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21.09.2014, 14:31

Dortmund: Zweimal Alu, Elfmeter verschossen, Eigentor

Der BVB verliert auch Mkhitaryan

Ciro Immobile wandelte sich binnen weniger Tage vom Matchwinner zur tragischen Figur. Ferner hätte auch Kollege Adrian Ramos in Mainz stechen müssen. Jürgen Klopp gab aber gerade wegen der schwachen Schlussphase offen zu: "Wir sind der verdiente Verlierer." Trotz vieler "guter Momente" nannte der BVB-Coach "die zu passive Birne" als Hauptgrund für das 0:2 in Mainz. Außerdem entdeckte er einen "Sturkopf" in seinen Reihen. Am Sonntag gesellte sich dann noch eine schlechte Nachricht bezüglich des Personals hinzu.

Henrikh Mkhitaryan
Verletzte sich in Mainz: Dortmunds Offensivspieler Henrikh Mkhitaryan.
© Getty ImagesZoomansicht

Borussia Dortmund hat es schon wieder erwischt! Nicht nur, dass die 0:2-Pleite in Mainz den BVB belastet, vielmehr müssen die Westfalen in den kommenden Wochen auf ihren Spielgestalter Henrikh Mkhitaryan verzichten. Wie am Sonntag bekannt wurde, erlitt der Armenier bei einem Pressschlag einen knöchernen Bandausriss in der rechten Fußwurzel und wird deshalb nach Vereinsangaben rund vier Wochen ausfallen. Damit gesellt sich beim BVB ein weiterer prominenter Name auf die Verletztenliste. Dort befinden sich unter anderem Marco Reus, Jakub Blaszczykowski, Ilkay Gündogan oder auch Nuri Sahin.

Direkt nach Spielende drehten sich Gedanken beim BVB nicht um einen möglichen Ausfall von Mkhitaryan, viel zu schwer wog die Schlappe gegen die Rheinhessen. Klopp stellte gegenüber Sky klar: "Die Ausrede Champions League haben wir noch nie gebraucht. Heute auch nicht." Dass das 0:2 in Mainz dennoch in Zusammenhang mit dem starken Auftritt beim 2:0 gegen Arsenal in Verbindung steht, lässt sich nicht verhehlen. Gerade nach der Drangphase nach der Pause ging den Borussen ab der 60. Minute die Kraft flöten. In dieser Phase stach dann der agile Shinji Okazaki zu, der das Duell mit seinem Namensvetter Kagawa klar für sich entschied. "Man hat gesehen, was das 1:0 bei Mainz bewirkt hat - und was bei uns", musste Klopp letztlich zugeben. "Nach so einem Spiel wie gegen Arsenal macht der eine oder andere mal einen Schritt weniger. Genau in dieser Phase kommt Mainz auf."

Vor allem die mit dem Kräfteverschleiß verbundene Hemmung, in womöglich schmerzbringende Zweikämpfe zu marschieren, führte der 47-Jährige als Grund für die aus seiner Sicht am Ende verdiente Niederlage an: "Man kann ein Spiel nicht gewinnen, ohne dass man Schmerzen verspürt."

Bei alldem ließ Klopp auch die aus seiner Sicht vorhandenen "vielen guten Momente" nicht außer Acht - allein sie brachten nichts ein: Ramos vergab einige Hochkaräter (14. und 53.), bugsierte dabei einmal das Leder an den rechten Pfosten (40.). Joker Henrikh Mkhitaryan traf beim Stand von 0:2 die Querlatte (90.) und der ebenfalls eingewechselte Immobile verschoss einen Handelfmeter zum möglichen Ausgleich - Torwart Loris Karius parierte diesen (70.). Das 0:2 erzielte darüber hinaus Innenverteidiger Matthias Ginter selbst mit einer unglücklichen Grätsche (74.). Dortmunds Trainer fasste das alles kurzum und einmal mehr in seiner eigenen Art zusammen: "Wir waren in der Birne zu passiv." In die Pflicht nahm Klopp darüber hinaus Angreifer Ramos: "Adrian kann sicher das eine oder andere Tor machen - was er in der Vergangenheit auch gemacht hat."

