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28.09.2014, 19:22

6. Spieltag: S04 gewinnt Derby - Bayern baut Führung aus

Erstes Tor, kein Punkt: Traumfreistoß schockt den HSV

Der HSV hat gegen Frankfurt einen neuen Torlos-Negativrekord aufgestellt, dann getroffen - und kurz vor Schluss das 1:2 kassiert. Im ersten Sonntagsspiel brachte ein unberechtigter Elfmeter Augsburg gegen eine schwache Berliner Hertha ein 1:0. Das Revierderby gewann am Samstag Schalke und zog am BVB vorbei, die Bayern bauten in Köln ihre Tabellenführung aus, weil Leverkusen in Freiburg nicht gewann. Stuttgart holte den ersten Dreier. Auch Gladbach und Wolfsburg jubelten, Bremen ist jetzt Vorletzter.

Lucas Piazon trifft in der letzten Minute mit einem sensationellen Freistoß
Unhaltbar! Lucas Piazon wurde mit diesem sensationellen Freistoß Frankfurts Matchwinner beim HSV.
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Der HSV hat am Sonntag ein wichtiges Zwischenziel erreicht, aber erneut keine Punkte eingefahren: Gegen Eintracht Frankfurt trafen die Hanseaten nach 507 torlosen Minuten erstmals in dieser Saison (Negativ-Startrekord des VfL Bochum von 1979/80 übertroffen), kassierten aber kurz vor Schluss das 1:2 und bleiben Letzter. Aus den klaren Ballbesitzvorteilen machte die Zinnbauer-Elf letztlich klar zu wenig. Vor der Pause scheiterte Cleber mal an Trapp-Vertreter Wiedwald (27.), Müller forderte vergebens Elfmeter (33.). Und dann traf plötzlich die SGE: Seferovic nutzte einen Patzer von Cleber (44.). Nach dem Seitenwechsel belohnte Müller die HSV-Bemühungen schließlich nach schöner Holtby-Vorarbeit - der Jubel war riesig. Doch mehr ließen die Frankfurter nicht zu, stattdessen schafften sie den "Lucky Punch": Der eingewechselte Piazon setzte einen 30-Meter-Freistoß sensationell in den Winkel (90.)!

Bobadilla fällt: FCA schlägt Hertha

In der letzten Saison hatten sich Augsburg und Hertha BSC zweimal 0:0 getrennt, und auch beim neuerlichen Aufeinandertreffen blieb es torarm - was dem FCA herzlich egal war: Durch einen knappen 1:0-Sieg sprang er auf Platz sieben. Der Heimsieg war insgesamt verdient, die konkrete Entstehung jedoch glücklich: Bobadilla war im Duell mit Kraft leicht zu Boden gegangen, Verhaegh, nach der Pause angeknockt ausgewechselt, verwandelte den ungerechtfertigten Elfmeter (27.). Die Berliner enttäuschten in einem insgesamt zerfahrenen Spiel, präsentierten sich zweikampfschwach und weitgehend ideenlos.

Eric Maxim Choupo-Moting
Sorgte für Jubel auf Schalke: Eric Maxim Choupo-Moting.
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Revierknaller geht an Schalke

Der Samstag stand ganz im Zeichen des Revierderbys zwischen Schalke und Dortmund. "Es ist das größte Derby in Deutschland. Da brauche ich die Jungs nicht zu pushen", hatte S04-Trainer Jens Keller erklärt, seine Jungs legten los wie die Feuerwehr. Der BVB hatte trotz Hummels, der sein Startelf-Comeback feierte, in der Abwehr Probleme - und bei Standards. Erst durfte Matip nach einer Ecke unbedrängt vollenden, dann war Choupo-Moting im Anschluss an einen Eckstoß gegen fahrige Dortmunder erfolgreich. Die schnelle Antwort von Aubameyang brachte die Elf von Jürgen Klopp aber ins Spiel zurück, der BVB zeigte sich nun präsent. In Hälfte zwei drängte Dortmund auf den Ausgleich, S04 lauerte auf Konter. Aufregung gab es in der 66. Minute, als Matip Ramos an der Strafraumlinie regelwidrig zu Fall brachte, Schiedsrichter Gagelmann aber nicht pfiff. Am Ende feierte Schalke den ersten Heimsieg der Saison und zieht auch in der Tabelle am BVB vorbei.

Leverkusener: Dezimiert und torlos

Leverkusen ging mit personellen Problemen in die Partie in Freiburg und schwächte sich wie schon im letzten Auswärtsspiel in Wolfsburg (1:4) selbst - wieder musste ein Bayer-Akteur noch in Durchgang eins vom Feld, Spahic sah die Ampelkarte. Roger Schmidt musste das taktische Konzept also erneut ändern, die Breisgauer konnten abgesehen von einer Klaus-Chance die Überzahl aber nicht wirklich nutzen. Vielmehr hatte das Team von Christian Streich Glück, dass Bellarabi (73.) nur die Unterkante der Latte traf. SCF-Akteur Krmas sah kurz danach Gelb-Rot, am 0:0 änderte dies aber nichts. Freiburg bleibt nach dem dritten Remis in Folge weiter sieglos und unten stecken, Bayer verliert oben wertvollen Boden.

