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16.09.2014, 18:26

Wer ist der neue HSV-Trainer?

Zinnbauer: Vor drei Monaten noch fünfte Liga

Josef "Joe" Zinnbauer (44) soll den Hamburger SV nach der Entlassung von Mirko Slomka wieder in die Erfolgsspur führen - es ist seine erste Trainerstation im Profi-Fußball. Wer ist der neue Hoffnungsträger des Bundesliga-Dinos? Ein kleines Porträt.

Josef "Joe" Zinnbauer
Ein Bayer auf dem Weg nach oben: Josef "Joe" Zinnbauer, neuer Trainer des Hamburger SV.
© Getty ImagesZoomansicht

"Bis auf Weiteres" soll Zinnbauer die Geschicke beim Hamburger SV leiten, ein klassischer Interimstrainer ist er nicht. "Wir werden sehen, wie es sich entwickelt", erklärte Vereinschef Dietmar Beiersdorfer. Zugetraut wird es dem neuen Mann allemal in Hamburg - für ihn ist es ein rasanter Aufstieg.

Zinnbauer, geboren im bayerischen Schwandorf, ist erst seit dem 1. Juli beim HSV angestellt. Verloren hat er seitdem noch nicht: Mit der U 23, die er von Rodolfo Cardoso übernahm, gewann er alle seine acht Punktspiele in der bisherigen Regionalliga-Saison.

Damit bewies er in kleinerem Rahmen bereits, dass er dazu in der Lage ist, mit schwierigen Umständen zurechtzukommen. Denn die Vorbereitung hatte es in sich: Nur fünf Spieler aus der Vorsaison waren im Kader geblieben, beim Training stand ihm lediglich eine Minibesetzung zur Verfügung, weil sechs Jung-Profis beim Bundesligateam trainierten. Zinnbauer begutachtete rund 40 Gastspieler.

"Offener Typ": Zinnbauer setzt auf Kommunikation

Auch dank seiner großen Stärke, der Kommunikation, formte er nach dem Umbruch im Eiltempo eine erfolgreiche Mannschaft, die die Regionalliga Nord derzeit mit acht Punkten Vorsprung anführt. Zinnbauer, übrigens extrem abergläubisch, spricht viel mit seinen Spielern, unterbricht auch immer wieder das Training. Beiersdorfer beschrieb ihn nicht umsonst als "offenen, nach außen gerichteten Typ".

Profierfahrung bringt Zinnbauer nur sporadisch mit: Zwar spielte er beim Karlsruher SC und dem 1. FSV Mainz 05 - musste seine Profi-Karriere als Mittelfeldspieler nach insgesamt 17 Zweitligaspielen (2 Tore) für die Rheinhessen 1996 aber im Alter von 25 Jahren wegen eines Knorpelschadens im Knie beenden.

VfB Oldenburg, KSC II - und jetzt Bundesliga

Über die ersten Trainerstationen SK Lauf, TSV Wendelstein und Henger SV landete er schließlich 2005 beim VfB Oldenburg, den er zwischenzeitlich in die vierte Liga führte. Nach seiner Entlassung 2010 kehrte er bald zu seinem Ex-Klub Karlsruher SC zurück, bei dem er erst als Co-Trainer der ersten, dann als Cheftrainer der zweiten Mannschaft fungierte.

Es folgte der Wechsel zum HSV - und nun der auf den Cheftrainersessel. Von der fünften über die vierte in die erste Liga binnen weniger als drei Monaten: Kein Wunder, dass Zinnbauer auf seine Beförderung durch Beiersdorfer "berührt" reagierte.

 
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