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14.10.2014, 21:45

Bremen: Mehr Verantwortung für Bode?

Macht Lemke den Weg bereits vor 2016 frei?

In Bremen geht es dieser Tage turbulent zu. Zuerst kündigte Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer einen Kurswechsel in Sachen Finanzpolitik an und sorgte damit bei Aufsichtsratschef Willi Lemke für Irritationen. Dieser war von dem Vorstoß überrascht, zeigte sich aber gesprächsbereit und kündigte nun an, dass er persönlich den Weg für einen personellen Neuanfang beim SVW frei machen will. Der Zeitpunkt seines Rückzug könnte dabei bereits vor dem Ende seiner Amtszeit im Jahr 2016 sein.

Er will nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren: Willi Lemke.
Er will nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren: Willi Lemke.
© imagoZoomansicht

Bereits am Montag kündigte Lemke an, dass er den Weg für einen Neuaufbau freimachen werde. "Ich werde die verbleibende Zeit meiner Amtsperiode nutzen, um aktiv den Prozess einzuleiten, eine verantwortungsvolle Nachfolgeregelung für mich als Aufsichtsratsvorsitzenden zu finden", sagte er laut Vereinsangaben.

Am Dienstag nun soll Lemke laut einer Meldung des "Weser-Kuriers" (Mittwochsausgabe) auf einer Podiumsdiskussion auch einen möglichen vorzeitigen Abgang ins Gespräch gebracht haben. Er könne sich Marco Bode als seinen Nachfolger vorstellen und hoffe, dass der Ex-Nationalspieler dem Ansinnen zustimmen werde - nicht erst 2016, sondern schon früher, sagte Lemke laut Weser-Kurier.

Lemke ist seit über 30 Jahren fester Bestandteil der Bremer: Von 1981 bis 1999 führte er den Verein als Manager und feierte in dieser Zeit gemeinsam mit Trainer Otto Rehhagel zwei Meistertitel, drei DFB-Pokalsiege und den Gewinn des Europapokals der Pokalsieger. Seit 2005 ist der 68-Jähirge Vorsitzender des Kontrollgremiums der SVW, geriet zuletzt aber in die Kritik - auch wegen seiner rigorosen Sparpolitik, die als eine der Hauptursachen für die sportliche Misere der Bremer gesehen wird.

Mittlerweile ist Lemke bereit, den Kurswechsel von Fischer, der sich für eine überschaubare Verschuldung stark macht, mitzutragen. "Unternehmerische Verantwortung ist immer ein Kennzeichen des Handelns bei Werder gewesen und ich sehe keinen Gegensatz darin, sich dabei auch über sinnvolle Modelle zu unterhalten, wenn die Risiken beherrschbar sind. Wichtig ist mir dabei jedoch, dass der eingeschlagene Weg der wirtschaftlichen Vernunft fortgesetzt wird, um das Unternehmen Werder fit für die Zukunft zu machen", sagte der SPD-Politiker.

Am Montag stand nun ein Gipfeltreffen an der Weser an, an dem neben Lemke, der Werder-Geschäftsführung um Klaus Filbry, Thomas Eichin und Fischer auch Aufsichtsratsmitglied Marco Bode teilnahm. Thema der Diskussion war die aktuelle Situation beim Klub. Bemerkenswert dabei war sicherlich die Anwesenheit von Ex-Nationalspieler Bode, der als heißer Kandidat für Lemkes Nachfolge gehandelt wird. So hatte sich unlängst Günter Netzer als Executive Director des Bremer Vermarktungspartners Infront für den langjährigen Werder-Profi eingesetzt und vorgeschlagen, diesem mehr Verantwortung zu übertragen.

 
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