvertrauen?

Ja. Natürlich fehlt Selbstvertrauen! Die Ergebnisse waren ja auch nicht so, als dass man jetzt mutig [...]

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weitere Infos zu Fritz

Vorname:Clemens
Nachname:Fritz
Nation: Deutschland
Verein:Werder Bremen
Geboren am:07.12.1980

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Vorname:Robin
Nachname:Dutt
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