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17.10.2014, 14:40

Vereine informieren Fans über alternative Anreisemöglichkeiten

Auch Fußball-Sonderzüge vom Streik betroffen

Der von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) für das Wochenende angekündigte Streik im Fern-, Regional- sowie S-Bahnverkehr wird auch massive Auswirkungen für die Fußball-Fans haben. Denn wie die Bahn am Freitagnachmittag bestätigte, sind von dem Streik auch die Fußball-Sonderzüge betroffen, sie werden nicht verkehren. Rund 100.000 Fans müssen sich am Samstag und Sonntag Alternativen überlegen.

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Nichts geht mehr auf Deutschlands Schienen, auch die Fußball-Sonderzüge fallen aus.
© picture allianceZoomansicht

"Die An- und Abreise der Fans zu den Stadien kann durch die DB nicht sichergestellt werden", heißt es in einer Mitteilung der Bahn vom Freitag.

Denn für die Sonderzüge, mit denen die Fans zu den Auswärtsspielen und wieder zurück gebracht werden, gibt es laut der GDL "keine Sondervereinbarung". Soll heißen, dass auch die Sonderzüge ab Samstagmorgen 2 Uhr bis Montagmorgen, 4 Uhr, wenn der Personenverkehr bestreikt wird, nicht mehr verkehren werden.

Damit drohen den Fans an diesem Wochenende erhebliche Probleme bei der An- und Abreise zu den Spielen. Da auch der normale Bahnverkehr betroffen ist, müssen sie sich Alternativen überlegen. In erster Linie werden die meisten auf das Auto ausweichen.

Doch auch auf den Straßen dürfte es eng werden, Staus auf den Autobahnen sind vorprogrammiert. Denn da auch der Bahn-Güterverkehr bestreikt wird, wird ein Teil des Güterverkehrs auf die Straße umgeleitet. Zudem beginnen in etlichen Bundesländern die Herbstferien, viele Menschen werden sich auf dem Weg in den Urlaub machen.

Es wird also eng am Wochenende, bei den Vereinen wächst die Sorge, dass es die Fans deshalb nicht rechtzeitig zu den Auswärtsspielen schaffen werden. Werder-Anhänger zum Beispiel müssen am Samstag fast die ganze Republik durchqueren, um ihr Team in München anzufeuern. Auch den Wolfsburger Fans steht ein weiter Weg nach Freiburg bevor.

Vereine informieren über alternative Anreisemöglichkeiten

Zwar gebe es einen "Notfahrplan" der Bahn, doch die wenigen Züge dürften aus allen Nähten platzen, viele Fans vor verschlossenen Türen stehen. Borussia Dortmund empfiehlt seinen Fans deshalb, für den Weg zum Gastspiel nach Köln Fahrgemeinschaften zu bilden und bietet auf seiner Website Mitfahrgelegenheiten an. Der Dachverband der Bremer Fanklubs hat für die Fans, die von Bremen nach München reisen wollen, noch Plätze in den von ihm organisierten Bussen. "Aber das wird eine Tortur, zwölf Stunden hin und zurück."

Wir haben uns aufgeteilt auf Mopeds, Rikschas, Paddelboot und Co. Auswärtssieg!
Gladbachs Fanklub 'Block B' nimmt den Streik humorvoll

Auch andere Vereine geben über ihre Fan-Abteilungen Empfehlungen und Informationen zu alternativen Anreisemöglichkeiten bekannt. Ob diese Alternativen aber ausreichen werden, bleibt abzuwarten: "Wir haben schon Sorge, dass alle pünktlich zum Spiel kommen", teilten die Fanbeauftragten der Gladbacher gegenüber dem SID mit.

Die Fernbus-Unternehmen, die der Bahn bereits seit einiger Zeit Kunden abjagen, haben bereits angekündigt, Zusatzbusse anzubieten. Doch selbst mit diesen Kapazitäten dürfte der Buchungsansturm nicht komplett abgefangen werden können.

Die GDL bedauert nach eigener Aussage die Unannehmlichkeiten für die Fans, da der Fußball ja eigentlich eine "verbindende Sportart ist". Allerdings warb die Gewerkschaft auch um Verständnis und betonte die Notwendigkeit von Streiks innerhalb von Tarifverhandlungen.

 

7 Leserkommentare

flo51982
Beitrag melden
18.10.2014 | 15:16

Dass der Zug von Berlin aus fährt war im Vorfeld angekündigt.... und ist ja auch nicht so, dass die [...]
Eysenbeiss
Beitrag melden
18.10.2014 | 14:51

Panikmache

Selbst der Zug von Berlin nach Gelsenkirchen ist planmäßig abgefahren und das wird sicher auch auf einige [...]
kickerscoach
Beitrag melden
18.10.2014 | 13:28

"Auch den Wolfsburger Fans steht ein weiter Weg nach Freiburg bevor"

Da reicht ein VW-Bus...
LSKmaru
Beitrag melden
17.10.2014 | 22:31

Streik

Viele Menschen arbeiten ebenfalls am Wochenende und sind auch Fussballfans. Nur jammern und meckern [...]
lucky1980
Beitrag melden
17.10.2014 | 22:31

Bis zu den ersten Ausschreitungen...

die kommen, wenn alkoholisierte Fans am Bahnsteig stehen und die Züge nicht fahren. Das sieht man mal, [...]

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