Bender sorgt für Verwirrung

Kevin Großkreutz
Als "Sturkopf" vom Trainer abgestempelt: Kevin Großkreutz.
© Getty Images

Für leichte Verwirrung sorgte auch eine Szene vor der Auswechslung von Sven Bender, der sein erstes Bundesliga-Spiel von Beginn an seit Februar machte (0:3 in Hamburg). Klopp fragte Kevin Großkreutz, ob er noch könne. Der Nationalspieler gab keine Antwort, zeigte nach eigener Aussage lediglich den Daumen nach oben. Das gefiel dem Coach der Westfalen nicht: "Wir wollten wechseln, Kevin wird in dem Moment gefoult. Ich versuche dann Kontakt aufzunehmen, und der Sturkopf guckt weg. Wir konnten sozusagen keine Funkverbindung herstellen." Den laut eigener Aussage vorliegenden "Kindergeburtstag" regelte Klopp nach Spielschluss im Vier-Augen-Gespräch mit seinem Schützling: "Ich habe ihm gesagt, dass das Quatsch ist. Einmal kann das immer passieren." Jedenfalls verließ anschließend der ebenfalls müde wirkende Bender den Platz. Der wiederum richtete den Blick schon wieder Richtung anstehender englischen Woche: "Gegen Stuttgart müssen wir an die guten Phasen von Dienstag, aber auch von heute anknüpfen."

Im Mainzer Lager passte nur eines nicht

Jairo Samperio
Gelungener Einstand: Jairo Samperio.
© Getty ImagesZoomansicht

Ganz anders die Lage im Mainzer Lager: FSV-Trainer Kasper Hjulmand schwebt derzeit und nach dem äußerst schwachen Ausscheiden in der Europa-League-Qualifikation sowie im DFB-Pokal auf einer ersten Euphoriewelle. Nach vier Spielen ohne Niederlage und acht Punkten kletterten die 05er an diesem Tag vorübergehend auf Rang zwei. Klar, dass sich ein freudiger Übungsleiter zu Wort meldete: "Dortmund hat das beste Umschaltspiel in Europa. Ich muss sagen, dass unsere gesamte Mannschaft sehr gut verteidigt hat - gerade die tiefen Bälle der Dortmunder." Auch zum Spielstil seiner Truppe äußerte sich der 42-Jährige: "Wir haben vielleicht ein bisschen mehr Kontrolle und spielen mehr Pässe. Trotzdem wollen wir das schnelle Umschaltspiel und das gute Pressing nicht verlieren. Beides ist möglich."

Das einzige, was an diesem Abend aus Mainzer Sicht, bei denen Neuzugang Jairo Samperio seinen Einstand (31 Minuten) mit zwei Vorlagen abschloss, nicht passte, war das Wetter. Zunächst knallte ein gewaltiger wie ohrenbetäubender Blitz ins Stadiondach, ehe es aus Eimern zu schütten begann. Den Fans und Spielern dürfte das aber nicht die Laune vermiest haben ...

1. Bundesliga, 2014/15, 4. Spieltag
1. FSV Mainz 05 - Borussia Dortmund 2:0
1. FSV Mainz 05 - Borussia Dortmund 2:0
Trainergespräch

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp mit dem Mainzer Coach Kasper Hjulmand.
© Getty Images

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6 Leserkommentare

SupporterHSV1887
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22.09.2014 | 11:54

@HoWiSch_Kick

Ich finde du hast in deinem Beitrag die Erklärung geliefert, warum es Abseits sein muss.

Es ist [...]
Eysenbeiss
Beitrag melden
22.09.2014 | 11:06

Abseits hat zwei Grundvoraussetzungen !

1. Der Spieler steht im Moment der Ballabgabe NÄHER zum gegneri[...]
HoWiSch_Kick
Beitrag melden
22.09.2014 | 11:06

Herr Merk hat Recht! Leider!

Auch nach meinem Rechtsempfinden, kann ein Spieler, der bei Ballabgabe im Abseits stand und sich auf [...]
gfiftytwo
Beitrag melden
21.09.2014 | 18:01

Abseits ist doch entscheidend im Moment der Ballabgabe, und nicht wer wann wo den Ball annimmt. Zumal [...]
IskariotXXL
Beitrag melden
21.09.2014 | 15:34

@Punjab_Duttrhappali

Du hast recht. Es war Abseits. Hofmann amcht eine aktive Bewegung zum Ball. Damit ist es Abseits, unabhängig [...]

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