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14.09.2014, 19:22

3. Spieltag: Bayer-Spektakel - Pflichtsiege für FCB und BVB

HSV rutscht ans Tabellenende - FCA-Sieg in Frankfurt

Der Hamburger SV hat am Sonntag die Rote Laterne übernommen: Die Hanseaten unterlagen bei Hannover 96 mit vier Debütanten 0:2, zuvor hatte der FC Augsburg mit dem 1:0 in Frankfurt die ersten Zähler geholt. Am Samstagnachmittag fuhren die Platzhirsche aus München und Dortmund Pflichtsiege ein. Die Wolfsburger sammelten spät bei der TSG Hoffenheim einen Zähler ein, die Mainzer jubelten in der Hauptstadt. Paderborn und Köln trennten sich torlos. Gladbach zerlegte den FC Schalke, das Spektakel in Leverkusen endete am Freitag 3:3.

Augsburg holt die ersten Punkte

Am Sonntag gastierte Augsburg in Frankfurt. Die bayerischen Schwaben reisten mit der Roten Laterne an, gaben diese aber ab. Denn bei den Hessen holte der FCA mit einem 1:0-Erfolg die ersten Punkte der Saison. Glück hatte die elanvoll in die Partie gestartete Weinzierl-Elf, dass nach einem Halten gegen Kadlec in der ersten Hälfte kein Elfmeter gepfiffen wurde. Schiedsrichter Manuel Gräfe erklärte den ausgebliebenen Pfiff mit einem technischen Problem, die Kommunikation mit dem Assistenten habe nicht geklappt. Nach der Pause gelang dem FCA ein Start nach Maß: Ein Werner-Schuss wurde von Djakpa noch von der Linie gekratzt, kurz darauf traf Bobadilla aber zum Sieg. Den verteidigten die Augsburger gegen zwar bemüht, aber wenig planvoll anrennende Frankfurter sehr beherzt. Letztlich hätte der Erfolg noch höher ausfallen können, aber Werner scheiterte zweimal am linken Pfosten.

HSV übernimmt die Rote Laterne

Der HSV am Boden: Jaroslav Drobny und Matthias Ostrzolek schauen enttäuscht, Artur Sobiech bejubelt das 2:0.
Der HSV am Boden: Jaroslav Drobny und Matthias Ostrzolek schauen enttäuscht, Artur Sobiech bejubelt das 2:0.
© Getty Images

Drei Spiele, ein Punkt, 0:5 Tore - nach drei Spieltagen ist der Hamburger SV Tabellenletzter. Im Sonntagabendspiel unterlagen die Hanseaten bei Hannover 96 mit 0:2. Trainer Mirko Slomka schickte sieben Neuzugänge ins Rennen, mit Cleber, Holtby, Green und Müller debütierten gleich vier Akteure. Doch als Einheit präsentierte sich der HSV noch nicht, Hannover boten sich einige Lücken, die auch schnell zu Toren führten: Andreasen setzte sich im Luftkampf durch und überwand den statt Adler im Tor stehenden Drobny (13.), Sobiech drückte die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie (24.). Die Hamburger bemühten sich nach der Pause um eine Ergebniskorrektur, doch sowohl Müller als auch Rudnevs vergaben freistehend (47., 66.), der Lette hatte kurz vor Schluss noch mit einem Lattenkopfball Pech. Hannover fuhr so einen verdienten Sieg ein - und setzte sich punktgleich mit Leverkusen und dem FC Bayern an die Spitze.

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Gladbach verschärft die Schalker Lage

Gladbachs Doppelpacker: André Hahn.
Gladbachs Doppelpacker: André Hahn.
© Getty ImagesZoomansicht

