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25.09.2014, 15:15

Stuttgart: Vereinsspitze erklärt die Entscheidung gegen Bobic

Trennung am Telefon? "Das ist nicht VfB-Stil"

Die plötzliche Trennung des VfB Stuttgart von Sportvorstand Fredi Bobic unmittelbar vor dem Spiel in Dortmund hat einige Fragen aufgeworfen. In einer Pressekonferenz am Donnerstag versuchten Präsident Bernd Wahler und Aufsichtsratschef Joachim Schmidt, Licht in die Ereignisse vom Vortag zu bringen. Das gelang nur bedingt.

Die Mundwinkel gehen nach unten: VfB-Präsident Wahler (Mitte, rechts) und Fredi Bobic (im Hintergrund) gehen fortan getrennte Wege.
Die Mundwinkel gehen nach unten: VfB-Präsident Wahler (Mitte, rechts) und Fredi Bobic (im Hintergrund) gehen fortan getrennte Wege.
© imagoZoomansicht

Fakt ist: Bobic wurde nicht am Telefon entlassen. Das sagte zumindest Wahler. "Das entspricht nicht den Tatsachen. Das ist nicht mein Stil und auch nicht der Stil des VfB." Der Präsident habe Bobic, der bereits in Dortmund weilte, am Mittwoch nach Stuttgart gebeten, und ihn dann gemeinsam mit Schmidt persönlich über die Aufsichtsratsentscheidung informiert. Bleibt die Frage, mit welcher Begründung Bobic nach Stuttgart gelotst wurde, wenn seine Entlassung nicht telefonisch besprochen worden sein soll.

Dass in den Medien bereits seit Dienstagabend über die Bobic-Demission berichtet worden war, beschleunigte die Trennung. Schmidt gab zu: "Wenn diese Berichte nicht erschienen wären, hätten wir die Entscheidung erst nach dem Dortmund-Spiel bekanntgegeben." So aber sei es zum Schutze Bobics und des VfB das Beste gewesen, bereits am Mittwoch die Öffentlichkeit zu informieren.

Das ist nicht ideal gelaufen.Dr. Joachim Schmidt

Ob der VfB einen Maulwurf in der Führungsebene hat, der den Medien die Entscheidung des Vereins schon vorab zukommen ließ, wollte Schmidt nicht beurteilen: "Ich weiß nicht ob es ein Leck war, oder reine Spekulation der Medien. Das ist müßig zu spekulieren. Insgesamt ist das Ganze nicht ideal gelaufen."

Nicht ideal gelaufen sind, wenn es nach Schmidt geht, auch die letzten Jahre beim VfB. "Wir haben einen Personaletat von 40 Millionen Euro, liegen damit im Ligavergleich zwischen Rang sechs und acht. Unser Anspruch muss sein, in diesem Bereich auch sportlich abzuschneiden." Das sei in den letzten Jahren nicht gelungen und nach den ersten Spielen der neuen Saison sehe es so aus, als werde es dieses Jahr wieder schwierig.

Nun sucht der Verein nach einem geeigneten Nachfolger. Der sollte über Fußballkompetenz verfügen und "zum VfB passen", wie Wahler sagte. Man werde wohlüberlegt handeln, dennoch mit einer gewissen Dringlichkeit auf die Suche gehen. Bis auf weiteres werden Sportdirektor Jochen Schneider und Armin Veh die Geschäfte im sportlichen Bereich führen.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 25.09., 18:12 Uhr
Bobic-Aus: "Haben uns nicht vom Druck hinreißen lassen"
Warum musste Fredi Bobic seinen Posten als Sportvorstand des VfB Stuttgart räumen und vor allem: warum mitten in der englischen Woche? Die Klubbosse stellten sich am Donnerstag den Medien und beteuerten, nicht auf Fan-Druck gehandelt - und Bobic nicht am Telefon entlassen zu haben.
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25.09.14
 
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weitere Infos zu Veh

Vorname:Armin
Nachname:Veh
Nation: Deutschland
Verein:Eintracht Frankfurt

Vereinsdaten

Vereinsname:VfB Stuttgart
Gründungsdatum:09.09.1893
Mitglieder:44.000 (01.07.2015)
Vereinsfarben:Weiß-Rot
Anschrift:Mercedesstraße 109
70372 Stuttgart
Telefon: 01 80 6 - 991893
Telefax: (07 11) 55 00 71 96
E-Mail: service@vfb-stuttgart.de
Internet:http://www.vfb.de