VfB: Erstes Heimtor, erster Sieg

"Zur Zeit ist die Situation in Stuttgart ziemlich vergiftet", hatte Trainer Armin Veh erklärt, die Entlassung von Sportvorstand Fredi Bobic war das Thema. Doch die Mannschaft hat mit einem 1:0 gegen Hannover dazu beigetragen, dass das Stimmungsbarometer beim VfB steigen dürfte. Erstes Heimtor, erster Saisonsieg - die Schwaben atmen auf. Dabei wartete Veh vor dem Spiel mit einer überraschenden Personalie auf: Kirschbaum ersetzte im Tor Ulreich, der beim BVB spät patzte (2:2). 96 verließ sich bei den Schwaben auf eine stabile Defensive, die nicht viel zuließ. Nach einer Ecke beendete Schwaab (66.) die Heimtorflaute des VfB und machte so den Dreier perfekt. Die Korkut-Elf bleibt auswärts ohne Torerfolg und kassierte die erste Saisonniederlage.

Bayern setzt sich ab

Abgeblockt: Miso Brecko wehrt sich gegen Thomas Müller (li.).
Abgeblockt: Miso Brecko wehrt sich gegen Thomas Müller (li.).
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In Köln traf sich die geballte Defensiv-Kompetenz, der FC (1 Gegentreffer) hatte den FC Bayern (2) zu Gast. Doch schnell knackten die hochkonzentrierten Münchner das Kölner Bollwerk. Wurde zunächst ein Foul an Robben im Strafraum nicht geahndet und vergab Müller noch eine klasse Chance, war Götze nach knapp 20 Minuten mit seinem vierten Saisontreffer zur Stelle. Die "Geißböcke" spielten verhalten, die Guardiola-Elf konnte trotz Chancenplus gegen den tief stehenden FC nicht nachlegen. Vielmehr hatten die Münchner Glück, dass Neuer bei einer Doppelchance der Hausherren nach einer guten halben Stunde zur Stelle war. Der Rekordmeister hatte alles im Griff, ein Eigentor sorgte Mitte der zweiten Hälfte für die Entscheidung. Der FC Bayern setzt sich an der Tabellenspitze etwas ab, Köln muss sich nach unten orientieren.

Fohlen jagen Bayern

Paderborn wurde nach dem 0:4 in München beim FC Bayern auch zu Hause von Mönchengladbach auf den harten Boden der Tatsachen zurückgeholt. Der Besuch auf dem Oktoberfest schien den Ostwestfalen nicht bekommen zu sein, denn die in der Offensive veränderten Fohlen konterten den zunächst mutigen SCP stark aus und führten schon nach einer Viertelstunde 2:0. Spätestens nach dem Tor von Raffael hatte die Borussia das Spiel im Griff. Bemerkenswerte Aktion: Paderborns Kutschke fiel ohne Berührung, Kramer sah Gelb. Doch auf Intervention von Kutschke nahm Schiedsrichter Fritz die Karte gegen den Weltmeister zurück. Die Breitenreiter-Elf bemühte sich, Gladbach hätte durch Hrgota, der nur den Pfosten traf, erhöhen können. So musste Gladbach noch einmal zittern, weil Wemmer (70.) verkürzte. Der noch ungeschlagene VfL ist nun der erste Bayern-Verfolger.

Kein Durchkommen: Werders di Santo gegen VfL-Torschütze Rodriguez (re.).
Kein Durchkommen: Werders di Santo gegen VfL-Torschütze Rodriguez (re.).
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Im Abendspiel hat das ambitionierte Wolfsburg - mit dem Ex-Bremer Hunt in der Startformation - zumindest vom Ergebnis her seine Ansprüche unterstrichen und Bremen mit einem 2:1 nach Hause geschickt. Kurios das VfL-Führungstor: Nach einem SVW-Eckball ging es ganz schnell, nur wenige Sekunden später hatte Rodriguez den "Wölfe"-Konter mit dem 1:0 abgeschlossen. Werder kam aus dem Nichts zum Ausgleich, Routinier Olic traf in Hälfte zwei per Flugkopfball zum Sieg. "Wir schauen der Realität ins Auge", hatte Bremens Trainer Dutt vor dem Spiel erklärt. Die Realität für Werder nach drei Pleiten in der englischen Woche: Abstiegsplatz.

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Torgeiz ohne Okazaki - FSV und TSG verpassen Platz eins

Schenkten sich nichts: Der Mainzer Jonas Hofmann (li.) und Hoffenheims Kevin Volland.
Schenkten sich nichts: Der Mainzer Jonas Hofmann (li.) und Hoffenheims Kevin Volland.
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Beim Anfang vom Ende der englischen Woche in der Bundesliga trennten sich Mainz und Hoffenheim mit einer leistungsgerechten Nullnummer. Für den FSV kam es vor dem Anpfiff knüppeldick: Okazaki, der führende der Torjägerliste mit fünf Treffern, konnte nicht auflaufen. Entsprechend harmlos blieb das Spiel der Elf von Kasper Hjulmand. Die Heimelf hatte zwar etwas mehr von der Partie, die TSG aber ein Chancenplus. Die größte hatte Modeste, für den FSV scheiterte Djuricic mit einem frechen Heber an Baumann. Auch in Hälfte zwei änderte sich wenig. Beide Teams zündeten nicht gerade ein Feuerwerk, ein Kopfball von Firmino an den Außenpfosten war noch die beste Gelegenheit. So bleiben Mainz und Hoffenheim auch nach dem sechsten Spieltag ungeschlagen punkt- und torgleich im oberen Tabellenbereich.

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2014/15, 6. Spieltag
1. Bundesliga, 2014/15, 6. Spieltag
Großes Ziel

HSV-Coach Joe Zinnbauer wollte in Frankurt seinen ersten Sieg einfahren.
© Getty Images

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