Im Duell zweier Europa-Pokal-Teilnehmer setzte sich Borussia Mönchengladbach am Samstagabend verdient gegen den FC Schalke durch. Die Favre-Elf siegte dank Knipser Hahn, der einen Doppelpack schnürte, Rückkehrer Kruse und Raffael mit 4:1. Das zwischenzeitliche Anschlusstor durch Choupo-Motings Elfmeter ließ bei den Knappen nur kurzfristig die Hoffnung auf Zählbares aufkeimen. Nach 90 intensiven Minuten feierte die Borussia dank ihrer größeren Zielstrebigkeit ihren verdienten ersten Bundesligasieg in der laufenden Runde und schaffte damit den Anschluss nach oben. Die Schalker hingegen, bei denen Boateng wieder in der Startformation auftauchte, verteidigten sehr nachlässig und hätten sich auch nicht beschweren dürfen, wenn der Gladbacher Erfolg noch höher ausgefallen wäre. Nach drei Spielen hat S04 einen Zähler auf der Habenseite - eine Ausbeute, die keine Ruhe aufkommen lassen wird. Und am Mittwoch treten die Königsblauen beim FC Chelsea an der Stamford Bridge an.

Götze und Ribery entscheiden den Südklassiker

Vorbei an Freund und Feind: Götze markiert das 1:0 gegen Stuttgart.
Vorbei an Freund und Feind: Götze markiert das 1:0 gegen Stuttgart.
© Getty ImagesZoomansicht

Der FC Bayern hat den Südschlager gegen den VfB Stuttgart mit 2:0 gewonnen. Die Guardiola-Elf startete erneut mit Alonso in der Startformation, brauchte aber rund eine halbe Stunde, um den Schwaben weh zu tun. Nach einem Standard prallte das Spielgerät zu Götze, der im Strafraum flach abzog und ins lange Eck traf - Ibisevic verteidigte zu lax. Bitter allerdings für die Münchner, dass noch im ersten Abschnitt Badstuber mit einer Oberschenkelverhärtung verletzt runter musste. In der zweiten Hälfte blieben die Münchner ganz klar spielbestimmend, doch ein weiterer Treffer wollte für den Rekordmeister erst in der Schlussphase fallen, als der eingewechselte Ribery bei seinem Saisondebüt das 2:0 erzielte. Der FCB ist ergebnismäßig nach dem Remis auf Schalke (1:1) wieder voll im Soll.

Kagawa feiert einen Traumeinstand

Bei Borussia Dortmund blickte alles auf die neue Nummer 7 - Kagawa. BVB-Trainer Jürgen Klopp brachte den frisch verpflichteten Japaner gegen Freiburg angesichts der großen Personalmisere gleich in der Startelf. Der SC stand zunächst sicher, doch man merkte den Borussen an, dass sie geduldig nach Lücken suchten. Diese fanden Kagawa und Großkreutz, so dass Ramos den verdienten Führungstreffer markieren konnte. Noch vor dem Halbzeitpfiff besorgte der an ManUnited zwischenzeitlich verlorene Sohn den 2:0-Halbzeitstand, als er die Kugel flach im kurzen Eck versenkte. Die Dortmunder verwalteten im zweiten Durchgang den Vorsprung nur noch und schonten sich schon für die kommende Aufgabe in der Champions League gegen den FC Arsenal (Dienstag). Trotz des reduzierten Tempos blieb der BVB aber jederzeit Herr im eigenen Hause - ein kurzer Sprint von Joker Aubameyang reichte für das 3:0, ehe der SCF noch ein bisschen Ergebniskosmetik betrieb.

Oldie Olic rettet das Remis

In Sinsheim fehlten nach 45 Minuten noch die Tore zwischen der TSG Hoffenheim und dem VfL Wolfsburg. Die Gisdol-Elf erwischte den etwas besseren Start, doch nach rund 20 Minuten übernahm der VfL. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking spielte zielstrebiger nach vorne, doch große Chancen blieben auch für die Niedersachsen Mangelware. Kurz nach dem Seitenwechsel durften dann die TSG-Fans jubeln, als Modeste einen Beck-Schuss in die Maschen bugsierte. In der Folge öffnete Wolfsburg etwas das Visier, doch De Bruyne vergab eine sehr gute Chance zum Ausgleich, als der Belgier drüber schoss. Die Wolfsburger ließen aber bis zum Schlusspfiff nichts unversucht und wurden durch Oldie Olic spät mit dem 1:1-Ausgleich belohnt.

Okazaki ist der neue Rekord-Japaner - Allagui bestraft Ex-Klub

In Berlin durfte der jüngste Mainzer Einkauf Allagui gegen seinen Ex-Klub aus der Hauptstadt gleich von Beginn an ran. Über den ersten Abschnitt könnte man getrost den Mantel des Schweigens hüllen, hätten die Mainzer nicht in der 36. Minute einen lichten Moment gehabt - Okazaki vollstreckte zur FSV-Führung und markierte damit sein 27. Bundesliga-Tor. Für die Statistik-Bücher ein bemerkenswerter Fakt, denn damit ist er der treffsicherste Japaner der höchsten deutschen Spielklasse (zuvor Yasuhiko Okudera für Köln, Hertha, Bremen). Die Berliner entwickelten nach dem Seitenwechsel etwas mehr Druck, schmeckten ein bisschen am Ausgleich, ehe ihr Ex-Kollege Allagui für die Mainzer erhöhte. Ronny verkürzte zwar in der Schlussphase noch per Handelfmeter, doch für mehr reichte es nicht für die Luhukay-Elf, weil Okazaki noch einen Treffer nachlegte zum 3:1 für die Nullfünfer. Für die Rheinhessen war es das erste Erfolgserlebnis in der Liga.

Aufsteigerduell ohne Tore

Paderborn gegen Köln, das Duell der bisher so gut gestarteten Aufsteiger. In der ersten Halbzeit pendelte sich das spielerische Niveau allerdings relativ weit unten ein. Schon nach 16 Sekunden (!) platzierte FC-Stürmer Ujah einen Kopfball hauchdünn neben den Pfosten. Beflügelt von dieser Chance spielte die Stöger-Elf weiter nach vorne, doch dieser Schwung ebbte relativ schnell ab. Paderborn indes konnte im ersten Abschnitt offensiv kaum Akzente setzen und verzettelte sich zu sehr in Einzelaktionen, die die FC-Abwehr kaum vor Probleme stellte. Das Bild änderte sich in der zweiten Hälfte nicht wesentlich. Köln schoss nie aufs Tor, die zuletzt so befreit in Hamburg aufspielenden Paderborner standen dem Geißbock-Klub in nichts nach. Heraus kam folglich eine Nullnummer der schlechteren Art.

Rasanter Auftakt - Bayer verpasst Sieg im ersten Abschnitt

Packendes Spiel: Leverkusens Bender und Calhanoglu gegen Bremens Selke.
Packendes Spiel: Leverkusens Bender und Calhanoglu gegen Bremens Selke.
© Getty ImagesZoomansicht

Bayer Leverkusen lieferte zum Auftakt des 3. Spieltags am Freitag wieder ein Spektakel ab und musste am Ende mit einem 3:3 zufrieden sein. Die Westdeutschen lieferten zunächst eine 44-minütige Gala ab und führten hochverdient mit 1:0 gegen die Hanseaten, weil Jedvaj in der 17. Minute das Spielgerät unter die Latte drosch. Apropos Latte: Die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt schoss im ersten Abschnitt dreimal ans Gestänge (Castro, Spahic, Öztunali). Der Schock folgte dann in der 45. Minute, als Werders einzige Offensivaktion mit dem Ausgleichstreffer durch Bartels belohnt wurde.

In Hälfte zwei blieb Leverkusen optisch überlegen, doch das Zwingende in ihren Aktionen war vorerst ein wenig verloren gegangen. Die Dutt-Elf hingegen hatte sich besser auf den Offensivwirbel der Hausherren eingestellt, verschob besser - und konterte brillant: Di Santo schloss eiskalt ab und tunnelte Leno zum 2:1 für Bremen. Das Spiel blieb absolut rasant, weil Calhanoglu prompt antwortete und den Freistoß direkt zum 2:2 verwandelte. Beide Mannschaften behielten das Visier offen, Selke hätte für Werder fast wieder erhöht, doch Leno parierte. Die erneute Leverkusener Führung erzielte Joker Son, der nach einer Drehung perfekt mit links abzog und damit das 3:2 bejubeln konnte. Doch der Schlusspunkt war das noch nicht. Diesen setzte Bremens Prödl zum 3:3-Endstand, der Werder einen Zähler rettete.

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2014/15, 3. Spieltag
1. Bundesliga, 2014/15, 3. Spieltag
Angespannt

Hamburgs Vorstandsvorsitzender Dietmar Beiersiorfer vor dem Nordderby in Hannover.
© Getty Images

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